Zeugenaufruf nach gefährlicher Drohung. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Kapfenberg, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – Mehrere Streifen der Polizei fahndeten Dienstagnachmittag, 27. Dezember 2022, nach einem 30-jährigen Einheimischen. Der Mann steht im Verdacht, einen 39-Jährigen Bosnier gefährlich bedroht zu haben.

Das Opfer wählte gegen 14 Uhr den Polizeinotruf. Laut seinen Angaben hätte ihn der 30-Jährige mit einem Messer in der Brahmsgasse in Deuchendorf bedroht und sogar angegriffen. Der Täter flüchtete daraufhin in einem Pkw. Mehrere Streifen aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag sowie der Diensthundeinspektion und der Fremden-und-Grenzpolizei beteiligten sich an der Fahndung. 

Verdächtiger festgenommen

Der Tatverdächtige konnte kurz darauf in der Nähe des Vorfallortes festgenommen werden. Bei seiner Vernehmung zeigte er sich nicht geständig. Laut seinen Angaben hätten die beiden Kontrahenten vielmehr eine verbale Auseinandersetzung geführt. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben wird der Mann auf freiem Fuß angezeigt.

Haben Zeugen den Vorfall beobachtet?

Die Polizei Kapfenberg sucht nun nach möglichen Zeugen des Vorfalles. Personen, welche sich zwischen 13.30 Uhr bis 14.00 Uhr im Bereich der Brahmsgasse aufgehalten haben werden ersucht, sich mit der Polizei in Kapfenberg, 059-133-6203, in Verbindung zu setzen.

Sittlichkeitsdelikt: Anzeige war fingiert

Sankt Barbara im Mürztal, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – Wie berichtet, führte das Landeskriminalamt Steiermark Erhebungen zum Verdacht eines Sittlichkeitsdeliktes. Die gesetzten Ermittlungsmaßnahmen brachten nun eine Wende. Die Anzeige war fingiert.

Kriminalisten der Landeskriminalamt-Außenstelle Niklasdorf führten gemeinsam mit Beamten der Polizeiinspektion Krieglach akribische Ermittlungen zum Sachverhalt . Die Angaben des Opfers und gesicherte Spuren stimmten die Beamten jedoch misstrauisch. Gerüchte in der Bevölkerung nahmen dennoch ihren Lauf und sorgten für sicherheitspolizeiliche Bedenken unter Einheimischen.

Tat fingiert

Die raschen und vor allem gezielt geführten Ermittlungsmaßnahmen klärten den Sachverhalt am Dienstagnachmittag, 27. Dezember 2022, nun endgültig auf. Das Opfer gestand den Kriminalisten, die Tat fingiert zu haben. 

Opferschutz

Zum Motiv der Frau können keine Details genannt werden. Der Sachverhalt wird der Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt.

Mit Messer verletzt

Graz, Bezirk Gries. – In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28. Dezember 2022, verletzte eine 40-Jährige ihren 33-Jährigen Ex-Ehemann mit einem Küchenmesser. Die 40-Jährige wurde festgenommen.

Gegen Mitternacht kam eine 40-Jährige in Graz wohnhafte Rumänin zur Wohnadresse ihres Ex-Ehemannes. Als sie vor der Wohnungstüre schrie und sturmläutete, öffnete ihr der 33-Jährige die Türe. Daraufhin ging die 40-Jährige in die Wohnung und verwüstete diese. Kurz darauf verließ sie die Wohnung wieder.

Wenige Minuten später kehrte sie zur Wohnung zurück und erneut öffnete ihr der 33-Jährige die Tür. Dabei kam es zu einer hitzigen Diskussion zwischen den Beiden. Im Zuge der Auseinandersetzung griff die Frau nach einem Küchenmesser (Klingenlänge etwa 25 cm).

Festnahme durchgeführt

Die anwesende Lebensgefährtin, ihr 13-jähriger Sohn und der 33-Jährige zogen sich in ein Zimmer zurück. Die 30-Jährige stieß zu den Personen und bedrohte den 13-Jährigen und den 33-Jährigen mit dem Messer. Dabei kam es zu Geldforderungen der Frau.

