Skibergsteigen: Top Ten für Johanna Hiemer (Erhart) im Individual

Johanna Hiemer und Sarah Dreier sorgten mit Platz 8 und 12 auf der zweiten Weltcupstation der Skibergsteiger für einen versöhnlichen Abschluss. Bei den Herren belegte Armin Höfl im italienischen Ponte Di Legno den 16. Rang im Individualrennen.

Der Start in das zweite Weltcupwochenende verlief für die ÖSV-Skibergsteiger eher enttäuschend. Im Sprintrennen bei Flutlicht im italienischen Ponte Legno konnten sich zwar sowohl Johanna Hiemer als auch Sarah Dreier bei den Damen und Armin Höfl, Daniel Zugg und Paul Verbnjak für die Finalläufe qualifizieren. Im Viertelfinale war dann jedoch Endstation. Mit Platz 20 holte Höfl das beste Ergebnis für die Herren. Daniel Zugg (27) und Paul Verbnjak (29) komplettierten die Top-30. Johanna Hiemer kam bei den Damen auf Platz 21 ins Ziel, Sarah Dreier wurde 26.. Der Sieg ging an die Französin Celia Perrillat-Pessey vor Marianna Jagercikova (SVK) und Lena Bonnel (FRA).

Hiemer auf Platz 8 im Individual
Bereits bei der Besichtigung zeigte sich Johanna Hiemer begeistert von der Individualstrecke, die mit rund 1200 Metern und insgesamt 26 Wechseln, steilen Tragepassagen im Neuschnee und Abfahrten im freien Gelände durchaus anspruchsvoll war. So konnte sich die Steirerin von Beginn an in den Top-Ten festsetzen und belegte am Ende einen ausgezeichneten 8. Rang. Die zweite ÖSV-Dame im Feld, Sarah Dreier, war zu Beginn des Rennens im Spitzenfeld zu finden. Die Vertical-Spezialistin hatte jedoch mit den vielen Wechseln und vor allem mit einem vereisten Fell zu kämpfen und fiel in der zweiten Hälfte des Rennens bis auf Platz 12 zurück.
Bei den Herren lief Armin Höfl ein taktisch kluges Rennen. Der Stierer teilte sich seine Kräfte gut ein, konnte im letzten Abschnitt noch einige Plätze gut machen und letztendlich als bester Österreicher den 16. Platz sichern. Paul Verbnjak, der zu Beginn des Rennens noch vor Höfl lag, fiel in der letzten Runde leicht zurück und musste wohl auch seiner, erst jüngst durchgemachten Grippe Tribut zollen. Er kam mit Platz 22 ebenso in die Top 30 wie Daniel Ganahl, der als 27. die Ziellinie querte.

Platzierungen im Überblick:
Sprintrennen – Freitag, 16.12.22
Johanna Hiemer – 21
Sarah Dreier – 26
Armin Höfl – 20
Daniel Zugg – 27
Paul Verbnjak – 29
Andreas Mayer – 31
Julian Tritscher – 41
Daniel Ganahl – 44
Christof Hochenwarter – 46

Individual – Sonntag, 18.12.22
Johanna Hiemer – 8
Sarah Dreier – 12
Armin Höfl – 16
Paul Verbnjak – 22
Daniel Ganahl – 27
Christof Hochenwarter – 49
Julian Tritscher – 53
Nils Oberauer – 55
Hannes Lohfeyer – 64
Andreas Mayer – DNF

Stimmen:

Johanna Hiemer:
“Nach meinen beiden verpatzten Sprints freue ich mich heute riesig über den 8. Platz im Individual. Es war sehr hart mit der Kälte und der Höhe. Alle hatten heute Probleme mit den Fellen. Ich kam mit viel Glück bis zum Schluss gut durch. Die Abfahrten machten mir so viel Spaß wie noch nie. Ein perfekter Abschluß des Weltcup Jahres.”

Sarah Dreier:
“Das Wochenende in Italien war sehr gut für mich. Das Sprintrennen war zwar sehr hart, da das Tempo enorm war. Beim Individual konnte ich aber eine gute Laufleistung zeigen. Leider hatte ich große Probleme mit den Fellen und habe dadurch wertvolle Zeit und Platzierungen verloren. Nun freue ich mich auf eine gute Regeneration und eine schöne Zeit mit meiner Familie.“

Armin Höfl:
„Mit Platz 20 im Sprint und dem 16. Platz im heutigen Individual kann ich positiv nach vorne blicken. Die Richtung stimmt und bis zum nächsten Weltcup im Jänner, weiß ich nun genau, woran ich noch arbeiten muss. Die Top-10 als Ziel, sehe ich im neuen Jahr durchaus realistisch.“

Paul Verbnjak:
„Am Freitag war ich mir noch gar nicht sicher, ob ich überhaupt starten kann, weil ich bis Mitte der Woche noch mit einem grippalen Infekt zu kämpfen hatte. Dafür ist es dann im Sprint halbwegs gut gelaufen Das heutige Individual war körperlich extrem anstrengend, aber ich habe mich mental sehr stark gefühlt. Platz 22 ist sicherlich unter den Umständen in Ordnung, aber ich weiß, dass deutlich mehr in mir steckt.“

Matthias Gumpenberger – Cheftrainer ÖSV Skibergsteigen:
„Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit den Leistungen an diesem Wochenende. Wir werden jetzt über die Feiertage noch tüfteln, um den Rückstand zu verkleinern. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen und wo die Reise hin gehen soll. Die Saison ist noch lange.“

Bild ÖSV/Weigl: Johanna Hiemer im Individual auf Platz 8

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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