Snowboard: Andreas Prommegger triumphiert bei Weltcup-PGS in Carezza

Andreas Prommegger hat den Erfolgslauf der rot-weiß-roten Raceboarder:innen prolongiert! Der 42-jährige Salzburger hat am Donnerstag den Weltcup-Parallelriesentorlauf auf dem anspruchsvollen „Pra-Di-Tori“-Hang in Carezza (ITA) gewonnen und damit für den dritten Saisonsieg des ÖSV-Teams nach den PSL-Triumphen von Sabine Schöffmann und Alexander Payer am vergangenen Sonntag in Winterberg (GER) gesorgt.

Nach Platz zwölf in der Qualifikation zog Prommegger im 16er-Finale durch Laufsiege über Sangkyum Kim (KOR/+0,25), Elias Huber (GER/+0,56) und Roland Fischnaller (ITA/+0,56) in das große Finale gegen Dario Caviezel ein, in dem der Schweizer den besseren Start erwischte. Doch ab dem Mittelteil zündete Prommegger den Turbo und hatte am Ende um zehn Hundertstelsekunden das bessere Ende für sich. Dritter wurde Fischnaller, der sich im kleinen Finale gegen seinen italienischen Landsmann Maurizio Bormolini durchsetzte.

„Das war heute eine brutale Challenge, denn dieser Hang zählt zu den schwierigsten auf unserer Tour. Hier kommt noch dazu, dass es im Finale immer extrem dunkel ist und man keinen Kontrast auf der Piste sieht. Im Parallelriesentorlauf haben mir zuletzt die Topplatzierungen gefehlt, deshalb bin ich extrem happy über diesen Sieg“, jubelte Prommegger, der in diesem Winter im PGS eine andere Board-Marke fährt als im Parallelslalom. „Ich wollte damit einen neuen Reiz setzen, weil kleine Veränderung manchmal ganz gut tun – auch für den Kopf“, erklärte Prommegger, der seinen 22. Weltcup-Einzelsieg feierte – den ersten in einem Parallelriesentorlauf seit Februar 2019 in Pyeongchang (KOR).

Zweitbester Österreicher wurde Fabian Obmann, der als Fünfter sein bestes Weltcupresultat im Parallelriesentorlauf herausfuhr. Nach einem Auftaktsieg über Mirko Felicetti (ITA) lieferte der Kärntner auch Fischnaller im Viertelfinale ein spannendes Duell, das der Lokalmatador am Ende mit einem Vorsprung von 0,40 Sekunden für sich entschied. „In der ersten Runde war das Glück auf meiner Seite, da habe ich auch von einem Fehler von Mirko (Felicetti, Anm.) profitiert. Im Viertelfinale bin ich dann gegen einen ganz Großen (Fischnaller, Anm.) ausgeschieden, aber ich bin mit meiner Leistung absolut zufrieden“, sagte Obmann.

Olympiasieger Benjamin Karl unterlag im Viertelfinale Dario Caviezel und landete in der Endabrechnung auf Rang acht. Winterberg-Sieger Alexander Payer musste im Achtelfinale Elias Huber den Vortritt lassen, verteidigte jedoch als Tageszehnter mit 126 Punkten vor Prommegger (118) und Caviezel (112) seine Führung im Gesamtweltcup. Für Arvid Auner (31.), Sebastian Kislinger (32.), Matthäus Pink (33.), Dominik Burgstaller (34.) und Aron Juritz (nach Torfehler im ersten Quali-Lauf nicht gewertet) war in der Qualifikation Endstation.

Daniela Ulbing bei den Damen auf Rang sieben

Bei den Damen landete Daniela Ulbing als beste Österreicherin auf Platz sieben. Die Dritte der Qualifikation gab zunächst in der Runde der letzten 16 der Schweizerin Jessica Keiser um 0,99 Sekunden das Nachsehen, musste sich jedoch im Viertelfinale nach einem schweren Fehler im Mittelteil der Polin Aleksandra Krol (+0,42) geschlagen geben. „Das war sehr ärgerlich, denn ich bin bis zu diesem Zeitpunkt ein sehr gutes Rennen gefahren“, so Ulbing.

Claudia Riegler (20.) und Sabine Schöffmann (24.) erwischten bereits in der Qualifikation keine fehlerfreien Läufe und verpassten daher das Finale. Der Sieg ging an die Niederländerin Michelle Dekker, die im großen Finale Krol bezwang. Rang drei sicherte sich die Schweizerin Ladina Jenny vor der Slowenin Gloria Kotnik.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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