Biathlon: Starke ÖSV-Herren belegen Rang vier / Damenteam läuft auf Rang acht

Nach den beiden Einzelwettkämpfen stand heute in Kontiolahti (FIN) für die Herren das erste Staffelrennen der neuen Saison auf dem Programm. Dabei sorgte das österreichische Team mit einer geschlossen starken Leistung für den ersten Spitzenplatz in dem noch jungen Weltcup-Winter. Das ÖSV-Quartett in der Formation David Komatz, Simon Eder, Felix Leitner und Patrick Jakob lieferte vor allem am Schießplatz eine überragende Vorstellung ab und leistete sich im gesamten Rennen lediglich vier Fehlschüsse. Auch auf der Loipe präsentierte sich das rot-weiß-rote Team stark und belegte damit am Ende mit einem Rückstand von 2:31,2 Minuten den guten vierten Platz.

Den Sieg sicherte sich in souveräner Manier die Mannschaft aus Norwegen. Die Skandinavier in der Formation Vetle Sjaastad Christiansen, Sturla Holm Laegreid, Tarjei Boe und Johannes Thingnes Boe setzten sich mit insgesamt sieben Nachladern und einem Vorsprung von 43,9 Sekunden gegen das Team aus Deutschland durch (8 Nachlader). Das Podest komplettierte die Mannschaft aus Frankreich (+1:05,9 min./9 Nachlader).

Rennverlauf:

David Komatz lieferte gleich zum Auftakt eine starke Performance ab. Österreichs Startläufer blieb bei beiden Schießeinlagen fehlerfrei und klassierte die ÖSV-Staffel damit zu Beginn auf einer absoluten Spitzenposition. Der Steirer übergab als guter Vierter mit einem Rückstand von 21,2 Sekunden an Simon Eder. Österreichs Routinier konnte danach an die starke Leistung seines Teamkollegen anschließen. Nach einer fehlerfreien Liegendserie musste der Salzburger stehend zwei Nachlader in Kauf nehmen und positionierte die österreichische Mannschaft damit zur Hälfte des Rennens auf Rang sechs (+43,5 sec.). Anschließend startete Felix Leitner ins Rennen. Auch der Tiroler zeigte eine sehr gute Schießleistung, benötigte nur stehend eine Zusatzpatrone und übergab auf der vierten Position (+1:06,3 min.) an Patrick Jakob. Für den 26-Jährigen ging es nun darum, diese gute Platzierung ins Ziel zu bringen und der Tiroler meisterte diese schwierige Aufgabe mit Bravour. Österreichs Schlussläufer überzeugte, wie die gesamte Mannschaft, vor allem am Schießplatz, musste nur einen Fehlschuss in Kauf nehmen und überquerte am Ende als guter Vierter (+2:31,2 min.) die Ziellinie.

Stimmen:

David Komatz: „Ich habe mich in den letzten Tagen schon sehr auf dieses Rennen gefreut. Ich bin voller Zuversicht in den Wettkampf gestartet und konnte in der ersten Runde auch gleich gut mithalten. Der Nuller liegend war natürlich wichtig, weil ich danach wieder eine gute Gruppe zum Mitlaufen erwischt habe. Das Tempo in der zweiten Runde war dann ziemlich hoch, aber ich konnte auch stehend eine saubere Serie abliefern. Auf der Schlussrunde habe ich dann einfach versucht, noch alles herauszuholen und ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen. Das Rennen heute gibt mir auf jeden Fall Selbstvertrauen für die weiteren Wettkämpfe.“

Simon Eder: „In der Loipe ist es mir heute um einiges besser gegangen als im Einzel. Die zwei Nachlader waren natürlich schade, denn in der Staffel ist einfach jede Sekunde entscheidend. Die Top-6 waren vor dem Rennen unser Ziel und das haben wir heute erreicht.“

Felix Leitner: „Das war heute ein wirklich gutes Rennen und ich bin sehr zufrieden. Auf der Loipe war es vom Gefühl her ziemlich hart, aber ich konnte dennoch eine gute Leistung abrufen. Für das zweite Rennen der Saison war das heute absolut in Ordnung.“