Als sich der Mann weigerte ihr Geld zu geben, stieß sie mehrmals mit dem Messer in seine Richtung. Dabei traf sie ihn an einer Hand. Es entstand eine stark blutende Wunde, die der 13-Jährige erstversorgte. Die Frau verließ das Zimmer und versteckte daraufhin das gereinigte Messer.

Polizeistreifen der Polizeiinspektion Graz-Karlauerstraße und der SIG (schnelle Interventionsgruppe) nahmen die Frau fest und verbrachten sie anschließend in das Polizeianhaltezentrum Graz. Ebenfalls wurde gegen sie ein Betretungs- und Annäherungsverbot gegenüber der Familie ausgesprochen.

Einbruchserie

Frohnleiten, Bezirk Graz-Umgebung. – In der Nacht von Montag auf Dienstag, 27. Dezember 2022, kam es zu mehreren Einbrüchen in elf verschiedenen Geschäften. Die Täter sind bislang unbekannt.

Gegen 01.00 Uhr brachen zwei unbekannte Täter in mehr als zehn verschiedene Geschäfte rund um den Frohnleitner Hauptplatz ein. Dabei brachen die Täter die Eingangstüren mit einem Brecheisen auf. Bei manchen Geschäften blieb es nur bei einem Versuch. Beamte der Polizeiinspektion Frohnleiten nahmen die Ermittlungen auf. Die Schadenshöhe ist noch Gegenstand laufender Ermittlungen.

Die Täter wurden bei der Tat beobachtet, konnten jedoch vor Eintreffen der Polizeistreifen flüchten. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief negativ. Einer der Täter dürfte sich nach den Einbrüchen auf einem nahegelegenen Balkon für mehrere Stunden versteckt haben. Als ihn die Bewohnerin entdeckte, ergriff er die Flucht. Dabei hinterließ er ein vermutliches Tatwerkzeug (Brecheisen).

Beschreibung Täter 1: etwa 185 cm groß, normale Statur, bekleidet mit heller Hose und dunkler Jacke, dunkler Hauttyp

Beschreibung Täter 2: etwa 175 cm groß, schlanke Statur, bekleidet mit beiger Hose und dunkler Jacke mit über dem Kopf gezogener Kapuze

Zeugenhinweise an die Polizeiinspektion Frohnleiten unter 059 133 / 6135 erbeten.

Mit Fahrzeug abgestürzt

Turnau, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – In der Nacht auf Dienstag, 27. Dezember 2022, kam ein vollbesetztes Fahrzeug von einer Forststraße ab. Der Pkw stürzte über eine steile Böschung. Vier Personen im Alter von 51 bis 58 Jahren erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Eine weitere Person (75) musste schwerverletzt mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

Die Gruppe aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag war gegen 22.30 Uhr mit dem Pkw von der Turnauer Alm in Richtung Greith unterwegs. Die eisigen Verhältnisse dürften dazu geführt haben, dass der derzeit unbekannte Lenker des Fahrzeuges von der Forststraße abgekommen ist.

70 Meter abgestürzt

Alle Fahrzeuginsassen stürzten über ein steiles Waldstück ab. Der Pkw überschlug sich dabei mehrmals. Einsatzkräfte (Feuerwehr, Rettung, Bergrettung und Polizei) versuchten zur Unfallörtlichkeit vorzudringen. Die Zufahrt gestaltete sich dabei aufgrund der eisigen Fahrbahnverhältnisse als äußerst schwierig. Ein schwerverletzter Mann (75) musste mittels Rettungshubschrauber in das LKH Bruck an der Mur transportiert werden. Die restlichen Beteiligten konnte von der Rettung erstversorgt und ebenfalls in Richtung Krankenhaus nach Bruck an der Mur transportiert werden. Sie dürften Knochenbrüche und Platzwunden erlitten haben.

Ermittlungen zur Unfallursache

Die Polizeiinspektion Thörl führt derzeit die Ermittlungen zur Unfallursache. Dazu gehört auch die Feststellung des Unfalllenkers.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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