ÖSV – Wintersportsplitter: Lisa Hauser jubelt über Sprintsieg

Lisa Hauser war beim heutigen Sprintrennen in Kontiolahti (FIN) eine Klasse für sich und feierte mit einer sensationellen Leistung bereits im zweiten Einzelwettkampf des noch jungen Winters ihren ersten Saisonsieg. Mit einer fehlerfreien Schießleistung und einer eindrucksvollen Performance auf der Loipe lieferte die Tirolerin eine nahezu perfekte Vorstellung ab und sicherte sich damit den vierten Weltcupsieg ihrer Karriere. Zudem darf sich die 28-Jährige mit dem Erfolg heute auch über eine großartige Ausgangsposition für das morgige Verfolgungsrennen freuen.
17,3 Sekunden hinter der Österreicherin belegte Lisa Vittozzi Rang zwei. Die Italienerin leistete sich zwar eine Strafrunde, schaffte aber dank einer starken Laufleistung den Sprung auf das Podest. Rang drei sicherte sich die fehlerfrei gebliebene Schwedin Linn Persson (+24,2 sec.).

Die weiteren Österreicherinnen verpassten hingegen eine Platzierung in den Weltcup-Punkterängen. Julia Schwaiger und Dunja Zdouc belegten mit jeweils einem Schießfehler die Ränge 42 und 48. Katharina Komatz und Anna Juppe verpassten mit den Plätzen 68 und 74 die Qualifikation für die Verfolgung.

STIMME:

Lisa Hauser (Siegerin): „Es ist einfach unglaublich und ich kann gar nicht beschreiben, was in mir vorgeht. Das hätte ich mir nie erwartet, dass ich jetzt mit einem Sieg in einem Sprintrennen dastehe. Das erste Einzelrennen war extrem hart, aber in der Staffel hat es schon wieder viel besser funktioniert und jetzt darf ich mich schon über einen Sieg freuen. Die Vorbereitung war wirklich sehr schwierig und dann so einen Erfolg zu feiern, ist einfach unglaublich. Ich muss mich beim gesamten Team und allen Leuten, die mich immer unterstützt haben, bedanken. Dieser Erfolg ist einfach richtig cool.“

Weiteres Weltcup-Programm Kontiolahti (FIN):
Sonntag, 04.12.2022, Verfolgung Herren, 12.15 Uhr
Sonntag, 04.12.2022, Verfolgung Damen, 14.15 Uhr

Lisa Hirner in Lillehammer starke Dritte


Stefan Rettenegger wird bei den Herren Elfter

Am zweiten Wettkampftag der Damen in Lillehammer (NOR) wird Lisa Hirner starke Dritte. Die Steirerin musste sich nur Dominatorin Gyda Westvold Hansen sowie Ida Marie Hagen (beide NOR) geschlagen geben. Bei den Herren skatet Stefan Rettenegger beim Sieg von Jens Luraas Oftebro (NOR) als bester Österreicher auf Platz Elf.

Lisa Hirner platzierte sich bereits im Springen mit einem tollen Sprung auf 95,5 Meter auf dem dritten Platz. Ihr Rückstand auf die Halbzeitführende Gyda Westvold Hansen betrug 58 Sekunden, eine Sekunden vor Hirner ging die Italienerin Annika Sieff auf die Strecke. Hirner konnte Sieff im Rennen abschütteln, von hinten näherten sich jedoch Ida Marie Hagen, die das rote Trikot der schnellsten Läuferin trägt, sowie die Deutsche Nathalie Armbruster. Während Hagen das stärkste Finish hatte und Zweite wurde, gab es zwischen Hirner und Armbruster ein Photofinish um Platz drei. Lisa Hirner hatte dabei hauchdünn die Nase vorne und wird starke Dritte. Anna-Lena Slamik und Claudia Purker beendeten den heutigen Wettkampf auf den Plätzen 14 (Slamik) und 19 Purker)

Herren:

Die ÖSV-Herren präsentierten sich auf der Schanze kompakt. Angeführt von Mario Seidl als Drittem (+8sek) befanden sich nach dem Springen nicht weniger als fünf ÖSV-Sportler innerhalb einer Minute Rückstand auf den Halbzeitführenden Jens Luraas Oftebro (NOR). Während Oftebro einen Start Ziel Sieg feierte, holte Jarl Magnus Riiber Mario Seidl von Platz vier kommend ein und konnte in Folge ihn und den Japaner Yamamoto abschütteln. Bis kurz vor Schluss hielt Seidl die dritte Position, ehe sich von hinten eine große Verfolgergruppe mit den stärksten Läufern näherte. Im Kampf um Platz drei setzte sich aus dieser Gruppe dann Vinzenz Geiger durch. Die Österreicher verpassen knapp die Top Ten Plätze, Stefan Rettenegger wird als bester Österreicher Elfter, gefolgt von Mario Seidl auf Platz 13.

