ÖSV Wintersportsplitter nordisch: Pinkelnig erneut am Podest: Dritte in Lillehammer (NOR)

ÖSV-Skispringerin Eva Pinkelnig hat nach ihrem zweiten Platz von der Normalschanze in Lillehammer (NOR) nachgelegt: Am Sonntag belegte sie auf der Großschanze, dem Lysgardsbakken, den dritten Platz. Sara Marita Kramer, am Samstag noch Dritte von der Normalschanze, wurde diesmal Siebte. Für die norwegischen Gastgeberinnen gab es einen Doppelsieg durch Silje Opseth und Anna Odine Ström.

Die übrigen Österreicherinnen landeten allesamt in den Punkterängen: Chiara Kreuzer belegte Platz 14, Jacqueline Seifriedsberger Platz 28 und Hannah Wiegele Platz 30. Mit ihrem vierten Podestplatz im vierten Saisonbewerb behält Eva Pinkelnig die Führung im Gesamtweltcup. Am kommenden Wochenende sind sowohl die Damen als auch die Herren in Titisee-Neustadt (GER) im Einsatz.

STIMMEN

Eva Pinkelnig: „Ich habe das heute richtig genoßen. Jeder einzelne Sprung hat seine coolen Momente gehabt und auch seine Challenges. Ich hab’s durchgezogen und freu mich jetzt mega über den dritten Platz. Ich habe heute die Trainingssprünge ausgelassen und der Plan hat super funktioniert.“

Harald Rodlauer (Damen-Cheftrainer): „Das war ein sehr erfolgreiches Wochenende für uns. Sehr erfreulich die Top-Leistung von der Eva über das ganze Wochenende. Gestern auch der dritte Platz von Sara, die heute gute Siebte geworden ist. Chiara Kreuzer hat sich heute ebenfalls gesteigert. Wir führen im Gesamtweltcup, wir führen im Nationencup. Es ist viel passiert an diesem Wochenende und wir sind gut in die Saison gestartet.“

Mario Seidl auf Platz 5 in Lillehammer


Drei ÖSV-Athleten in Top Ten

Beim heutigen Großschanzenbewerb in Lillehammer (NOR) wurde Mario Seidl als bester Österreicher Fünfter. Der Sieg geht an Jarl Magnus Riiber vor Jens Luraas Oftebro (beide NOR) und Vinzenz Geiger (GER).

Der Sprungdurchgang verlief für die ÖSV-Asse sehr positiv. Nicht weniger als vier Athleten platzierten sich im Springen in den Top Ten. Der weiteste unter den rot weiß roten Sportlern war dabei wieder Mario Seidl. Der Pongauer segelte auf 139 Meter, was ihm Platz 3 und 28 Sekunden Rückstand auf den Halbzeitführenden Jarl Magnus Riiber einbrachte. Franz-Josef Rehrl folgte als Vierter (+58sek) sowie Martin Fritz auf Platz 8 (+1min28sek) und Stefan Rettenegger auf dem 9. Rang (+1min 34sek).

Im Langlaufenrennen lief Oftebro schnell auf Seidl auf, welcher sich in den Windschatten des Norwegers hängte. In Runde 3 musste Seidl jedoch reißen lassen und von dort weg alleine kämpfen. Hinter Seidl näherte sich mit Franz-Josef Rehrl und zwei Franzosen die erste Verfolgergruppe, von noch weiter hinten kam, angeführt von Vinzenz Geiger, eine weitere Gruppe angesprintet. Auf den letzten Metern ins Stadion wurde Seidl dann von Vinzenz Geiger und seinem Landsmann Johannes Rydzek eingeholt und verpasste so nur knapp eine Stockerlplatzierung. Auch wenn es heute für ganz vorne nicht reichte, zeigte das Team mit drei Athleten in den Top Ten (Franz-Josef Rehrl auf Platz 9 und Stefan Rettenegger auf Platz 10) eine gute Teamleistung.

Die weiteren Platzierungen der Österreicher:

  1. Martin Fritz
  2. Johannes Lamparter
  3. Thomas Rettenegger
  4. Christian Deuschl
  5. Philipp Orter

Stimmen:

Mario Seidl: (5.) „Grundsätzlich bin ich schon sehr happy mit meinem Wettkampf heute, es war wieder ein großer Schritt nach vorne. Ich merke, dass ich schön langsam wieder ums Podest mitfighten kann. Im ersten Moment ist es schon schade, dass ich in der letzten Kurve noch eingeholt wurde. Ich nehme jedoch das Positive mit, die Form steigt und die Saison ist noch lang. Jetzt freue ich mich auf eine paar Tage ruhiges Training und dann auf unseren ersten Heimweltcup in Ramsau am Dachstein.“

Franz-Josef Rehrl: (9.) „Heute war es ein recht guter Wettkampf von mir, schon auf der Schanze habe ich einen guten Sprung gezeigt. Die Ausgangsposition für das Rennen war am Ende dann doch sehr schwierig, ich war mit mittelmäßigen Läufern zusammen. Die schnellen Läufer sind dann von hinten gekommen, wir haben bis zum Schluss alles gegeben und gut zusammengearbeitet. Zum Schluss ist es dann auf einen Schlusssprint hinausgelaufen.“

Der Weltcup der nordischen Kombinierer macht jetzt ein Wochenende Pause und geht dann in Ramsau am Dachstein in die nächste Runde, wo am 16. und 17. Dezember zwei Wettkämpfe für Herren und Damen von der Normalschanze stattfinden.