Patrick Jakob: „Ich bin auf einer super Position in das Rennen gestartet und hatte hinter mir eine größere Lücke. Dadurch konnte ich mir das Rennen richtig gut einteilen. Beim Stehendschießen habe ich natürlich ein bisschen gezittert, aber ich glaube, ich habe das ganz gut gemeistert. Auf der Schlussrunde habe ich schon genau gewusst, wo ich attackieren werde und das ist hervorragend aufgegangen.“

Damenteam läuft auf Rang acht

Nach den Herren absolvierten auch die Damen heute in Kontiolahti (FIN) das erste Staffelrennen der Saison. Das österreichische Quartett in der Formation Dunja Zdouc, Lisa Hauser, Julia Schwaiger und Katharina Komatz lieferte dabei eine solide Vorstellung ab und belegte mit insgesamt neun Nachladern, einer Strafrunde und einem Rückstand von 3:29,2 Minuten Rang acht.

An der Spitze war die schwedische Mannschaft heute eine Klasse für sich. Linn Persson, Anna Magnusson sowie die beiden Schwestern Hanna und Elvira Oeberg setzten sich mit insgesamt sechs Nachladern und einem Vorsprung von 28,1 Sekunden gegen das Team aus Deutschland (6 Nachlader) durch. Rang drei ging an die Mannschaft aus Norwegen (+31,5 sec./3 Nachlader).

Rennverlauf:

Startläuferin Dunja Zdouc gelang zu Beginn des Rennens ein starker Auftakt. Die gewohnt treffsichere Kärntnerin zeigte auch heute zwei schnelle und vor allem fehlerfrei Schießeinlagen und übergab als Fünfte mit einem Rückstand von 23,2 Sekunden an Lisa Hauser. Die Tirolerin leistete sich anschließend insgesamt drei Nachlader, hielt sich aber weiterhin im absoluten Spitzenfeld und klassierte das ÖSV-Team zur Hälfte des Rennens mit einer starken Laufleistung auf Rang fünf (+8,6 sec.). Als nächstes startete Julia Schwaiger für das heimische Team ins Rennen. Die Salzburgerin benötigte insgesamt drei Zusatzpatronen und übergab als Siebte (+1:48,5 min.) an Katharina Komatz. Österreichs Schlussläuferin blieb zunächst liegend fehlerfrei, hatte jedoch beim abschließenden Stehendschießen einige Probleme. Die Salzburgerin benötigte alle drei Zusatzpatronen und musste anschließend einmal in die Strafrunde abbiegen. Auf der Loipe zeigte die 31-Jährige eine engagierte Leistung und überquerte am Ende als Achte (+3:29,2 min.) die Ziellinie.

Stimmen:

Dunja Zdouc: „Das erste Staffelrennen der Saison ist natürlich immer etwas Besonderes, speziell wenn man als Startläuferin ins Rennen geht. In der Loipe habe ich mich heute eigentlich sehr gut gefühlt. In der zweiten Runde musste ich allerdings relativ viel investieren, um eine Lücke nach vorne zu schließen und deswegen hat mir auf den letzten Metern vielleicht ein wenig die Power gefehlt. Aber mit meiner Gesamt-Performance bin ich zufrieden und fehlerfrei und ohne Nachlader zu bleiben, ist natürlich immer ein gutes Gefühl.“

Lisa Hauser: „Das heutige Rennen war für uns mit Platz acht sicher ein solider Auftakt. Was die Laufleistung betrifft, bin ich mit meinem Rennen heute sehr zufrieden. Es hat schon wieder viel mehr Spaß gemacht als gestern beim Einzelrennen. Am Schießstand muss ich noch ein bisschen besser arbeiten, damit ich die Nachlader schneller verarbeiten und auch wieder mit der Null weggehen kann. Von dem her weiß ich, was es am Wochenende noch zu verbessern gilt.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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