VCÖ: Im Vorjahr deutlich mehr Verkehrstote in der Steiermark – 70 Todesopfer


Mit weiteren Verkehrssicherheitsmaßnahmen Zahl der schweren Unfälle reduzieren

VCÖ (Wien, 1. Jänner 2023) – Die Unfallbilanz 2022 ist für die Steiermark sehr traurig und ein Auftrag, weitere Verkehrssicherheitsmaßnahmen umzusetzen, betont der VCÖ. 70 Menschen wurden im Vorjahr bei Verkehrsunfällen getötet, um 20 mehr als im Jahr 2021. Der VCÖ sieht auch den Bund gefordert, mit niedrigeren Tempolimits und der Aufnahme von Handy am Steuer ins Vormerksystem die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Im Jahr 2021 erreichte die Steiermark mit 50 die niedrigste Anzahl an Verkehrstoten seit Bestehen der Unfallstatistik. Im Vorjahr ist die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle leider stark auf 70 gestiegen, informiert der VCÖ. In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten in der Steiermark stark zurückgegangen. Im Jahr 2014 kamen 86 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, im Jahr 2008 noch 109 und im Jahr 2003 sogar 183. 

„Die Verkehrssicherheitsmaßnahmen auf Landesebene sowie in den Gemeinden und Städten wirken. Die traurige Unfallbilanz des Jahres 2022 ist aber ein Auftrag, weitere Maßnahmen zu setzen, um die Zahl der schweren Verkehrsunfälle zu reduzieren“, betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Auf Bundesebene ist Handy am Steuer endlich auch in Österreich als Delikt ins Vormerksystem aufzunehmen. Viele schwere Verkehrsunfälle passierten auf Freilandstraßen. Der VCÖ tritt für eine Beweislastumkehr ein: Tempo 80 als Regelgeschwindigkeit und Tempo 100 als zu begründende Ausnahme. 

Für die Verkehrssicherheit von Fußgängerinnen und Fußgängern ist in den Gemeinden und Städten mehr Verkehrsberuhigung, Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet und eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung sehr wichtig. Für die Sicherheit für die steigende Anzahl der Radfahrerinnen und Radfahrer, ist der weitere Ausbau der Radinfrastruktur unverzichtbar. 

Gute öffentliche Verkehrsverbindungen sind wiederum eine wichtige präventive Verkehrssicherheitsmaßnahme, da das Unfallrisiko mit dem Auto um ein Vielfaches höher ist als im Öffentlichen Verkehr. „Anrufsammeltaxis und Discobusse sind speziell für Jugendliche und junge Erwachsene eine Lebensversicherung“, weist VCÖ-Sprecher Christian Gratzer auf den großen Sicherheitsnutzen hin.

Österreichweit stieg im Vorjahr die Zahl der Verkehrstoten um sieben auf 369. Die meisten Verkehrstoten waren im Vorjahr in Niederösterreich zu beklagen mit 97, vor Oberösterreich und der Steiermark. In nur drei Bundesländern nahm die Zahl der Verkehrstoten heuer ab, am stärksten in Kärnten, vor Oberösterreich und Salzburg, informiert der VCÖ.  

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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