Jugendliche als Tatverdächtige ausgeforscht. Aktuelle steirische Polizeimeldungen.

Leoben. – Fünf Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren stehen im Verdacht, zwischen Juni und Juli 2022 mehrere Objekte mit Graffitis besprüht zu haben. Die Verdächtigen sind teilweise geständig. Der Gesamtschaden beträgt rund dreißigtausend Euro.

Im Zeitraum von Ende Juni bis einschließlich Juli 2022 beschädigten vorerst unbekannte Täter in den Stadtteilen Donawitz und Seegraben zahlreiche Objekte vorwiegend durch Besprühen mit Graffitis.
Dabei besprühten die Unbekannten insbesondere Mülltonnen, Bushaltestellen, Verkehrszeichen, Reklametafeln sowie Hausmauern mit dem Graffiti-Tag „GHOST“.

Nach umfangreichen Ermittlungen durch Beamte der Polizeiinspektion Leoben – Josef Heißl Straße in Zusammenarbeit mit Beamten des operativen Kriminaldienstes Leoben konnten fünf tatverdächtige Jugendliche (14, 15 (3x) und 16 Jahre alt) ausgeforscht werden.
Insgesamt 22 Sachbeschädigungen im Bezirk Leoben konnten ihnen zugeordnet werden.

Die fünf aus dem Bezirk Leoben stammenden Tatverdächtigen zeigten sich teilweise geständig. Sie werden der Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt.

Mopedlenkerin kollidierte mit Pkw

St. Margarethen an der Raab, Bezirk Weiz. – Montagabend, 26. Dezember 2022, kam es zu einer Kollision zwischen einer Mopedlenkerin und einem Pkw. Die 15-Jährige wurde mit einer schweren Verletzung in die Kinderklinik Graz gebracht.

Gegen 18.35 Uhr wollte eine 15-jährige Mopedlenkerin aus dem Bezirk Weiz die Glawoggenbachbrücke in nördliche Richtung befahren. Zur gleichen Zeit fuhr ein 35-jähriger Pkw-Lenker in die entgegengesetzte Richtung. An einer engen Stelle der Brücke kollidierte die 15-Jährige mit dem linken Bein und der linken Fahrzeugseite des Mopeds mit dem Pkw, wodurch sie zu Sturz kam und eine schwere Verletzung erlitt.

Der 35-Jährige sowie nachkommende Mopedfahrerinnen leisteten sofort Erste Hilfe und setzten die Rettungskette in Gang. Die Lenkerin wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt in die Kinderklinik nach Graz gebracht.

Der Pkw-Lenker aus dem Bezirk Weiz blieb unverletzt. Ein mit ihm durchgeführter Alkotest verlief negativ.

Die Feuerwehr St. Margarethen an der Raab war mit drei Fahrzeugen und 15 Personen im Einsatz.

Verkehrsunfall mit Personenschaden

Bad Loipersdorf, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. – Ein 22-Jähriger wurde Montagnachmittag, 26. Dezember 2022, auf der L444 von einem Pkw erfasst. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Gegen 17.25 Uhr wollte ein 22-jähriger „Neujahrspieler“ für seine nachfolgenden Musiker zum Überqueren der L444 die Fahrzeuge anhalten. Dabei dürfte der Mann einen aus Richtung Loipersdorf herannahenden Pkw übersehen haben. Die 43-jährige Fahrzeuglenkerin aus dem Bezirk Jennersdorf konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und erfasste den Fußgänger mit der rechten Vorderseite des Pkw.

Der 22-Jährige aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld erlitt schwere Verletzungen und wurde nach der notärztlichen Versorgung ins LKH Feldbach gebracht.

Ein durchgeführter Alkotest bei der Fahrzeuglenkerin verlief negativ. Die Lenkerin sowie Angehörige des Verletzten wurden vom KIT-Team betreut.

Die Feuerwehr Dietersdorf war mit drei Fahrzeugen und 15 Personen im Einsatz.

