Ein Vorzeigeprojekt feiert Jubiläum: Zehn Jahre Regionales Jugendmanagement in der Steiermark

Festakt im Landhaus zum Jubiläum der Jugendmanagements in den sieben steirischen Großregionen.


Graz (12. November 2022).- Gestern (11.11.2022) fand im Landhaus in Graz der Festakt zum zehnjährigen Jubiläum des Regionalen Jugendmanagements Steiermark statt. Seit 2012 sind diese die zentrale Stelle zur Koordinierung und Abwicklung von Kinder- und Jugendthemen in den sieben steirischen Großregionen. Auf Basis der Kinder- und Jugendstrategie erfüllen sie vielfältige und wichtige Tätigkeiten, um Anliegen, jugendrelevante Themen und die Entwicklung der Kinder- und Jugendarbeit zu verankern. Zahlreiche Ehrengäste zollten der wertvollen Arbeit Respekt, Dank und Anerkennung. Darunter die politisch verantwortlichen Landesrätinnen Juliane Bogner-Strauß und Ursula Lackner, Bundesrätin Elisabeth Grossmann, Bundesrat Markus Leinfellner, Landtagspräsidentin Manuela Khom sowie die Klubobleute Barbara Riener und Nikolaus Swatek.

„Das Steirische Modell der Jugend-Regionalentwicklung kann als österreichweiter Vorreiter gesehen werden, um die Bedürfnisse junger Menschen in den Gemeinden und Regionen ernst zu nehmen. Durch den Aufbau einer koordinierten Jugendarbeit und die gemeinsamen Bemühungen mit den Gemeinden und allen Jugendakteurinnen und -akteuren entstehen für die Jugendlichen bestmögliche Entwicklungsbedingungen in ihrer Region“, so Jugendlandesrätin Juliane Bogner-Strauß.

Die Regionalen Jugendmanagements Steiermark sind zudem die Stimme der Jugend in den Regionen, zeigen Problemfelder auf und bilden eine Schnittstelle zu Land, Stadt und Gemeinde.

Landesrätin Ursula Lackner unterstrich die Wichtigkeit der Jugendmanagements in den Regionen: „Die regionalen Jugendmanagements sind ein wesentlicher Baustein zur Regionalentwicklung in der Steiermark. Sie stärken die Regionen nachhaltig, indem sie zukunftsweisende Strategien und Maßnahmen entwickeln, die das Ziel haben, es den Jugendlichen von heute zu ermöglichen, in ihrer Heimatregion bleiben und dort ihren Vorstellungen entsprechend leben und arbeiten zu können.“

Schwerpunkte aus den einzelnen Regionen
Neben den oben genannten grundlegenden Aufgaben (Verankerung, Vernetzung, Beratung, Unterstützung und Interessensvertretung) und den landesweiten Schwerpunkten wie Kommunale Jugendarbeit (mit der Ausrollung des Handbuchs, einer eigenen Weiterbildungsreihe zum Thema und der Fokussierung der Etablierung von Kommunalen Jugendbeauftragten auf Gemeindeebene) wurden in den Regionen zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Hier seien beispielhaft einzelne (strategische) Projekte der Regionen aufgelistet, um die konkrete Tätigkeit des Regionalen Jugendmanagements besser zu verdeutlichen:

Liezen:

Gemeindeübergreifendes Sommerferienprogramm: Erstellung eines Handlungsleitfadens „Wie können Gemeinden gemeinsam ein Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche gestalten.“
Kalender für alle Schülerinnen und Schüler ab der 7. Schulstufe mit wichtigen Informationen zu regionalen Unterstützungs- und Hilfsangeboten
Unterstützung von jungen Menschen in Bezug auf die Themen Sucht- und Suizidprävention sowie Jugendschutz durch die Organisation von Informationsvorträgen


Murau und Murtal:

Stärkung der Regionswahrnehmung durch Projekte wie das „Radio- und Podcastprojekt“, das Projekt „Raus aus der Stadt, rein in die Region.“ und das „Young Influencer*innen-Projekt“ (im Social-Media-Bereich)
Schwerpunkt öffentlicher Verkehr und Radverkehr: Erstellung umweltfreundlicher multimodaler Angebote für die Jugend der Region
Jugendkalender mit wichtigen Informationen zu regionalen Vereinen und zu Unterstützungs- und Hilfsangeboten


Obersteiermark Ost:

„Junge Linie“ im Kontext der Webseite „Obersteierstark“ und Umsetzung einzelner Social-Media-Aktivitäten zur attraktiven Darstellung der Obersteiermark für junge Menschen
Projekt Nachtbus als sicheres und umweltschonendes Transportmittel für die Jugend
Regions-Spiel für alle Volksschulen der Region mit Infos zur Region, zu Vereinen und zu Klima- und Umweltschutz


Oststeiermark:

Kulturelle Nahversorgung Oststeiermark: Netzwerk und Mentorship für junge kreative Oststeirerinnen und Oststeirer. Neue Angebote und Events werden geschaffen und bestehende besser miteinander vernetzt.
Durchführung einer regionalen qualitativen und quantitativen Jugendstudie: Die Ergebnisse werden in allen Bereichen der Regionalentwicklung Oststeiermark eingebracht und berücksichtigt.
„Lange Nacht der Karriere“ um die Vielfalt der oststeirischen Wirtschaft mit konkreten Angeboten jungen Menschen näher zu bringen


Steirischer Zentralraum:

Jugendlandkarte um alle dauerhaften Angebote (sportlich, kreativ, interaktiv etc.) in den Gemeinden des Steirischen Zentralraums in Form einer Online-Karte aufzuzeigen
Konzepterstellung zur besseren Verankerung des Themenbereichs „Jugendschutz & Prävention“ in allen steirischen Regionen
Etablierung eines Lehrlingsbeauftragten-Netzwerkes im Bezirk Voitsberg


Südoststeiermark:

Jugend-Innovationspreis zur Sichtbarmachung von jugendlichen Initiativen mit Mehrwert für die Region
Gemeinde-Intensivbetreuung: einzelne Gemeinden befähigen und motivieren, nachhaltige Strukturen für gelingende kommunale Jugendarbeit zu etablieren
„Regionalpolitik trifft Jugend“: Stärkung des Bewusstseins für die Wichtigkeit von Jugendagenden und regelmäßiger Jugendbeteiligung für den Fortbestand von kommunalen (politischen) Strukturen
Südweststeiermark:

Etablierung eines Regionalen Jugendbeirats, um junge Menschen besser in die kommunal- und regionalpolitische Arbeit einzubinden
Jugendkultur und kreative Ausdrucksformen: Aufbau von Vernetzungsaktivitäten regionaler Akteurinnen und Akteure, Unterstützung der trägerübergreifenden Angebotsentwicklung
Digitalisierung („make IT safe“ und „Digitale Medien 1×1“): Regionale Umsetzung der Peer-Projekte mit Train the Trainer-Ausbildung und Generationencafes


Graz, am 12. November 2022

Zahlreiche Ehrengäste zollten der wertvollen Arbeit des Regionalen Jugendmanagements im Rittersaal des Grazer Landhauses Respekt, Dank und Anerkennung.
© Christof Hütter; 

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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