Vorschau auf den Langlauf-Weltcup in Lillehammer (NOR)

Nach dem Saison-Auftakt in Finnland zieht der Langlauf-Weltcup weiter nach Lillehammer (NOR), wo für die Damen und Herren kommendes Wochenende mit einem Sprint, einem 10 km Einzelstartwettkampf in der freien Technik und einem klassischen 20 km Massenstartrennen insgesamt jeweils drei Rennen geplant sind.

Teresa Stadlober wird am norwegischen Traditionsort die beiden Distanzrennen in Angriff nehmen und will den Aufwärtstrend von Finnland auch zu den Wettkämpfen im Olympia-Ort von 1994 mitnehmen. Der Fokus der Salzburgerin liegt dabei vor allem auf dem klassischen 20 km Massenstartrennen am Sonntag, für das sich die 29-Jährige einen Platz unter den Top-15 zum Ziel gesetzt hat.
Dasselbe Rennprogramm wird auch Mika Vermeulen in Lillehammer absolvieren und bei den Rennen über 10 km bzw. 20 km an den Start gehen. Der Steirer, der beim Auftakt in Ruka noch etwas unter seinen Erwartungen geblieben war, blickt dem Wettkampf-Wochenende in seiner Wahlheimat Norwegen dennoch optimistisch entgegen.
Verstärkung erhält das österreichische Duo von den beiden Sprintspezialisten Benjamin Moser und Michael Föttinger. Während sich der Tiroler Benjamin Moser vergangenes Wochenende in Livigno (ITA) auf die Rennen in Lillehammer vorbereitete, sammelte Michael Föttinger bei den FIS-Rennen im norwegischen Gaalaa eifrig Rennkilometer. Beide blicken ihrem ersten Weltcup-Einsatz in dieser Saison mit Spannung entgegen und werden beim Sprintrennen und über die 10 km in der freien Technik an den Start gehen.

ÖSV-Team Weltcup Lillehammer (NOR):
Damen (1): Teresa Stadlober
Herren (3): Michael Föttinger, Benjamin Moser, Mika Vermeulen

STIMMEN:

Teresa Stadlober: „Ruka war für mich schon ein schwieriger Einstieg in die neue Saison. Vor allem am Samstag war meine Performance einfach nicht gut und dementsprechend groß war dann auch mein Rückstand bei der Verfolgung. Am Sonntag hatte ich allerdings schon wieder ein viel besseres Gefühl und mit der 15. Laufzeit war das auch definitiv wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin meistens am Beginn einer neuen Saison noch nicht in Top-Form und brauche einfach ein paar Wettkämpfe, bis ich wieder im Rennrhythmus bin. Jetzt geht es weiter in Lillehammer, wo wir dieses Jahr allerdings wieder auf der Biathlon-Loipe laufen werden, was mir leider nicht wirklich entgegenkommt. Die Strecke ist relativ flach und letztes Jahr habe ich schon gemerkt, dass mir das nicht zugutekommt. Ich werde trotzdem beide Distanzrennen laufen, wobei mein Hauptaugenmerk ganz klar auf dem klassischen 20 km Massenstartrennen am Sonntag liegt, bei dem ich auch unter die Top-15 kommen möchte.“

Michael Bonfert (ÖSV World Cup Teamcaptain): „Die Stimmung im Team ist wirklich sehr gut, auch wenn die Ergebnisse in Ruka, vor allem am Samstag, natürlich nicht optimal waren. Bei der Verfolgung am Sonntag ist Teresa (Anm. Stadlober) aber bereits eine deutliche Leistungssteigerung gelungen, mit der man schon zufrieden sein kann. Mika (Anm. Vermeulen) war nach dem Auftaktwochenende natürlich ein wenig enttäuscht, aber nach seiner schwierigen Vorbereitung haben wir bereits befürchtet, dass es für ihn in Ruka nicht leicht werden wird. Dennoch sind wir sehr optimistisch, was Lillehammer betrifft. Jetzt heißt es geduldig weiterarbeiten und im Vorfeld der Tour de Ski werden wir mit ihm dann auch noch einmal einen guten Trainingsblock einlegen. Mit Benjamin Moser und Michael Föttinger stoßen zudem zwei weitere Athleten zum Team, die vergangenes Wochenende auch bereits erste Wettkämpfe bestritten haben und sehr ansprechende Leistungen zeigen konnten.“

Weltcup-Programm Lillehammer (NOR):
Freitag, 02.12.2022, 10 km Einzel Damen (Skating), 11.00 Uhr
Freitag, 02.12.2022, 10 km Einzel Herren (Skating), 12.45 Uhr
Samstag, 03.12.2022, Sprint Damen und Herren (Skating), 12.00 Uhr (Finalläufe)
Sonntag, 04.12.2022, 20 km Massenstart Damen (klassisch), 10.45 Uhr
Sonntag, 04.12.2022, 20 km Massenstart Herren (klassisch), 13.00 Uhr

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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