Auftakt in „längste Saison aller Zeiten“ im Skispringen

Österreichs Skispringerinnen und Skispringer starten am kommenden Wochenende in Wisla (POL) in die Weltcup-Saison. Am Samstag und Sonntag sind jeweils Einzelbewerbe für Damen und Herren angesetzt. Der Weltcup beginnt diesmal bereits am ersten November-Wochenende, weshalb zwar auf der für Winterbewerbe üblichen Eisspur angefahren wird, die Landung erfolgt aber auf, vor allem von den Sommerbewerben bekannten, Matten. 

Zu den Highlights des kommenden Winters gehören neben der 71. Vierschanzentournee (29.12.2022-6.1.2023), die 54. Nordische Skiweltmeisterschaft im slowenischen Plancia (21.2.-5.3.2023) sowie das Traditions-Skifliegen am Kulm, Bad Mitterndorf (28./29.1.2023). Bei Herren stehen international Lake Placid (USA) und Sapporo (JPN) im Kalender. Die Damen sind erstmals, wie die Herren, auch rund um den Jahreswechsel im Einsatz. In Villach (28./29.12.) und Kranj (SLO) zu Silvester sowie am Neujahrstag. Ebenfalls neu für die Damen: Ihre geplante Skiflug-Premiere am 19. März 2023 in Vikersund (NOR). Beim Auftakt in Polen werden für Österreich sieben Herren und fünf Damen am Start sein. 

***ÖSV-Aufgebot für Wisla***
Herren (7): Philipp Aschenwald, Manuel Fettner, Michael Hayböck, Daniel Huber, Jan Hörl, Stefan Kraft, Daniel Tschofenig
Damen (5): Sara Marita Kramer, Chiara Kreuzer, Eva Pinkelnig, Jacqueline Seifriedsberger, Hannah Wiegele

***Stimmen zum Auftakt***

Stefan Kraft: „Ich glaube, wir sind alle gut vorbereitet. Ich bin gut vorbereitet. Ich hatte einen guten Sommer. Die letzten Trainungseinheiten in der Eisspur stimmen mich zuversichtlich. Der Auftakt auf Matten ist kein Problem für uns. So müssen wir unsere Landung noch nicht auf Schnee umstellen, das macht es sogar etwas leichter. Sicher bin ich ein Fan, wenn es minus 5 Grad hat, alles wäre Weiß und wir hätten eine coole Winterlandschaft, aber ich freue mich trotzdem, dass es jetzt losgeht.“

Manuel Fettner: „Die Vorfreude ist groß, wenn auch auf die zweite Weltcup-Station in Kuusamo in Finnland sogar noch etwas größer, als auf Wisla. Einfach, weil dort oben meistens auch endlich der Winter so richtig beginnt. Wichtig ist für uns aber in erster Linie, dass die Eisspur hält, das hat sicherlich den größeren Effekt, als das Landen auf der Matte. Wenn da nämlich zu warme Temperturen sind, dann funktioniert das halt in der Spur nicht mehr so gut wie bei den kalten Temperaturen im Winter.“

Sara Marita Kramer: „Die Formkurve zeigt nach oben. Es geht wieder bergauf. In letzter Zeit bin ich, meiner Meinung nach, doch ziemlich weit weg von meiner Topform gewesen. Jetzt habe ich aber wieder eine klare Vorstellung von meinem Sprung und fühle mich auch körperlich fit. Meistens ist es sehr gut, wenn die Wettkämpfe wieder näherrücken, weil dann kommt der Extra-Kampfgeist dazu. Dann kommen meistens die letzten Prozente wie von selbst. Also die Vorfreude ist schon sehr groß.“

Andreas Widhölzl (Herren-Cheftrainer): „Wir haben einen intensiven Sommer hinter uns. Die ganze Mannschaft fiebert dem Auftakt und dieser besonderen Saison entgegen. Das wird heuer die längste Saison aller Zeiten mit vielen coolen Highlights. Wir starten früher als sonst und hören erst im April wieder auf. So viele Bewerbe wie diesmal hatten wir noch nie im Kalender. Das ist eine schöne Herausforderung für alle Athleten und Betreuer, die wir mit großer Begeisterung annehmen werden.“

Harald Rodlauer (Damen-Cheftrainer): „Für uns ist das Neuland, so früh zu beginnen. Das war eine kurze Vorbereitung, aber unter hervorragenden Bedingungen. Die Damen waren alle mit hundert Prozent bei der Sache. Teilweise waren da schon sehr gute Sprünge dabei, auch wenn die eine oder andere Athletin vielleicht noch ein paar Sprünge für den letzten Feinschliff braucht. Die Damen wissen, um was es geht. Wir freuen uns als Team auf den bevorstehenden Winter, mit einer guten Mischung aus großen und kleinen Schanzen.“

Sandro Pertile (FIS-Renndirektor): „Der Auslöser für den frühen Saisonstart war die Überschneidung der Fußball-Weltmeisterschaft mit den Wintersport-Veranstaltungen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns überlegt, dass dieser Terminplan für das Skispringen eine hervorragende Möglichkeit ist, uns dank der Mattenschanzen als Ganzjahressport und dazu auch noch ausgesprochen nachhaltig zu präsentieren.“ 

Programm in Wisla

Freitag, 4.11.2022
12:00 Offizielles Training Frauen
14:00 Qualifikation Frauen
————–
16:00 Offizielles Training Männer 
18:15 Qualifikation Männer 

Samstag, 5.11.2022
11:00 Probesprung Frauen
12:00 Bewerb Frauen
——-
15:00 Probedurchgang Männer
16:00 Bewerb Männer

Sonntag, 6.11.2022
11:00 Qualifikation Frauen
12:00 Bewerb Frauen
——-
14:30 Qualifikation Männer
16:00 Bewerb Männer

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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