Altausseer Gemeinderäte beziehen Stellung zum Schreiben von Vivamayr, Salinen Austria AG und Loser Bergbahnen

Stellungnahme der Gemeinderäte der SPÖ und ÖVP Altaussee zum Schreiben der Betriebe Vivamayr, Salinen Austria AG, Salzwelten und Loser-Bergbahnen vom 25.11.2022.

In einem Artikel der Tageszeitung Der Standard am 16.11.2022 wurde der Gemeindekassier und Fraktionsvorsitzende des DLA, Dipl. Ing Martin Dämon in Bezug mit Aussagen gegen die Person Dr. Androsch und dessen Betriebe mehrfach zitiert, u.a. mit “ Es gibt bereits einen Braindrain, weil das was Herr Androsch anbieten kann, sind nur Jobs als Zimmermädchen oder Liftwarte. Und die kommen großteils eh schon aus Ungarn“.

Aufgrund dieser und bereits vorangegangener Aussagen des Gemeindekassiers DI Martin Dämon haben sich die Gemeinderäte der SPÖ sowie der ÖVP zu folgender Stellungnahme entschlossen:

  • Die Gemeinderäte von SPÖ und ÖVP bekennen sich zu allen Altausseer Wirtschaftsbetrieben, so auch zum Betrieb Vivamayr, den Salinen Austria, den Salzwelten sowie den Loser-Bergbahnen. In den genannten Betrieben wurden und werden zahlreiche Facharbeiter ausgebildet und wird somit aktiv zur Bekämpfung des Facharbeitermangels beigetragen. Es darf hierzu angeführt werden, dass laufend Lehrlinge in allen Altausseer Wirtschaftsbetrieben ausgebildet wurden. Diese Betriebe stellen das Rückgrat unserer Gemeinde dar, zum Beispiel bestreiten allein die Vivamayr, Salinen, Salzwelten und Loser-Bergbahnen 38 % der Kommunalsteuereinnahmen der Gemeinde Altaussee.
  • Die Gemeinderäte der SPÖ und ÖVP distanzieren sich von der Aussage des Gemeindekassiers DI Martin Dämon, dass in den genannten Betrieben nur Zimmermädchen oder Liftwarte ihre Beschäftigung finden. Die Salinen Austria beschäftigen am Standort Altaussee 59 Facharbeiter und Akademiker. Das Vivamayr beschäftigt in Altaussee 122 Angestellte mit medizinischer Fachausbildung sowie ausgebildete Kräfte in der Gastronomie. Die Loser-Bergbahnen beschäftigen 47 Facharbeiter, die Salzwelten Altaussee und Hallstatt beschäftigen insgesamt 66 Mitarbeiter
  • Die Gemeinderäte der SPÖ und ÖVP distanzieren sich von einer Abqualifizierung der Berufsgruppen und Zimmermädchen, wie sie vom Gemeindekassier DI Martin Dämon durchgeführt wurde. Reinigungspersonal und Betreuer der Liftanlagen stellen eine wichtige Säule im Dienstleistungssektor des Vivamayr und im Betrieb der Liftanlagen der Loser-Bergbahnen dar, ohne deren Arbeit ein Betrieb nicht möglich wäre.
  • Die Gemeinderäte der SPÖ und ÖVP distanzieren sich von Aussagen des Gemeindekassier DI Martin Dämon, welcher Personen aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert.
  • Die Gemeinderäte distanzieren sich von Aussagen des DI Martin Dämon, welche die Person Dr. Androsch herabwürdigt. Die Gemeinde Altaussee arbeitete in den vergangenen Jahren sehr gut mit Herrn Dr. Androsch zusammen. Viele Projekte wären ohne die Unterstützung eines Dr. Androsch und vielen anderen Personen nicht umsetzbar gewesen.
  • Die angeführten Gemeinderäte distanzieren sich von Forderungen des DLA, dass Gemeinderäte der Gemeinde Altaussee nur tätig sein dürfen, wenn sie nicht in einem Arbeitsverhältnis mit Betrieben stehen, die Herrn Dr. Androsch zuzuordnen sind (z.B. Salinen Austria, Loser-Bergbahnen oder Vivamayr).
  • Für die Gemeinderäte der SPÖ und der ÖVP ist es selbstverständlich, dass die Arbeit im Gemeinderat für das Wohl von Altaussee durchzuführen ist, Verknüpfungen mit einem Arbeitsverhältnis in welcher Form auch immer, sind vollkommen indiskutabel und stellen für die angeführten Gemeinderäte eine Diskriminierung dar.

Die Gemeinderäte der SPÖ und ÖVP fordern die Gemeinderäte des DLA, Mag Thomas Jeide, Eva Schartner, sowie Viktoria Stasta auf, sich von den angeführten Aussagen des DI Martin Dämon zu distanzieren.

Den Gemeindekassier DI Martin Dämon fordern die Gemeinderäte der SPÖ und ÖVP zu einer öffentlichen Entschuldigung sowie zum Rücktritt auf.

Für die Fraktion der ÖVP: Für die Fraktion der SPÖ:

Gerald Loitzl, BGM Stefan Pucher, Vizebgm

Mag. Barbara Ronacher, GR Hans Kainzinger, GR

Mag. Max Pürcher, GR Mag. Harald Pernkopf, GR

Alexander Gulewicz, GR Martina Gaisberger, GR

Ing. Maria Reischenböck, BA, GR

Christian Hütter, GR

Phillip Winkler, GR

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Comments

  1. Herrn Dr. Androsch zu kritisieren, dessen geplante Projekte in Altaussee kritisch zu hinterfragen, ist wohl nicht gewünscht. Der Gemeinderat aus Altaussee disqualifiziert sich durch diese einseitige Stellungnahme und fordert ein gewähltes Gemeinderatsmitglied
    zum Rücktritt auf und fordert von seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern eine öffentliche Entschuldigung. Krass….- Demokratie ?
    Altaussee würde es nicht schaden, etwas sensibler mit seinen sehr wertvollen Ressourcen umzugehen. Aber offensichtlich will man das nicht.
    Lieber unterstützt man finanzielle Investitionen eines Industriellen und ehem. Politikers
    ohne Kritik unter Zuhilfenahme dessen Argumenten der Arbeitsplatzschaffung. Glaube nicht, daß das auf Dauer für die ansonsten sehr liebenswerte Gemeinde gut ist

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