Der österreichische Apfel in Zahlen

Die Österreicherinnen und Österreicher lieben Äpfel: Fast 20 Kilogramm pro Jahr lässt sich jede und jeder von uns durchschnittlich schmecken. Gut also, dass die heurige Apfelernte zufriedenstellende Erträge verspricht. Der Verein Land schafft Leben hat ein paar spannende Zahlen rund um die österreichische Apfelproduktion zusammengetragen.

Österreichs Obst Nummer eins

Sowohl beim Anbau als auch bei der konsumierten Menge hat der Apfel in Österreich klar die Nase vor allen anderen Obstarten: Durchschnittlich isst jede und jeder pro Jahr 19,2 Kilogramm Äpfel, gefolgt von 14,2 Kilogramm Bananen und 5,5 Kilogramm Orangen. Im Gegensatz zu diesen beiden Obstarten können wir uns mit Äpfeln gut selbst versorgen: Österreichs Selbstversorgungsgrad von Äpfeln beträgt 88 Prozent.

Über 150.000 Tonnen Äpfel

2021 wurden in Österreich 152.200 Tonnen Äpfel geerntet. Bei dieser Menge handelt es sich jedoch nur um für Erwerbszwecke geerntete Äpfel. Rechnet man all jene Äpfel hinzu, die im Rahmen des extensiven Anbaus, also zum Beispiel auf Streuobstwiesen, und in privaten Gärten wachsen, kommt man auf mehr als die doppelte Menge.

Knapp drei Viertel aus der Steiermark

Für den Löwenanteil der heimischen Apfelernte ist ein einzelnes Bundesland verantwortlich: die Steiermark. Rund 73 Prozent der Äpfel kommen von hier. Die Steiermark liegt mitten im sogenannten „Apfelgürtel“, der durch Mitteleuropa verläuft und besonders gute Bedingungen für den Apfelanbau aufweist. Bedeutsame, aber im Vergleich zur Steiermark wesentlich geringere Erntemengen weisen auch noch Niederösterreich, Oberösterreich und das Burgenland auf.

Nur zehn Sorten für Markt bedeutend

Allein in Österreich gibt es rund 2.000 verschiedene Apfelsorten, für den Markt relevant sind jedoch lediglich zehn. Dabei gibt es klare Favoriten: Rund die Hälfte der Ernte entfällt zu nahezu gleichen Teilen auf die beiden Sorten Gala und Golden Delicious, der Rest auf andere beliebte sogenannte Winterapfelsorten wie Braeburn, Idared und Kronprinz Rudolf. Winteräpfel sind besser lagerfähig als Sommeräpfel, daher machen sie nahezu das gesamte Apfelsortiment im Supermarkt aus.

Europaweit zweithöchster Bio-Anteil

Über 20 Prozent der Fläche im Apfelanbau werden biologisch bewirtschaftet. Damit ist Österreich im europäischen Spitzenfeld. Einer von zehn europäischen Bio-Äpfeln kommt aus dem vergleichsweise kleinen Apfelland Österreich. Nur Italien hat einen höheren Bio-Anteil.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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