Die weiteren Platzierungen der Österreicher:

  1. Franz-Josef Rehrl
  2. Martin Fritz
  3. Johannes Lamparter
  4. Christian Deuschl
  5. Thomas Rettenegger
  6. Philipp Orter

Stimmen:

Lisa Hirner: (3.) „Ich bin echt happy mit meiner Leistung heute. Auf der Schanze hat es schon super geklappt und auf der Loipe habe ich alles gegeben. Es war ein brutal hartes Rennen, mir hat in der zweiten Runde schon alles weh getan. Das Gefühl nach dem ersten Wochenende ist richtig gut, ich sehe, dass ich mit den besten mithalten kann. Und das, obwohl ich noch in beiden Disziplinen Luft nach oben habe. Gratulation an Gyda, die kombiniert in einer eigenen Liga.“

Resümee Cheftrainer Bernhard Aicher: „Mit Platz 3 und 4 von Lisa bin ich sehr zufrieden. Gestern war es richtig knapp zum Stockerl hin, heute hat es dann geklappt. Mit Annalena (Slamik, Anm.) und Claudia (Purker, Anm.) bin ich ebenso zufrieden, man darf nicht vergessen, dass Annalena viele Probleme in der Vorbereitung hatte und Claudia gerade erst ihr Comeback gegeben hat. Lisa hat ebenso in beiden Disziplinen noch Luft nach oben und die Saison hat gerade erst begonnen. Insofern gibt uns das Ergebnis viel Kraft und Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben.“

Stefan Rettenegger: (11.) „Das Rennen war heute deutlich besser, es geht bergauf in der Loipe. Beim Springen habe ich viel liegen lassen, da habe ich eindeutig mehr drauf. Insofern kann ich mit dem elften Platz heute zufrieden sein. Schade, dass wir als Team die Top Ten Plätze knapp verpasst haben.“

Während die Damen mit dem heutigen Wettkampf das Wochenende beenden, findet morgen Sonntag noch ein Einzelbewerb der Herren von der Großschanze statt.

Zeitplan:

Sonntag, 4. Dezember 2022
8.30 Uhr: offizielles Training HS 140
9.30 Uhr: Wertungsdurchgang HS 140
14.45 Uhr: Langlauf Herren 10km

Doppelstockerl für Skispringerinnen in Lillehammer (NOR)

Österreichs Skispringerinnen haben den Normalschanzenbewerb beim Weltcup in Lillehammer erfolgreich abgeschlossen. Die Führende im Gesamtweltcup, Eva Pinkelnig, wird Zweite unmittelbar vor ihrer Teamkollegin, der Gesamtweltcupsiegerin des Vorjahres, Sara Marita Kramer. Geschlagen wurden die beiden ÖSV-Adler nur von der Deutschen Katharina Althaus.

Mit Chiara Kreuzer auf Platz 23 und Hannah Wiegele auf Platz 29 gelang noch zwei weiteren Österreicherinnen den Sprung in die Punkteränge. Jacqueline Seifriedsberger verpasste auf Platz 31 den Sprung ins Finale nur knapp.

Für Eva Pinkelnig war es bereits der dritte Podestplatz im dritten Saisonbewerb. Für Sara Marita Kramer war es immerhin schon der zweite Sprung aufs Stockerl im laufenden Weltcup-Winter. Im Gesamtweltcup baut Eva Pinkelnig damit ihre Führung auf 160 Punkte aus. Sie liegt nun vor Silje Opseth aus Norwegen (136 Punkte) und Sara Marita Kramer (120 Punkte). Am morgigen Sonntag steht ab 16:30 Uhr (MEZ) der Großschanzen-Bewerb in Lillehammer am Programm.

STIMMTEN

Eva Pinkelnig: „Das war generell wieder ein super Sprung-Tägle! Ich habe meine Punkte gut umgesetzt. Wenn ich bei meinem Konzept bleibe, dann passt’s. Ich habe ein super Setup. Danke an alle Techniker und alle, die im Hintergrund arbeiten. So macht’s Spaß! Katharina Althaus war heute unschlagbar. Unglaublich hohes Niveau. Jetzt werden wir ein bisschen feiern und dann freu ich mich auf morgen, dass es einfach weit über die hundert Meter geht auf der Großschanze.“

