Raubüberfall: Rascher Fahndungserfolg. Aktuelle steirische Polizeimeldungen.

Graz, Bezirk Gries. – Ein 18-Jähriger steht im Verdacht, einen Gleichaltrigen mit einem Messer überfallen und beraubt zu haben. Polizisten nahmen den jungen Mann rasch fest. Er befindet sich in Haft.

Gegen 15.15 Uhr wurde eine Streife der Grazer Polizei am gestrigen Mittwoch, 30. November 2022, zum Esperantoplatz gerufen. Unweit davon entfernt hatte sich kurz davor ein Raub in der Annenstraße zugetragen. Dabei bedrohte der 18-jährige Afghane aus Graz einen Grazer (18) mit einem Messer, wobei er die Klinge offenbar nicht ausgeklappt hatte. In der Folge raubte er dem 18-jährigen Opfer das Mobiltelefon und flüchtete. Verletzt wurde niemand.

Rascher Fahndungserfolg

Polizisten nahmen den Tatverdächtigen im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung rasch fest. Bei ihm konnten die Beamten das zuvor beschriebene und offenbar bei der Tat verwendete Klappmesser sowie mehrere Mobiltelefone sicherstellen. Auch das zuvor geraubte Mobiltelefon des 18-Jährigen wurde sichergestellt.

Wie die Ermittlungen ergaben, dürften sich die beiden 18-Jährigen bereits aus der Schulzeit gekannt haben und in der Annenstraße spontan aufeinandergetroffen sein. Dem gegenständlichen Raub könnte eine verbale bzw. telefonische Drohung voraus gegangen sein. Zum Raub selbst zeigte sich der Tatverdächtige bei einer ersten Befragung geständig. Das genaue Motiv bzw. der Hintergrund der Tat ist Gegenstand laufender Ermittlungen des Kriminalreferats.

Betrügerische Krida und gefälschte COVID-Zertifikate

Bezirk Leibnitz. – Seit Juni 2021 führten Leibnitzer Kriminalisten umfangreiche Ermittlungen gegen einen 46-Jährigen. Dem Mann wird betrügerische Krida und Urkundenfälschung vorgeworfen. Der Verdächtige und dessen Freund (49) dürften gefälschte COVID-Zertifikate erworben und vertrieben haben.

Die Kriminaldienstgruppe Leibnitz führte die Ermittlungen gegen den 46-Jährigen aufgrund einer Anzeige. Der Verdacht der betrügerischen Krida mit einer Schadenssumme von einigen hunderttausend Euro galt schnell erhärtet. Seit 2017 gab der Verdächtige gegenüber der geschädigten Bank an, keine Einkünfte zu beziehen und kein Vermögen zu besitzen. In diesem Jahr meldete der Leibnitzer auch seinen Wohnsitz ab und verzog laut seinen Angaben nach Ghana.

Wohnsitz in Rumänien ausgeforscht

Die Kriminalisten aus Leibnitz führten die Ermittlungen intensiv weiter und forschten den tatsächlichen Aufenthaltsort des Mannes in Rumänien aus. Bei einem Heimatbesuch (Ende August) konfrontierten ihn die Polizisten jedoch mit dem gegen ihn bestehenden Tatverdacht. Fortgeführte Ermittlungen (Hausdurchsuchung, Öffnung von Bankkonten) ergaben, dass der Mann eine hohe Summe Bargeld mit einem monatlichen Einkommen von mehreren tausend Euro auf diversen Bankkonten besaß. Woher diese Einkünfte stammen ist derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen.

Gefälschte COVID-Zertifikate

Die Ermittlungen brachten zudem auch einen regen Handel mit gefälschten COVID-Zertifikaten ans Tageslicht. Im Verdacht steht aber nicht nur der 46-Jährige, sondern auch ein 49-jähriger Leibnitzer. Zusammen sollen die Beiden gefälschte COVID-Zertifikate erworben und im großen Stil, gewerbsmäßig an diverse Abnehmer in Leibnitz weiterverkauft haben. Mit dem Ermittlungsergebnis konfrontiert, zeigte sich der Ältere geständig. Der 46-Jährige zeigte sich lediglich teilgeständig. Die Ermittlungen dauern an. Beide Verdächtige werden der Staatsanwaltschaft Graz angezeigt.

