Kollision zwischen Mofa und PKW. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Graz, Bezirk Liebenau.- Montagabend, 21. November 2022, kam es zu einer Kollision zwischen einem PKW und einem Mofa-Lenker. Der Mofalenker wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

Gegen 20:00 Uhr fuhr ein 25-jähriger slowenischer PKW-Lenker auf dem Liebenauer Gürtel in südwestliche Richtung. Der Lenker hatte sein Auto auf dem Fahrstreifen zum Linkseinbiegen eingeordnet und begann damit nach links, in die Autobahnauffahrt der Südautobahn einzubiegen.  Dabei dürfte er den herannahenden und entgegenkommenden Mofa-Lenker, 16 Jahre alt aus Graz, übersehen haben.

Der Mofa-Lenker fuhr auf dem Liebenauer Gürtel in nordöstliche Richtung und wollte in Höhe der Autobahnauffahrt geradeaus weiterfahren. Es kam zum Zusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen. Der Mofa-Lenker kam nach dem Fahrzeugzusammenstoß mit seinem einspurigen Fahrzeug zu Sturz und wurde lebensgefährlich verletzt. Er wurde vom Roten Kreuz in das LKH Graz gebracht, wo eine Notoperation durchgeführt wurde und eine stationäre Aufnahme erfolgte.

Der PKW-Lenker wurde infolge der geborstenen Seitenscheibe der Beifahrertür seines Fahrzeuges leicht verletzt. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt. Eine Alkoholisierung wurde nicht festgestellt.

Verkehrsschwerpunkt

Bezirke Murtal und Bruck-Mürzzuschlag.- Bei einer polizeilichen Verkehrsschwerpunktaktion am Montag, 21. November 2022, wurden im Bezirk Murtal zahlreiche Übertretungen festgestellt. Im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag konnte ein Raser angehalten werden.

Polizeistreifen der einzelnen Polizeiinspektionen sowie auch der Bezirksverkehrsdienst des Bezirkes Murtal waren bei den Schwerpunktkontrollen im Einsatz.

Es wurden 12 Anzeigen nach der Straßenverkehrsordnung und zwei Anzeigen nach dem Kraftfahrgesetz erstattet. Außerdem wurden 11 Organmandate wegen Geschwindigkeitsübertretungen, zwei Organmandate nach dem Kraftfahrgesetz sowie fünf Organmandate wegen Telefonierens am Steuer und Nichtverwenden des Gurtes eingehoben.

Im Zuge des Schwerpunktes wurden 28 Alkoholtests durchgeführt, diesbezüglich wurden keine Übertretungen festgestellt.

Raser aus dem Verkehr gezogen

Gegen 15:00 Uhr wurde eine Zivilstreife der Landesverkehrsabteilung Steiermark auf der S 6, Semmering Schnellstraße, im Bereich Allerheiligen im Mürztal auf einen Pkw mit extrem hoher Geschwindigkeit aufmerksam. Bei der Nachfahrt wurde eine Geschwindigkeit von 230 km/h (erlaubt 130 km/h) gemessen.

Der Lenker, ein 22-jähriger tschechischer Staatsbürger, konnte angehalten werden. Er zeigte sich geständig und wird angezeigt, über Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Bruck-Mürzzuschlag wurde eine Sicherheitsleistung in der Höhe von mehr als eintausend Euro eingehoben.

Schwerer Betrug

Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – Eine 40-Jährige wurde zwischen 3. und 16. November 2022 Opfer eines schweren Anlagebetruges. Die Frau erstattete Anzeige bei der Polizei Bruck an der Mur.

Die Frau aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag erhielt auf einer Social-Media-Plattform die Werbeanzeige einer Investment-Firma. Am 3. November trat sie mit dieser Firma in Kontakt. Daraufhin wurde die Frau mehrmals telefonisch und nachrichtlich (Messenger Dienst) von Mitarbeitern dieser Firma kontaktiert und zur Installierung einer App sowie Einrichtung eines Handelskontos aufgefordert. Die Frau stimmte, in der Absicht einen finanziellen Gewinn zu machen, zu.

Anfangs geringer Zahlungsbetrag

Die 40-Jährige überwies einen geringen Geldbetrag auf ein deutsches Konto. In Folge kam es zu Rückbuchungen und weiteren Überweisungen. Ein direkter Zugriff auf dieses Konto war der Frau nicht möglich. Jedoch wurde ihr stets ein hoher Bargeldbetrag versprochen bzw. angezeigt.

Aufnahme eines Kredites stimmte Opfer misstrauisch

Als die Frau die Aufnahme eines Kredites verweigerte, wurde sie misstrauisch. Dieser Verdacht wurde mit einem Telefonat: „FBI, wir suchen die Telefonnummer eines unbekannten Täters“ erhärtet. Daraufhin begab sich die Frau zur Polizeiinspektion Bruck an der Mur.

Mehrere zehntausend Euro Schaden

Ersten Ermittlungen zufolge könnte es sich bei den Tätern um seit dem Jahr 2017 überörtlich agierende Betrüger handeln. Die Schadenssumme beträgt mehrere zehntausend Euro.

Hinweis: Cyber Trading Fraud

Beim Cyber Trading Fraud gehen Betrügerinnen und Betrüger sehr raffiniert vor: Sie locken im Internet potenzielle Anlegerinnen und Anleger für vermeintlich lukrative Investitionsgeschäfte an und verleiten sie zu Geldzahlungen. Die Kontaktaufnahme geschieht vornehmlich über Internet-Werbeanzeigen, soziale Netzwerke, Anrufe aus eigens geschaffenen Call Centern oder Massenmails. Durch die professionelle Vorgehensweise ist es besonders wichtig, zu wissen, wie man sich am besten vor den Tätern schützen kann, denn das eingezahlte Geld wird nicht wie versprochen angelegt, sondern verschwindet im kriminellen Netzwerk.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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