Skicross: Johannes Rohrweck feiert in Val Thorens seinen zweiten Weltcupsieg

Johannes Rohrweck hat für einen Traumstart des ÖSV-Teams in die Weltcupsaison 2022/23 gesorgt. Der Oberösterreicher triumphierte am Donnerstag im ersten von zwei Rennen in Val Thorens (FRA) und feierte damit vor dem Deutschen Tobias Müller und dem Schweizer Jonas Lenherr seinen zweiten Weltcuperfolg, nachdem er im Februar 2021 auf der steirischen Reiteralm zu seinem Premierensieg gerast war. Der Vorarlberger Mathias Graf landete bei seinem Weltcupdebüt als Vierter des kleinen Finales auf dem achten Gesamtrang. Der Niederösterreicher Tristan Takats belegte als Dritter seines Achtelfinal-Heats in der Endabrechnung Platz 20.

Bei den Damen fuhr Andrea Limbacher als beste Österreicherin auf Rang sieben. Die Vorarlbergerin Sonja Gigler klagte nach einem Sturz im Halbfinale über Kopfschmerzen, trat deshalb im kleinen Finale nicht mehr an und wurde Achte. Die Steirerin Katrin Ofner holte als Zehnte einen weiteren Top-Ten-Platz für die ÖSV-Damen. Der Sieg ging an die schwedische Olympiasiegerin Sandra Näslund vor der Kanadierin Marielle Thompson und der Schweizerin Talina Gantenbein.

Johannes „Johnny“ Rohrweck legte durchwegs gute Starts und vier fehlerfreie Fahrten hin. „Das war ein hartes Stück Arbeit, denn die Gegner waren von der ersten Runde an sehr stark. Mein Rennplan war, gut aus dem Start zu kommen und dann Abschied zu nehmen, und das ist perfekt aufgegangen“, freute sich der 32-jährige Oberösterreicher, für den der Erfolg in Val Thorens eine besondere Bedeutung hat. „Der erste Weltcupsieg zu Hause auf der Reiteralm war natürlich eine Riesensache. Der heutige Erfolg hat aber ebenfalls einen hohen Stellenwert für mich, denn Val Thorens gehört zusammen mit Idre Fjäll zur Skicross-Hochkultur.“

Mathias Graf fuhr als Achter in seinem ersten Weltcuprennen ein starkes Ergebnis ein, ganz zufrieden war der Vorarlberger mit seiner Vorstellung allerdings nicht: „Meine Fehlerquote war heute noch etwas zu hoch, ich habe keine Fahrt ganz sauber ins Ziel gebracht. Dass es trotz einiger Fehler am Ende der achte Platz geworden ist, stimmt mich für die nächsten Aufgaben allerdings positiv. Ich freue mich, dass ich morgen gleich die nächste Chance bekomme, um einige Dinge besser zu machen“, sagte Graf.

Andrea Limbacher holte mit Rang sieben ihr bestes Weltcupresultat seit Februar 2019, als sie in Sunny Valley (RUS) Sechste geworden war. „Ich bin grundsätzlich mit meinen Fahrten zufrieden. Das Material ist super marschiert, deshalb habe ich in den Heats auch attackieren und gut mithalten können. Jetzt blutet mir natürlich das Herz, dass ich die Qualifikation für das morgige Rennen nicht geschafft habe“, so Limbacher.

Für eine Schrecksekunde sorgte die amtierende Junioren-Weltmeisterin Sonja Gigler, die nach einem Sturz im Halbfinale mit dem Kopf auf der Piste aufschlug und kurz benommen war. Im Ziel konnte die Vorarlbergerin aber Entwarnung geben: „Mir ist in der ersten Negativkurve die Bindung aufgegangen, deshalb bin ich beim darauffolgenden Sprung gestürzt und ziemlich hart auf die Piste geprallt. Der Kopf brummt zwar ein wenig, ansonsten ist zum Glück alles in Ordnung“, sagte Gigler.

Für das zweite Weltcuprennen am Freitag in Val Thorens haben sich bei den Herren neben Rohrweck, Graf und Takats auch der Vorarlberger Claudio Andreatta und der Oberösterreicher Daniel Traxler qualifiziert, bei den Damen Gigler und Ofner.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


error: (c) arf.at