Sexueller Missbrauch im Kindergarten: Bereits 7 Verdachtsfälle

Nach dem Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs in einem Kindergarten in Graz hat sich der Anfangsverdacht mittlerweile erweitert. Kriminalisten konnten bereits sieben minderjährige Opfer ermitteln. Nun weitet sich der Verdacht auch auf einen weiteren Kindergarten-Standort aus, in dem derselbe Verdächtige ebenso tätig war. Eine Kontaktstelle wurde eingerichtet.

Seit Anfang Oktober dieses Jahres laufen die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Graz, nachdem sich ein minderjähriges Kind eines Grazer Kindergartens der eigenen Mutter anvertraut hatte. Umfassende Erhebungen und bereits vorliegende Ermittlungserkenntnisse führten mittlerweile zu insgesamt sechs Verdachtsfällen im Kindergarten Schönbrunngasse, bei denen Kleinkinder zum Teil schwer sexuell missbraucht worden sein sollen.

Ermittlungen ausgeweitet

Nun weitet sich der Verdacht auch auf einen weiteren Kindergarten-Standort aus. Ermittler konnten bereits ein minderjähriges Opfer im Kindergarten Plüddemanngasse in Graz feststellen. Es soll bereits im Herbst 2021 vom selben Pädagogen schwer sexuell missbraucht worden sein. Der Verdächtige war dort im Kindergarten-Jahr 2021/22 eingesetzt. Es handelt sich dabei bereits um den insgesamt siebenten Verdachtsfall.

Kontaktstelle Polizei Graz-Plüddemanngasse

Die Stadt Graz als Kindergartenbetreiber wird nun Eltern bzw. Erziehungsberechtigte im betroffenen Kindergarten mit einem Brief über den weiteren Verdachtsfall informieren. Unterdessen hat die Polizei für mögliche weitere Opfer bzw. Betroffene eine Kontaktstelle bei der Polizeiinspektion Graz-Plüddemanngasse (Tel. 059133/6591) eingerichtet. Weitere Ermittlungen sind im Gange.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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