„Falscher Polizist“: Bereits vierte Festnahme

Graz, Bezirk Lend. – Steirische Polizisten nahmen kurz vor Weihnachten, 21. Dezember 2022, einen 21-jährigen Deutschen fest. Der Mann versuchte unter dem bekannten Modus „Falscher Polizist“, zwei Grazerinnen  (72, 73) um eine hohe Geldsumme zu betrügen. Es handelt sich bereits um die vierte Festnahme seit Oktober 2022.

„Falsche Polizisten“ sind nach wie vor in der Steiermark aktiv. Am 19. Dezember 2022 versuchten zwei männliche Betrüger unter dem Vorwand als „Polizeioberinspektor sowie Polizeinotrufbeamter“ eine 73-jährige Grazerin zur Übergabe von Bargeld zu überreden. Um die Glaubwürdigkeit des  Gespräches zu unterstreichen, wurde die Frau zusätzlich auch mit einer „Polizeipsychologin“ verbunden. Der vorgetäuschte Sachverhalt ist bekanntlich nicht neu: „Ihr Vermögen ist durch eine auf der Flucht befindliche Räuberbande gefährdet. Holen Sie ihr Bargeld von der Bank und übergeben Sie es an uns. Wir kommen zu ihrer Wohnadresse.“

Telefonkontakt über drei Tage

Die Täter kontaktierten dabei das Opfer mehrmals und erschlichen sich somit ihr Vertrauen. Die Frau begab sich tatsächlich zu ihrer Hausbank und wollte dort eine hohe Bargeldsumme beheben. Aus Sicherheitsgründen war dies jedoch nicht möglich.

Misstrauen verhinderte schweren Betrug

Die 73-Jährige wurde misstrauisch und teilte einem Verwandten ihr Vorhaben mit. Es kam daraufhin zu einer Anzeige bei der Polizeiinspektion Graz Lend. Die ersterhebenden Beamten reagierten rasch und verständigten das Grazer Kriminalreferat, diese wiederum das Landeskriminalamt Steiermark. So gelang es in kürzester Zeit, kriminaltaktische Maßnahmen zu setzen.

Bei geplanter Übergabe festgenommen

Kriminalisten des Stadtpolizeikommandos Graz nahmen an der Wohnadresse der 73-Jährigen, den tatverdächtigen Deutschen (21) fest. Im Zuge der weiteren Ermittlungen, welche kooperativ von den Betrugsgruppen des Stadtpolizeikommandos Graz und des Landeskriminalamtes für Steiermark geführt worden sind, gelang es die Unterkunft des Mannes in Graz auszuforschen. Bei den Erhebungen konnte somit auch ein weiterer Betrugsversuch, zum Nachteil einer 72-jährigen Grazerin, der gegenständlichen Täterschaft zugeordnet werden.

Täter ist nicht geständig

Der „Falsche Polizist“ ist zum Sachverhalt nicht geständig. Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete seine Einlieferung in die Justizanstalt Graz-Jakomini an. 

Präventionsmaßnahmen: Neuer Hinweis

Ein Ermittler des Landeskriminalamtes dazu: „Bei diesem konkreten Sachverhalt möchten wir auf die Art und Weise der Kommunikation hinweisen. Die Täter pflegten mit ihren Opfern neben dem Versuch, eine sehr amtliche Sprache zu imitieren, manchmal auch einen sehr rüden und manchmal einen zu legeren Umgangston. Auch darauf sollte die Bevölkerung achten und misstrauisch reagieren und verdächtige Vorfälle sofort bei der Polizei (133) anzeigen. Vor allem wenn die vorgeblichen Polizisten bereits weitere Anrufe angekündigt haben, wäre es ganz wichtig die „echte Polizei“ so schnell wie möglich zu informieren.“

Ermittlungserkenntnisse hilfreich

Der Betrugsermittler führt aus, dass sich die Ermittlungserkenntnisse der letzten drei Festnahmen bemerkbar machen. „Mit Hilfe der steirischen Bevölkerung gelang es uns, seit Oktober 2022 bereits vier Täter festzunehmen. Mit jeder einzelnen Festnahme erlangen wir neue Erkenntnisse, welche uns bei den Ermittlungen helfen.“

Sozialleistungsbetrug

Graz/Graz-Umgebung. – Ein 50-Jähriger steht im Verdacht im Zeitraum von Februar 2018 bis Mai 2022 gewerbsmäßigen Betrug begangen zu haben. Die Schadenshöhe beträgt mehrere Zehntausend Euro. Der Mann wird angezeigt.

