Innsbruck und Klagenfurt: AUA verschlechtert Umsteigeverbindungen

Per Ende März 2023 wird Austrian Airlines die bisherigen Nightstops in Klagenfurt und Innsbruck beenden. Das hat auf die Konnektivität von Kärnten und Tirol durchaus erhebliche Auswirkungen, denn nach der Flugplanänderung können die Hauptumsteigewellen der AUA nicht mehr erreicht werden.

Bislang gibt es jeweils am späten Abend je einen AUA-Flug von Wien nach Klagenfurt bzw. Innsbruck. Die Maschine und die Crew übernachten anschließend und führen am nächsten Morgen sehr früh einen Zubringerflug nach Wien durch. In den Abendmaschinen befinden sich fast ausschließlich Umsteiger, meist Geschäftsreisende, die nach Hause fliegen. In der Früh auch meist Geschäftsreisende, die in Wien in der Frühwelle umsteigen, um ihr Ziel in Europa oder sonst wo in der Welt erreichen wollen.

Die Abschaffung dieser so genannten Nightstops hat zur Folge, dass die Konnektivität eingeschränkt wird, weil es im Zuge der späten Abendwelle keine Weiterflüge nach Kärnten bzw. Tirol mehr geben wird. In der Früh können die Morgenflüge ab Wien nicht mehr erreicht werden. Ab Innsbruck gibt es mit Air Dolomiti eine Frühanbindung an Frankfurt am Main, aber ab Klagenfurt gibt es gar keine Alternative, weshalb Kärnten ein bisschen „abgehängt“ wird.

In Graz werden die Nightstops laut Austrian Airlines nur während der Sommerferien 2023 entfallen. Ansonsten sollen die Inlandsflüge d.h. Zubringer nach Wien unverändert fortgeführt werden. Das Aussetzen der Nightstops im Hochsommer 2023 dürfte daran liegen, dass in der Urlaubszeit die Nachfrage seitens Geschäftsreisender traditionell geringer ist.

Foto eines Embraer 195 von Austrian Airlines. Dieser Maschinentyp wird auf den Inlandsflügen meistens eingesetzt. 
©Aviation.Direct

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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