Ab Jänner wird Parken im Nationalpark Gesäuse kostenpflichtig

Nach 5 Jahren der Vorbereitung geht am 1.1.2023 die Parkplatzbewirtschaftung in Betrieb.

Der Nationalpark Gesäuse, der einzige Nationalpark der Steiermark und ihre größte Fläche, wo sich die Natur frei entfalten kann, bemüht sich seit 5 Jahren um eine Verbesserung der Parkplatzsituation. 

Ab dem neuen Jahr wird Parken im Nationalpark Gesäuse und den wichtigsten Parkplätzen in dessen Umgebung, wie zB auf der Buchau, kostenpflichtig. Ein Parkticket für einen Kalendertag wird 6 Euros kosten. Das erwirtschaftete Geld wird zweckgebunden in die Verbesserung der Parkplätze und in die Instandhaltung der Wanderwege investiert werden.

2017 gab es erste Gespräche und Bemühungen, das sommerliche Parkchaos an der Salza und die winterliche Parküberlastung in Johnsbach in den Griff zu bekommen. An der Salza fand die Gemeinde Landl bald eine Lösung. In Johnsbach rutschten bestehende Parkplätze mit der Überarbeitung der Wildbach- und Lawinengefahren in die rote Zone und dann hieß es zusperren oder sichere Parkplätze anlegen.

„Wir sahen uns als Nationalpark in der Verantwortung und haben die Initiative übernommen“, sagt Nationalparkdirektor Herbert Wölger und erklärt, dass eine Qualitätsverbesserung der Parkplätze und bessere Regulierung längst überfällig waren. 

Rechtzeitig zum Start der Skitourensaison wurden im hinteren Johnsbachtal zwei neue Parkplätze für je ca. 70 PKWs angelegt und der Grabneralm-Parkplatz auf der Buchau vergrößert. Forstdirektor Andreas Holzinger von den Steiermärkischen Landesforsten, die für die Buchau zuständig sind, erklärt, dass die Kapazität an Stellplätzen bereits deutlich erweitert wurde und für 2023 weitere Stellplätze investiert werden. 

Die neuen Parkplätze erlauben besseres und sicheres Abstellen, sollen Anrainerbeschwerden verhindern, wie sie in der Vergangenheit immer wieder vorkamen und begrenzen auch die maximale Anzahl der Autos. Denn eines will weder der Nationalpark noch der Tourismusverband: soviel Skitourengeher, dass für den Einzelnen das gesäusetypische Naturerlebnis verloren geht.

Der neue „Ebnerparkplatz“ in Johnsbach, © Nationalpark Gesäuse
Parkplatz-Informationssystem, © Nationalpark Gesäuse

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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