Red Bulls haben im Oberösterreich-Krimi knapp das Nachsehen

Salzburg holt in Linz einen schwer verdienten Punkt
Linz, 26. Dezember 2022 | Der EC Red Bull Salzburg musste sich im Auswärtsspiel der win2day ICE Hockey League gegen die Steinbach Black Wings Linz knapp mit 1:2 nach Penaltyschießen geschlagen geben. In einem rassigen und ausgeglichenen Duell ging es trotz vielfacher Chancen auf beiden Seiten mit dem 1:1 aus dem ersten Drittel bis in die letzte Entscheidung, wo die Linzer das Glück des Tüchtigen hatten. Verdient hätten sich heute beide Teams den Sieg.

In der mit Spannung erwarteten Partie zwischen den Red Bulls (ohne die Rekonvaleszenten Ty Loney, Troy Bourke, Paul Huber, Atte Tolvanen (krank) und Aljaž Predan) und den Black Wings Linz legten anfangs beide Teams den Schwerpunkt auf die Verteidigung. Es gab trotz guten Tempos kaum Möglichkeiten. Die Red Bulls wurden dann drückender, Thomas Raffl hatte die erste Top-Chance frei am linken Pfosten (6.). Mit Spieldauer wurden aber auch die Linzer besser, die Partie ging auf und ab. Salzburgs Torhüter David Kickert wurde einige Male geprüft, musste v.a. bei zwei, drei guten Distanzschüssen ohne Sicht höchst bereit sein. In der 17. Minute gingen die Linzer in Führung, Torschütze Brian Lebler war allerdings Nutznießer eines Salzburger Verteidigungsfehlers hinterm Tor und netzte eiskalt ein. Aber noch vor der Pause schlugen die Red Bulls zurück. Mario Huber traf im Powerplay 10 Sekunden vor der Sirene aus Halbdistanz – auch der Linzer Goalie Thomas Höneckl hat da nicht viel gesehen – und stellte auf den gerechten 1:1-Pausenstand.

Es folgte ein intensiver Schlagabtausch, in dem beide Teams mehrfach zu Top-Chancen kamen. Zunächst kamen die Hausherren stark aufs Eis zurück und sorgten anfangs für höchste Gefahr. David Kickert zeichnete sich bei zwei, drei Chancen mit guten Reaktionen aus. Dann wechselte das Momentum, die Red Bulls hatten mehrere Möglichkeiten mit Lucas Thaler (26.), Mario Huber (28.) – beide im Slot –, Nicolai Meyer mit einem Stangenschuss (33.) oder Dennis Robertson mit einem One-timer aus kurzer Distanz (34.) auf dem Schläger. In der Schlussphase waren wieder die Linzer am Drücker, scheiterten mehrfach an David Kickert oder den Salzburger Verteidigern, die sich regelmäßig in die Schüsse warfen. Nach einem von beiden Seiten gleichermaßen stark gespielten zweiten Drittel und vielen Chancen blieb es nach 40 Minuten trotzdem beim 1:1, weiterhin gerecht verteilt.

Und es ging so weiter. Mario Huber verpasste die erste Möglichkeit beim 2-auf-1 am rechten Pfosten (43.). Fast im Gegenzug traf Niklas Bretschneider (44.) ebenfalls beim 2-auf-1 die Scheibe nicht. In der Tonart ging es weiter, beide schenkten sich nichts und kamen im hektischer werdenden Spiel abwechselnd zu Möglichkeiten. In der 51. Minute verhinderte Linz‘ Thomas Höneckl beim Schuss von Tim Harnisch direkt vorm Gehäuse die mögliche Salzburger Führung. In der Schlussphase hielten die Red Bulls Großteils die Scheibe in der Offensivzone, wo es aber vor dem Tor kaum ein Durchkommen gab. In der 59. Minute vereitelten David Kickert und Andrew MacWilliam in Co-Produktion bei einem guten Linzer 3-auf-2-Konter noch einmal Schlimmeres; es ging in die Verlängerung. Die verlief genauso spannend wie die 60 Minuten davor mit wechselnden Chancen. Aber es musste schließlich ins Penaltyschießen gehen und dort traf nur der Linzer Michael Haga und holte den Gastgebern den extra Punkt. Die Red Bulls unterlagen somit in Linz nach Penaltyschießen, haben aber gemeinsam mit den Black Wings ein starkes Spiel gezeigt und nehmen zumindest einen Punkt mit.

Salzburgs Torhüter-Backup war heute übrigens zum ersten Mal der 22-jährige Villacher Luca Egger, der seit dieser Saison in der Red Bull Eishockey Akademie zuhause ist. Er kam im Sommer aus Linz, wo er 2020/21 schon zwei Bundesligaspiele absolviert hat.
Salzburgs Head Coach Matt McIlvane
„Das einzige Tor, das wir bekommen haben, ist etwas unglücklich passiert. Danach hatten wir viele Chancen, hätten viel öfter treffen können. Und wir haben gegen ein offensiv-starkes Team richtig gut verteidigt. Wir können besser und geradliniger spielen, hatten aber genug Möglichkeiten. Wir haben heute halt einfach nicht getroffen.“


win2day ICE Hockey League
Steinbach Black Wings Linz – EC Red Bull Salzburg 2:1 (1:1, 0:0, 0:0) SO

Tore:
1:0 | 18:09 | Brian Lebler
1:1 | 19:50 | Mario Huber | PP
2:1 | 65:00 | Michael Haga | PS

Zuschauer: 3.650
Die nächsten Spiele der Red Bulls
Mi, 28.12.22 | BEMER Pioneers Vorarlberg – EC Red Bull Salzburg | 19:30
Fr, 30.12.22 | EC Red Bull Salzburg – HK SŽ Olimpija | 19:15
So, 01.01.23 | EC Red Bull Salzburg – EC IDM Wärmepumpen VSV | 16:30 | Puls 24

win2day ICE Hockey League

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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