Sara Marita Kramer: „Ich habe beim zweiten Sprung relativ gut umgesetzt, was ich mir vorgenommen habe. Da bringe ich einfach ein bisschen mehr Druck in den Tisch hinein und dann geht’s viel besser. Das Niveau ist sehr hoch und man muss sehr gut Skispringen, wenn man vorne dabei sein möchte. Ich weiß, dass das im Moment einfach noch nicht ganz selbstverständlich ist. Da nehme ich jeden guten Sprung. Fürs Selbstvertrauen ist das schon sehr wichtig.“

Harald Rodlauer (Damen-Cheftrainer): „Gratulation an Eva und Sara Marita. Wir können zufrieden sein, auch wenn wir natürlich mit den anderen Athletinnen, die da sind, noch Aufholbedarf haben. Aber das nehmen wir jetzt mal mit. Zwei am Podest, das ist nicht selbstverständlich. Die Stärke des Teams ist, dass wir sehr gut zusammenarbeiten, dass wir alle an einem Strang ziehen. Wir wissen, wo die Reise hingeht. Es macht jeder seinen Job sehr gut.“

ÖSV-Duo im Sprintfinale der Top-30

Beim Weltcup-Wochenende in Lillehammer (NOR) stand heute für die Damen und Herren ein Sprintrennen in der freien Technik auf dem Programm. Mit Michael Föttinger und Benjamin Moser gingen auch zwei ÖSV-Athleten an den Start, die sich beide mit einer starken Qualifikation einen Platz für das Finale der Top-30 sichern konnten. Das Duo verpasste anschließend in den finalen Heats zwar den Einzug in das Semi-Finale, durfte sich aber trotzdem über einen gelungenen Wettkampf freuen. Im Endklassement belegten Benjamin Moser und Michael Föttinger die Ränge 19 und 30.

Benjamin Moser schaffte zunächst mit Platz 17 in der Qualifikation souverän den Einzug in die Top-30 und bekam es im Viertelfinale mit dem Briten James Clugnet, dem US-Amerikaner Ben Ogden, dem Finnen Joni Maki sowie den beiden Norwegern Erik Valnes und Matz William Jenssen zu tun. Der Tiroler startete engagiert in das Rennen und konnte sich zu Beginn im Vorderfeld positionieren. In der zweiten Hälfte des Heats kämpfte der 25-Jährige zwar beherzt bis zum letzten Meter, ein Platz unter den besten zwei sollte sich jedoch nicht mehr ausgehen. Am Ende belegte Benjamin Moser als Viertplatzierter seines Viertelfinales im Gesamtergebnis den beachtlichen 19. Platz.

Für Michael Föttinger, der sich als 29. nur knapp einen Platz in den Finalläufen sicherte, verlief das Viertelfinale hingegen denkbar ungünstig. Der Österreicher versuchte sich früh in seinem Heat eine Spitzenposition zu verschaffen, kam jedoch bereits nach wenigen Metern zu Sturz. Damit waren die Chancen auf ein Weiterkommen in die nächste Runde bereits zu Beginn des Rennens dahin. Als Sechster seines Viertelfinales klassierte sich der Salzburger im Endklassement auf Rang 30.

An der Spitze sicherte sich der Norweger Johannes Hoesflot Klaebo vor dem Italiener Federico Pellegrino den Sieg. Auf Rang drei klassierte sich mit Even Northug ein weiterer Norweger.
Bei den Damen, heute ohne österreichische Beteiligung, siegte die Schwedin Emma Ribom vor ihrer Landsfrau Maja Dahlqvist und Norwegerin Tiril Udnes Weng.

STIMMEN:

Benjamin Moser (Rang 19): „Ich bin heute sehr zufrieden. Vor allem der Prolog war richtig gut und ich konnte bis zum Schluss ein hohes Tempo durchziehen. Das Viertelfinale ist mir leider taktisch nicht optimal gelungen und es wäre vielleicht sogar noch ein bisschen mehr möglich gewesen. Wir hatten heute perfektes Material und ich muss mich beim gesamten Team dafür bedanken. Heute bin ich wirklich zufrieden und sehr happy.“

Michael Föttinger (Rang 30): „Ich bin im Viertelfinale am Start super weggekommen und habe mich auch sehr gut gefühlt. Bei der ersten Kurve habe ich aber unnötigerweise zu viel Risiko genommen und dann geht es einfach extrem schnell und man liegt im Schnee. Ich habe dann noch alles versucht, aber nach vorne war leider nichts mehr möglich. Mit meinem Prolog war ich allerdings sehr zufrieden und jetzt freue ich mich schon auf den Sprint in Beitostolen (Anm. nächste Weltcupstation) kommendes Wochenende.“

Weiteres Weltcup-Programm Lillehammer (NOR):
Sonntag, 04.12.2022, 20 km Massenstart Damen (klassisch), 10.45 Uhr
Sonntag, 04.12.2022, 20 km Massenstart Herren (klassisch), 13.00 Uhr

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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