Beginnend mit Februar 2018 bezog der 50-jährige nigerianische Staatsbürger unrechtmäßig Sozialleistungen des AMS (Arbeitsmarktservices). Er unterließ es, meldepflichtige Einkünfte ordnungsgemäß zu melden. Dadurch entstand ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro.

Illegale grenzüberschreitende Abfallverbringungen

Aufgrund intensiver Ermittlungen des Kriminalreferates Graz (Sozialleistungsbetrug) konnte des weiteren in Erfahrung gebracht werden, dass der 50-Jährige im Zeitraum von 2018 bis 2022 Altwaren (Fahrzeugteile und Fahrzeuge) in großen Mengen gesammelt hat. Diese lagerte er in Graz-Umgebung zwischen, ohne die dafür notwendigen Berechtigungen vorweisen zu können. Anschließend organisierte er Transporte der Waren nach Afrika, um diese mit hohem Gewinn zu verkaufen.

Bei den Altwaren handelte es sich um nicht gefährliche (Altreifen) sowie gefährliche Abfälle (Altfahrzeuge). Der Transport solcher Waren nach Afrika ist ausnahmslos verboten. Der Mann wird bei der Staatsanwaltschaft Graz angezeigt.

Sittlichkeitsdelikt: Ermittlungen eingeleitet

Sankt Barbara im Mürztal, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – Eine Frau Mitte zwanzig soll am Abend des 19. Dezember 2022 von zwei unbekannten Männern im Bereich einer Kletterhalle zu Boden gedrückt und im Gesicht verletzt worden sein. Laut Angaben des Opfers versuchten die Täter ihr die Kleidung vom Oberkörper zu reißen.

Der Vorfall soll sich laut Anzeige gegen 19.30 Uhr auf einem dunklen Feldweg im Bereich einer Kletterhalle in Mitterdorf ereignet haben. Dabei soll einer der beiden Täter der Frau ins Gesicht geschlagen und sie anschließend zu Boden gedrückt haben. Laut Angaben des Opfers gelang es ihr, sich am Boden liegend loszureißen und die Flucht nach Hause zu ergreifen. Ihr Lebensgefährte verständigte daraufhin telefonisch die Polizei. Mehrere Einsatzkräfte führten daraufhin eine örtliche Fahndung durch. Diese wurde um 22.30 Uhr ergebnislos abgebrochen.

Tatörtlichkeit geändert

Das Landeskriminalamt Steiermark (Außenstelle Niklasdorf) führt nun die weiteren Ermittlungen. Bei der späteren Opfervernehmung änderte die Frau die Angaben zur Tatörtlichkeit. Diese soll nicht wie ursprünglich vom Opfer angegeben im Bereich eines dunklen Feldweges liegen, sondern direkt am Parkplatz der besagten Kletterhalle. Die 26-Jährige erlitt laut einem ärztlichen Befund des Krankenhauses Bruck an der Mur, Schwellungen und Rötung im Bereich ihres Gesichtes.

Zeugenaufruf

Das Landeskriminalamt bittet um Hinweise. Die beiden Männer sollen zwischen 180 und 185 cm groß sein und eine mittlere Statur haben. Beide sollen einen dunklen Vollbart tragen und einen dunklen Hautteint haben. Sie sollen zum Tatzeitpunkt dunkel bekleidet gewesen sein. Hinweise direkt an den Journaldienst des Landeskriminalamtes Steiermark, 059-133-60-3333 oder 133.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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