Nordische Kombination in Ramsau: Lisa Hirner starke Zweite / Fabio Obermeyr in den Punkterängen

Erfolgreicher Tag für Österreichs Kombinierer:innen. Lisa Hirner springt und skatet am Fuße des Dachsteins zu Platz 2 und damit zu ihrem besten Karriereergebnis. Bei den Herren fand Johannes Lamparter wieder fast zu alter Stärke zurück, der Tiroler verpasst als Vierter nur haarscharf das Podest.

Damen:

Bei den Damen verschaffte sich Lisa Hirner bereits im Springen eine super Ausgangsposition für die Loipe. Die Steirerin segelte auf 93 Meter, verpatzte jedoch etwas die Landung. Daraus resultierte der zwischenzeitliche zweite Rang, ihr Rückstand auf Leaderin Westvold Hansen betrug 42 Sekunden. Annalena Slamik kam heute nicht ins Fliegen, die Tirolerin lag zur Halbzeit bereits mit 2min 20sek Rückstand auf dem 15. Rang.

Im Rennen lief Hirner nahezu das ganze Rennen gemeinsam mit der Deutschen Nathalie Armbruster. Während der Abstand nach vorne zu groß war und Gyda Westvold Hansen einen Start-Ziel Sieg feierte, konnten die beiden die herannahende starke Läuferin Ida Marie Hagen (NOR) erfolgreich auf Abstand halten. Im Zielsprint konnte sich Hirner dann entscheidend absetzen und den zweiten Platz nach Hause laufen.

„Ich bin richtig happy, mein bestes Weltcupergebnis und das zuhause vor Freunden und Familie. Das freut mich gerade richtig. Vor allem weil ich mich nicht zu hundert Prozent fit gefühlt habe vor dem Rennen, ich war etwas verkühlt. Ich bin echt stolz, dass ich mich so überwinden hab können.  Auch auf der Schanze klappt es immer besser, ich schaffe es immer mehr, die Lockerheit vom Training in den Wettkampf zu bringen“, so eine glückliche Lisa Hirner im Ziel.

Annalena Slamik büßte im Rennen noch einen Platz ein, Platz 16 für die Tirolerin in der Endabrechnung.

Herren:

Bei den Herren war es wieder Jarl Magnus Riiber, der auf der Schanze und auf der Loipe den Ton angab. Der Norsker knallte mit 98,5 Meter die Tageshöchsteweite in den Auslauf, sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Ryota Yamamoto betrug 28 Sekunden. Bereits als Dritter und bester Österreicher ging Lokalmatador Franz-Josef Rehrl (+51sek) auf die 10km, Johannes Lamparter folgt Rehrl als Fünfter mit einer Minute Rückstand. Ebenso im Spitzenfeld platzierten sich die Rettenegger-Brüder als 6. (Thomas R.; +1min) und 11. (Stefan R.; 1min 14sek)

Beim Start-Ziel Sieg von Jarl Magnus Riiber biss sich Johannes Lamparter in einer Verfolgergruppe fest. Befanden sich zuerst noch mehrere Athleten in der Gruppe, setzten sich nach und nach die starken Läufer durch. So waren es zum Schluss nur noch Vinzenz Geiger, Jens Luraas Oftebro und Lamparter, die um die verbliebenen zwei Plätze am Podest kämpften. In der letzten Runde konnte Lamparter das hohe Tempo nicht mehr mitgehen und musste Geiger und Oftebro ziehen lassen. Trotzdem resümiert der Tiroler positiv:

„Es war ein cooler Tag, auf der Schanze habe ich endlich wieder einen richtig guten Sprung zeigen können. Das war schon sehr befreiend nach den letzten Wettkämpfen, in denen es nicht so gelaufen ist. Das Rennen war dann so brutal schnell, wir haben von Anfang an Tempo gemacht, ich in der ersten und Vinzenz in der zweiten Runde. In Runde drei haben mich dann die Kräfte verlassen, fürs Podium hat es knapp nicht gereicht. Nichts desto trotz bin ich zufrieden und hoffe, dass es so weitergeht.“

Der Salzburger Stefan Rettenegger landet als Neunter und zweitbester Österreicher  ebenso noch in den Top Ten.

Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Athleten:
19. Mario Seidl
21. Martin Fritz
22. Lukas Greiderer
25. Thomas Rettenegger
29. Fabio Obermeyr
30. Franz-Josef Rehrl
41. Philipp Orter

Morgen Samstag finden die letzten Weltcupbewerbe der nordischen Kombination vor Weihnachten statt.

