Die Steiermark setzt im Kampf gegen den Klimawandel auf den Schulterschluss mit den Gemeinden

Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der zweiten steirischen Klimaschutz-Gemeindekonferenz mit dem Schwerpunkt Energieraumplanung und Energiewende

Graz/Frohnleiten (16. November 2022).- Um den Ausstieg aus Öl & Gas zu meistern und damit dem Klimawandel und seinen Folgen entgegenzuwirken, braucht es einen breiten Schulterschluss auf allen Ebenen. Daher hat das Land Steiermark unter der Federführung von Landesrätin Ursula Lackner vor einem Jahr ein Gemeindeservice für Klima- und Energiefragen eingerichtet. Im Rahmen dieses Angebots fand heute (16.11.2022) in Frohnleiten die zweite Klimaschutz-Gemeindekonferenz mit mehr als 200 Gemeindevertreterinnen und -vertretern statt.

Von Impulsvorträgen, Informationen zu Förderprogrammen und neue Angebote zur Energieraumplanung bis hin zur Vernetzung und dem Austausch unterschiedlichster Best-Practice-Beispiele: Das Programm im Frohnleitner Volkshaus war dicht und abwechslungsreich. „Unsere Gemeinden stehen oft vor den selben Herausforderungen, wenn es darum geht, die Energiewende zu meistern. Deshalb ist es nicht notwendig, das Rad immer wieder neu zu erfinden“, leitet Ursula Lackner ein und ergänzt: „Daher setzen wir mit dem Gemeindeservice auf intensive Vernetzung und neue Impulse für die praktische Arbeit vor Ort.“

Steiermark als Vorreiterin: Energieraumplanung wird weiter ausgebaut
Die örtliche Raumplanung ist ein wichtiges Steuerungsinstrument, um die Energiewende in strukturierten und geordneten Bahnen voranzutreiben. Dabei müssen alle Aspekte der Energieerzeugung und -versorgung, der Siedlungsentwicklung und der Mobilität berücksichtigt werden. Deswegen hat das Land Steiermark mit der neuen Bau- und Raumordnung gesetzlich festgelegt, dass in Zukunft alle steirischen Gemeinden ein Sachbereichskonzept Energie erarbeiten müssen. „Und nun gehen wir den nächsten Schritt: Mit einem neuen Förderprogramm in der Höhe von einer Million Euro unterstützen wir Gemeinden dabei, bei ihrer Energieraumplanung in die Tiefe zu gehen“, berichtet Lackner. Damit soll – ergänzend zur gesetzlichen Verpflichtung – ein weiterer Impuls gesetzt werden, um bereits auf Gemeindeebene noch bessere Voraussetzungen für den Umstieg auf erneuerbare Energieträger zu schaffen. Konkret zielt die Förderung daher darauf ab, sinnvolle Planungsmaßnahmen über die gesetzliche Verpflichtung hinaus vorzunehmen.

Klimaschutz-Bürger:innen-Beteiligung wird regional ausgerollt
Der Klimawandel verändert unsere Welt dramatisch, die Energiewende kann nur in einem breiten Schulterschluss gelingen. Deshalb hat das Land Steiermark bei der Erarbeitung des KESS-Aktionsplanes – der den steirischen Fahrplan im Klimaschutz definiert – auf ein neues, innovatives Bürger:innen-Beteiligungsmodell gesetzt. Dieses wird in weiterentwickelter Form nun in fünf Pilotgemeinden auf die kommunale Ebene ausgerollt und ab 2023 für alle anderen Gemeinden zur Verfügung stehen. „Es kann uns nur gelingen, den Klimawandel und seine Folgen einzudämmen, wenn alle Steirerinnen und Steirer an einem Strang ziehen. Deshalb ist es mir wichtig, gemeinsam mit vielen Steirerinnen und Steirern verbindliche Arbeitsprogramme zu erarbeiten – auch auf Gemeindebene“, so die Klimaschutzlandesrätin, die abschließend ergänzt: „Gerade auf örtlicher Ebene werden viele Projekte und Maßnahmen umgesetzt, die das direkte Lebensumfeld der Steirerinnen und Steirer betreffen. Deshalb ist hier die Beteiligung aller Interessierten von besonderer Bedeutung.“

Rückfragen: Christoph Purgstaller, Büro Landesrätin Ursula Lackner, Tel. 0316 877 2262

Graz, am 16. November 2022

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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