Sturm Graz – Europa League: Punktegewinn gegen Lazio Rom

Die Schwarz-Weißen baten über weite Strecken der Partie eine sehr gute Leistung, erspielten sich Chance und Chance, der Ball wollte jedoch nicht ins Tor. Spät in der Partie sah Jusuf Gazibegovic Gelb-Rot, was aber nicht mehr ins Gewicht fiel. Nach 95 Minuten pfiff Schiedsrichter Bastien ab – 0:0. 

Spielbericht: Sturm Graz

FURIOSE ERSTE HALBZEIT

Der SK Puntigamer Sturm startete so in die Partie, wie man es sich von einem Heimteam erwarten konnte. Aggressiv, zweikampfstark, lauffreudig und mit einer großen Portion Spielfreude ausgestattet gingen die Grazer zu Werke. Bereits nach drei Minuten hätte es 1:0 für die Murstädter stehen können, Hysaj klärte einen Ajeti Kopfball vor der Torlinie. In dieser Tonart ging es weiter. William Bøving zog aus der Distanz ab und zwang Torhüter Provedel im Kasten der Laziali zu einer Glanzparade (15.). Der Gäste-Keeper stand auch in der darauffolgenden Aktion im Mittelpunkt: Nach einem misslungenen Abschlag kam Tomi Horvat an der Strafraumgrenze zum Abschluss, sein Schuss strich nur hauchzart über das Gehäuse. Nur drei Minuten später kam Gorenc-Stankovic aus spitzem Winkel zum Abschluss, wieder war Provedel zur Stelle und hielt stark. Und die Gäste aus Rom? Lazio wirkte überrascht und ideenlos, bis auf ein, zwei Hereingaben fiel Immobile und Co. nicht viel ein. Ganz im Gegenteil zu den Schwarz-Weißen: Alexander Prass zog aus rund 25 Metern ab, sein Schuss war jedoch etwas zu hoch angesetzt und flog über den Querbalken (32.). Sturm war weiterhin das spielbestimmende Team und kam noch zu einigen Halbchancen, der Ball wollte jedoch einfach nicht ins Tor. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause.

GUTER ZWEITER DURCHGANG, SPÄTER AUSSCHLUSS 

Der zweite Spielabschnitt startete wie der erste endete – mit druckvollen Steirern. Die Grazer zwangen die Laziali wieder in deren Hälfte, getragen vom frenetischen Publikum kam Sturm bereits in der 50. Minute zu einem gefährlichen Abschluss: William Bøving probierte es aus spitzem Winkel, doch Provedel und das Gebälk verhindern den Einschlag. Die anschließende Ecke kam über Umwege zu Affengruber, der den Ball jedoch nicht voll traf und aus einer sehr aussichtsreichen Position das Spielgerät ins Außennetz bugsierte. Minute 57 & 59: Zuerst Prass und danach Horvat, der heute äußerst auffällig agierte, scheiterten beide mit guten Abschlüssen. Die Tonart blieb die gleiche: Sturm spielte, drückte die Gäste tief in deren Hälfte, doch der Treffer fehlte. Ein Immobile Abschluss aus spitzem Winkel war die bis dorthin beste Aktion der Gäste (73.). Anschließend probierte der kurz zuvor eingewechselte Mo Fuseini es aus rund 15 Meter Torentfernung, doch sein Schuss ging, wie jeder Abschluss der Steirer, nicht ins Tor (78.). Glück hatten die Hausherren, als ein Immobile Tor aufgrund einer äußerst knappen Abseitsstellung zurückgenommen wurde. In der 81. Minute änderte sich das Spielgeschehen: Jusuf Gazibegovic sah nach einem Foul die zweite gelbe Karte und musste frühzeitig unter die Dusche. Die anschließende Druckphase überstand der Abwehrblock des SK Sturm gut und so hieß es nach 95. Minuten 0:0 Unentschieden. 

Stimme zum Spiel:

Cheftrainer Christian Ilzer: 
„Unsere Leistung war eine Stunde lang nahezu perfekt, ein ganz starker Auftritt. Wir haben einen Topgegner über 60 Minuten lang mit Aggressivität und Intensität dominiert. Erst als diese Attribute nachgelassen haben, ist Lazio stärker geworden. Was in dieser ersten Stunde leider gefehlt hat, ist, dass wir aus unseren vielen Chancen die Führung erzielen. Am Ende waren wir einen Mann weniger und dann muss man auch zufrieden sein, wenn man einen Punkt holt.“ 

SK PUNTIGAMER STURM GRAZ 0:0 (0:0) LAZIO ROM


Aufstellung SK Puntigamer Sturm Graz:

Siebenhandl – Gazibegovic – Affengruber – Wüthrich – Dante – Prass (84. Ingolitsch) – Gorenc-Stankovic – Hierländer (76. Ljubic) – Horvat (78. Kiteishvili) – Bøving (69. Fuseini) – Ajeti (76. Sarkaria)

Aufstellung Lazio Rom:

Provedel – Hysaj – Gila (74. Patric) – Romagnoli – Marusic (46. Lazzari) – Milinkovic-Savic (63. Vecino) – Cataldi – Luis Alberto – Felipe Anderson (46. Zaccagni) – Immobile – Pedro (72. Cancellieri) 

Tore: 

Gelbe Karten: Gazibegovic, Hierländer, Siebenhandl, Kiteishvili; Patric, Cataldi

Gelb-rote Karte: Gazibegovic

Merkur Arena, 14.171 Zuschauer:innen

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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