Hauser in der Verfolgung auf Rang neun

Zum Abschluss der Weltcup-Bewerbe in Kontiolahti (FIN) absolvierten die Damen heute ihr erstes Verfolgungsrennen in dieser Saison. Lisa Hauser, die nach ihrem gestrigen Sieg im Sprint mit Startnummer eins ins Rennen ging, lieferte dabei erneut eine ansprechende Performance ab. Die Tirolerin leistete sich insgesamt drei Strafrunden und belegte mit einem Rückstand von 1:04,7 Minuten Rang neun. Auf der Loipe präsentierte sich die 28-Jährige wieder in guter Form und darf sich damit über ein weiteres Top-Ten-Ergebnis freuen.

Der Sieg ging heute an Julia Simon. Die Französin setzte sich ohne Schießfehler und mit einem Vorsprung von 11,9 Sekunden gegen die ebenfalls fehlerfrei gebliebene Italienerin Dorothea Wierer durch. Rang drei sicherte sich die Schwedin Elvira Oeberg (+21,7 sec./1 Fehlschuss).

Die restlichen Österreicherinnen schafften ebenfalls eine Platzierung in den Weltcup-Punkterängen. Dunja Zdouc, die von Rang 48 ins Rennen gestartet war, leistete sich zwei Fehlschüsse und verbesserte sich im Endklassement auf Rang 33 (+3:13,2 min.). Julia Schwaiger belegte mit drei Strafrunden Rang 36 (+3:37,4 min.).

STIMME:

Lisa Hauser (Rang neun): „Das Rennen war eigentlich solide. Am Schießstand habe ich heute ein bisschen gezaubert, das hat leider nicht optimal funktioniert. Mir sind dort einige kleine Fehler passiert, die einfach ärgerlich sind und mich auch ein wenig aus der Konzentration gebracht haben. Trotzdem ist es wieder eine Top-Ten-Platzierung und es war alles in allem ein richtig cooles Wochenende für mich. Jetzt freue ich mich schon sehr auf die Heimrennen in Hochfilzen.“

David Komatz verbessert sich auf Rang 19

Bei den Herren zuvor ging der Sieg in der Verfolgung an den Norweger Johannes Thingnes Boe. Der Sprintsieger von gestern war auch heute nicht zu schlagen, leistete sich insgesamt drei Strafrunden und setzte sich mit 19,2 Sekunden Vorsprung gegen seinen Landsmann Sturla Holm Laegreid (2 Fehlschüsse) durch. Rang drei ging an den Franzosen Emilien Jacquelin (+47,3 sec./2 Fehlschüsse).

Für das beste österreichische Ergebnis sorgte heute David Komatz. Der Steirer, der das Rennen von Platz 39 in Angriff genommen hatte, verbesserte sich dank einer fehlerfreien Schießleistung um insgesamt 20 Plätze und belegte am Ende mit einem Rückstand von 2:46,0 Minuten Rang 19. Auch Simon Eder und Felix Leitner arbeiteten sich im Laufe des Rennens deutlich nach vorne und belegten mit jeweils zwei Fehlschüssen die Ränge 26 (+3:19,6 min.) und 28 (+3:19,7 min.). Harald Lemmerer klassierte sich im Endergebnis auf Rang 56.

Alessandro Hämmerle bei SBX-Weltcup-Start als 14. bester Österreicher

Der Weltcup-Auftakt ist für die heimischen Snowboardcrosser am Sonntag in Les Deux Alpes (FRA) nicht nach Wunsch verlaufen! Starker Wind und schlechte Sicht sorgten für schwierige Bedingungen, dazu war das Tempo aufgrund von Neuschnee im Vergleich zum Training und der Qualifikation in manchen Passagen fast schon grenzwertig niedrig.

Von den fünf für das 32er-Finale qualifizierten ÖSV-Herren überstand einzig Olympiasieger Alessandro Hämmerle die Auftaktrunde. Im Viertelfinale war dann aber auch für den Vorarlberger Endstation, womit Hämmerle als bester Österreicher auf Platz 14 landete. „Unser Team hat sich den Saisonstart natürlich ganz anders vorgestellt. Es war ein spezielles Rennen bei sehr schwierigen Verhältnissen, das wir schnell abhaken müssen, damit es schon in Cervinia und dann im Montafon besser klappt“, richtete Hämmerle den Blick gleich wieder auf die noch bevorstehenden Dezember-Rennen.

Die Platzierungen der weiteren Österreicher: 17. Jakob Dusek, 22. Julian Lüftner, 26. Andreas Kroh und 30. Lukas Pachner. Der Sieg ging an den amtierenden Weltcup-Gesamtsieger Martin Nörl (GER) vor Omar Visintin (ITA) und Eliot Grondin (CAN). Das ohne österreichische Beteiligung ausgetragene Damenrennen gewann die Australierin Josie Baff vor den beiden Französinnen Chloe Trespeuch und Lea Casta.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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