Zeitplan:

Samstag, 17.12.2022
08:00 Probedurchgang HS 98 Damen
08:45 Sprungdurchgang HS 98 Damen
09:25 Sprungdurchgang HS 98 Herren
13:35 Langlauf Damen 5km
15:10 Langlauf Herren 10km

Rang 4 für Müllauer beim Big-Air-Weltcup in Copper


*** Salzburger souverän in den Top-5 beim heutigen Big-Air Weltcup in Copper Mountain (USA)***

Bei einem spannenden und technisch anspruchsvollen Big-Air Weltcup Finale in Copper Mountain, konnte Müllauer mit zwei spektakulären Sprüngen seine internationale Klasse unter Beweis stellen. Der Salzburger erreichte mit einer Gesamtpunktzahl von 170.50 Punkten den 4. Rang und verpasste nur knapp das Podest in Copper Mountain (USA). Der Sieg geht an den Norweger und Olympiasieger Birk Ruud vor Newcomer Timothe Sivignon (FR) und Sebastia Schjerve (NOR).

Ein spektakuläres Big-Air Weltcupfinale wurde heute in Copper Mountain (USA) ausgetragen, bei dem der Salzburger, Lukas Müllauer, Nervenstärke zeigte. „So wie das Finale heute angefangen hat, mit einem Crash im ersten Durchgang, dachte ich mir schon, dass es heute eine harte Nummer wird.“ Das heutige Big-Air Weltcup Wettkampf Format bestand aus drei Durchgänge, bei dem die besten zwei Sprünge gewertet wurden. Im ersten Durchgang zeigte Müllauer einen „Switch Double 18“ den er leider überdrehte und zu Sturz kam. Im zweiten Durchgang versuchte der Salzburger seinen „Switch Double 18“ erneut, und konnte damit seine ersten Punkte an diesem Tag anschreiben. Im dritten Durchgang zeigte Müllauer einen „Double 1980 Blunt Grab“ den er souverän jedoch nicht ohne kleinere Fehler landen konnte. „What a day! – Den 19er hätte ich definitiv noch besser machen können, aber so bin ich jetzt wirklich zufrieden mit dem heutigen Tag und mit meinem 4 Platz!“, strahlt Müllauer. „Rang 4 beim heutigen Finale ist natürlich sehr zufriedenstellend. Lukas konnte heute ganz vorne mitmischen und zeigen, was er drauf hat. Trotz seines nicht ganz perfekten dritten Sprungs noch immer in den Top 5 zu sein, zeigt das hohe Tricklevel und auch das Podiums-Potenzial von Lukas. Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag.“, so Martin Premstaller (Cheftrainer Freeski).

Mit einem 11 Rang verpasste Matej Svancer nur knapp den Einzug in das Finale der besten 10 Herren. Lediglich 1.75 Punkte fehlten dem Salzburger zum Finaleinzug. Svancer zeigte in der Qualifikation einen NBD (never-be-done) Sprung, der sich durch seine komplexe und herausfordernde Landung auszeichnet. „Natürlich war es bei Matej super bitter, aber sein Nosebutter double 16 mit einem ‚Nose-heavy landing‘ auf tail press und wieder zurück auf switch in der Landung, wird sicher im Gedächtnis bleiben. Diese komplexe Landung wurde noch von niemanden auf der Welt gemacht. Die Judges waren bei dieser Trickbewertung auch redlich überfordert, da der Sprung nicht durch seine Rotation, sondern seine Landung an Schwierigkeit gewinnt. Diesen Sprung in ein Ranking einzusortieren war eine große Herausforderung, daher geht hier keine Kritik an die Jury bei der Bewertung dieser Freeski-Neuheit“, so Premstaller. Der Vorarlberger, Julius Forer, zeigte heute in Copper zwei souveräne Sprünge und nimmt mit Rang 28 wichtige Erfahrungen sowie erste FIS-Punkte mit.

Lara Wolf zeigte in der Qualifikation einen sehr soliden „Switch Bio 9 Saftey Grab“, welcher mit 78.00 Punkte bewertet wurde. Die Tirolerin landete auf dem 9. Rang und verpasste ebenfalls nur knapp den Einzug in das Finale der besten 8 Damen. „Bei Lara war es ebenfalls sehr schade, dass es nicht für ein Finale gereicht hat. Ich bin aber überzeugt, dass wir auch hier auf dem richtigen Weg und Lara schon bald vorne mitspielen kann. Nun liegt der Fokus auf einem guten weiteren Training.“, so Premstaller.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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