Verkehrsunfall

Gleisdorf, Bezirk Weiz. – Donnerstagfrüh, 1. Dezember 2022, kam es zu einem Verkehrsunfall auf der LB 68. Ein 39-Jähriger erlitt dabei schwere Verletzungen.

Gegen 06.00 Uhr fuhr ein 60-Jähriger aus Graz mit einem LKW auf der LB 68 von Feldbach kommend in Fahrtrichtung Gleisdorf. Er fuhr auf die Autobahnauffahrt in Fahrtrichtung Wien auf. Ein 39-jähriger PKW-Lenker aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld fuhr in die entgegengesetzte Richtung und fuhr ebenfalls auf die Autobahnauffahrt in Fahrtrichtung Wien auf. Der 39-Jährige dürfte das dort befindliche Rotlicht missachtet haben, weswegen es zum Zusammenprall der beiden Fahrzeuge kam.

Der 39-Jährige erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen. Er wurde von dem Roten Kreuz in das LKH Graz verbracht. Die Feuerwehren Gleisdorf und Hofstätten waren mit 16 Kräften im Einsatz.

Festnahme nach Kellereinbrüchen

Graz, Bezirk Eggenberg. – Im August und September 2022 kam es zu einem Kellereinbruch und zwei Versuchen in Eggenberg. Ein 34-Jähriger konnte nun festgenommen werden.

Im August und September dieses Jahres kam es zu mehreren Versuchen und tatsächlichen Kellereinbrüchen. Vorerst unbekannte Täter stahlen Wertgegenstände im Wert von etwa 500 Euro.

Beamte des Kriminalreferates Graz führten hierzu Ermittlungen und kamen dem 34-Jährigen aus der Slowakei auf die Spur. Der Mann wurde Dienstagabend, 29. November 2022, nach einer gerichtlich bewilligten Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Graz festgenommen. Der Festgenommene zeigte sich bei den durchgeführten Einvernahmen nicht geständig.

Weitere Ermittlungen zu dem 34-Jährigen sind im Gange. Der Slowake wurde fristgerecht in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

Kind auf Laufrad von Pkw erfasst

Gleisdorf, Bezirk Weiz. – Donnerstagfrüh, 1. Dezember 2022, wurde ein zweijähriges Kind von einem Pkw erfasst und unbestimmten Grades verletzt.

Gegen 07:20 Uhr wollte ein zweijähriger Bub mit seinem Laufrad alleine den Schutzweg in der Alois-Grogger-Gasse überqueren. Dabei dürfte er von einer 49-jährigen Pkw-Lenkerin aus dem Bezirk Weiz übersehen worden sein. Das Kind aus dem Bezirk Weiz wurde vom Pkw erfasst und unbestimmten Grades verletzt.

Laut Angaben des 31-jährigen Vaters hielten sich er und sein Sohn in der Nähe eines Parkplatzes auf. Als er bemerkte, dass sich sein Sohn in einem kurzen unbeobachteten Moment entfernt hatte, hielt er sogleich Nachschau und konnte feststellen, dass sein Sohn von einem Pkw angefahren worden war. Den Unfall selbst hätte er nicht gesehen.

Nach der Erstversorgung wurde das Kind in die Kinderklinik nach Graz überstellt.

Brandursachenermittlung

Stadl-Predlitz, Bezirk Murau. –  Wie berichtet kam es Mittwochnachmittag, 30. November 2022, zu einem Großbrand. Nun liegt das Ergebnis der Brandursachenermittlung vor.

Die Brandursachenermittlung durch den Bezirksbrandermittler der Polizeiinspektion Neumarkt und die Sachverständigen der Landesstelle für Brandverhütung ergab, dass das Feuer mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich einer Selche ausbrach. Von dort breitete sich das Feuer auf das gesamte Carport und anschließend auf das Wohnhaus aus. Der Schaden wird auf eine siebenstellige Euro-Summe geschätzt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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