Ramsauer Rehrl in Ruka als bester Österreicher auf Platz 7

Das ersten Rennen der nordischen Kombi-Saison in Ruka (FIN) konnte der Deutsche Julian Schmid für sich entscheiden. Er setze sich dabei gegen Ryota Yamamoto (JPN; +5,9sek) auf Platz 2 und Jens Luraas Oftebro (NOR; +11sek) auf Platz 3 durch. Die Österreicher konnten heute im Kampf um die Podestplätze leider kein Wort mitreden, Franz-Josef Rehrl wurde als bester Österreicher Siebenter.

Der Sprungdurchgang lief für das rot weiß rote Team etwas durchwachsen. Während einige Athleten nicht ihre gewohnte Sprungform auf die Schanze brachten, haderten vor allem die hinteren Starter des Feldes mit schweren Windbedingungen. Mit den kniffligen Verhältnissen kam Mario Seidl aus österreichischer Sicht am besten zurecht. Der Salzburger platzierte sich auf Platz drei, sein Rückstand auf den Halbzeitführenden Japaner Ryota Yamamoto betrug 44 Sekunden. Franz-Josef Rehrl platzierte sich als 9. mit 1min 16sek Rückstand ebenso noch in den Top Ten, Johannes Lamparter folgte als 14. auf die Loipe. Einen rabenschwarzen Tag auf der Schanze erwischte der Tiroler Lukas Greiderer. Greiderer lag nach dem Springen nur auf dem 45. Rang, verzichtete daher auf ein Antreten im Langlaufrennen.

Die Athleten mussten bei klirrender Kälte fünf Kilometer bewältigen. Während Schmid und Yamamoto uneinholbar an der Spitze lagen, konnte Seidl das Tempo mit Oftebro nicht mitgehen und musste den Norsker ziehen lassen. Der Salzburger wurde in der zweiten Runde von einer fünf Mann starken Verfolgergruppe, in der sich auch Rehrl festbiss, eingeholt. Schlussendlich reichte es im Schlusssprint ins Stadion für Franz-Josef Rehrl für den siebenten (+41,8sek) und für Mario Seidl für den achten Platz (+42,4sek). Johannes Lamparter kam als 13. mit 1min 14,6sek Rückstand ins Ziel.

Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Athleten:

  1. Stefan Rettenegger
  2. Martin Fritz
  3. Philipp Orter
  4. Thomas Rettenegger
    DNS LL: Lukas Greiderer

Stimmen:

Franz-Josef Rehrl: (7.) „Im Grunde war es ein solider Wettkampf für mich, ich habe auf der Schanze einen sehr guten Sprung gezeigt. Unter schwierigen Bedingungen wurde er jedoch nicht so belohnt, wie ich mir das erhofft habe. Auf der Loipe habe ich etwas riskieren müssen, da die schnellen Läufer vor mir waren. Ich habe um den vierten Platz mitgekämpft, schlussendlich ist es der siebente Platz geworden, ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Die Lunge brennt nach einem Rennen bei so tiefen Temperaturen, jetzt heißt es gut aufwärmen und erholen, das Wochenende hat gerade erst begonnen.“

Mario Seidl: (8.) „Es war heute sicher nicht die Topleistung, vor allem auf der Schanze habe ich im Vergleich zu gestern einiges liegen gelassen. Läuferisch war es schwer einzuordnen nach dieser durchwachsenen Vorbereitung. Das Rennen war, wie wir so schön sagen, ein Durchputzer, ein Rennen zum reinkommen. Wir haben noch zwei Rennen und da möchte ich wieder mein Bestes geben.“

Johannes Lamparter: (13.) „Es war ein solider Start, es könnte besser sein, es hätte aber auch schlechter sein können. Ich möchte Schritt für Schritt weiter arbeiten, speziell auf der Schanze spüre ich, dass es nach ganz vorne noch etwas fehlt. Läuferisch fühle ich mich parat, ich kann auf der Loipe mit jedem mitgehen. Jetzt heißt es vor allem auf der Schanze weiterarbeiten.“

Morgen Samstag geht die Ruka Tour weiter mit einem Gundersen-Bewerb über 10 Kilometer.

Weiterer Zeitplan:

Samstag, 26.11.2022
12.15 Uhr: Probedurchgang HS 140
13.30 Uhr: Wertungsdurchgang HS 140
16.20 Uhr: Langlauf 10km

Sonntag, 27.11.2022
12.00 Uhr: Langlauf Massenstart 10km
15.00 Uhr: Probedurchgang HS140
16.15 Uhr: Wertungsdurchgang HS140

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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