Bad Mitterndorf: Reisebus überschlagen, 24 Verletzte

Diese Nacht (22./23.9.) mussten die Einsatzorganisationen im Bezirk Liezen zu einen nicht alltäglichen Verkehrsunfall in Kainisch (Gemeinde Bad Mitterndorf) ausrücken. Die Alarmmeldung lautete „Reisebus überschlagen, 32 Verletzte“. Um 22:33 Uhr ging der Notruf bei der Landesleitstelle des Roten Kreuz ein, welche wiederum die Landesleitzentrale der Feuerwehr verständigte. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften rückte zur Unfallstelle ab.

Ein mit 32 Personen besetzter Reisebus war aus noch ungeklärter Ursache auf einem nicht befestigten Weg unterwegs, kam von selbigem ab und stürzte über eine hohe Böschung, wobei er sich dabei einmal überschlug. Glücklicherweise blieb der Bus wieder auf den Rädern zu stehen, unmittelbar neben einem stehenden Gewässer. Alle Insassen konnten sich selbst befreien, es wurde beim Unfall niemand eingeklemmt. 

Die Einsatzkräfte leuchteten die Unfallstelle aus und starteten die medizinische Erstversorgung der insgesamt 24 verletzten Personen. Dafür standen 7 Notärzte, das Rote Kreuz mit 39 Sanitäter und 12 Helfern sowie mehrere Feuerwehrsanitäter zur Verfügung. Neben Rotem Kreuz, Feuerwehr und Polizei waren auch zwei Nachthubschrauber eingesetzt. Diese flogen zwei Schwerverletzte in die Krankenhäuser St. Pölten und Salzburg, das Rote Kreuz mittels RTW zwei weitere schwer verletzte Personen in die Krankenhäuser Ischl und Rottenmann ein. 20 leicht verletzte Personen wurden u.a. in die Krankenhäuser Schladming und Bad Aussee gebracht. 

Die acht unverletzten Insassen brachte die Feuerwehr im Rüsthaus der FF Kainisch unter, wo sie sich stärken und aufwärmen konnten. Anschließend wurden die Personen von der Feuerwehr wieder in ihre Unterkunft transportiert. Das Rote Kreuz brachte die leicht verletzten Personen nach ihrem Krankenhausaufenthalt mittels dreier BKTW wieder in ihr Quartier. Bei der abschließenden Einsatznachbesprechung im Rüsthaus Kainisch resümierten alle Verantwortlichen äußerst positiv über den Einsatzverlauf und die daraus gewonnenen Erkenntnisse. 

Der Einsatzstab wurde gebildet von:
Christian Gebeshuber (Katastrophenreferent der BH Liezen)
HBI Robert Walkner (FF Kainisch)
ABI Andreas Seebacher (Abschnittsfeuerwehrkommandant)
Manuel Kirchschlager (RK Bad Mitterndorf)
Oberstleutnant Siegfried Schnabl (Bezirkspolizeikommandant)

Eingesetzte Kräfte:

Die Feuerwehr mit 12 Fahrzeugen und 51 Mann:
FF Kainisch, FF Bad Mitterndorf und FF Bad Aussee
1 Abschnittsfeuerwehrarzt

Das Rote Kreuz mit 15 Fahrzeugen und 58 Mann:
4 Notärzte, 39 Sanitäter und 12 Helfer
1 NEF, 10 RTW, 5 BKTW
aus Bad Aussee, Bad Mitterndorf, Stainach (inkl. Hilfseinheit), Bad Goisern, Bad Ischl, Gröbming und Schladming

Die ÖAMTC Flugrettung mit 2 Hubschraubern / 2 Notärzten:
C-2 und C-17

Die Polizei mit 5 Streifen und 17 Mann

MIT DER BITTE UM BERICHTERSTATTUNG

BILDER:
Fotocredit: „BFV Liezen / Zand“

+Update+: Großeinsatz nach Busunfall im Bezirk Liezen

Zu den beiden Presseaussendungen vom 22. und 23. September 2022, kann nun ein erstes Ermittlungsergebnis bekannt gegeben werden.

Großeinsatz nach Busunfall

Bad Mitterndorf, Bezirk Liezen. – Donnerstagabend, 22. September 2022, stürzte ein mit 32 Personen besetzter Reisebus im Ortsteil Äußere Kainisch über eine Böschung. Insgesamt wurden 30 Personen, davon vier schwer, verletzt. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus dem Bezirk Liezen und dem Bundesland Oberösterreich arbeitete professionell zusammen.

Die Reisegruppe (28 Männer und vier Frauen im Alter von 25 bis 50 Jahren) startete gegen 22.15 Uhr vom Parkplatz der Kohlröserlhütte am Ödensee. Auf der Fahrt zur Unterkunft in Richtung Bad Aussee versäumte der 55-jährige Buschauffeur im Kreuzungsbereich B145/L731 eine Abzweigung. Deshalb fuhr der Niederösterreicher die L731 in Richtung Radling weiter. Als der 55-Jährige seinen Fehler erkannte versuchte er den Bus zu wenden. Dazu fuhr er in den geschotterten Prietalweg ein. Da das Navigationsgerät eine Möglichkeit zur Auffahrt auf die L731 erkannte, fuhr der Mann diesen Feldweg jedoch weiter.

Acht bis Zehn Meter über Böschung gestürzt

In einer Rechtskurve kam der Bus mit dem Heck  von der schmalen Fahrbahn ab. Das Fahrzeug stürzte gegen 22.45 Uhr über eine Böschung, überschlug sich und kam auf den Rädern zum Stillstand. Alle Insassen (vorwiegend in Wien wohnhafte Österreicher) befreiten sich selbstständig aus dem totalbeschädigten Bus.

Bundesländerübergreifender Großeinsatz

Rund 130 Einsatzkräfte (15 Fahrzeuge Rettung und Notarzt, zwei Rettungshubschrauber C2 + C17, zwölf Fahrzeuge Feuerwehren und sieben Fahrzeuge Polizei) arbeiteten professionell zusammen und leisteten vor Ort die notwendigen Hilfestellungen. Innerhalb von rund drei Stunden wurden vier schwer- und 26 leichtverletzte Personen in geeigneter Form versorgt und in umliegende Krankenhäuser abtransportiert. Der Einsatz wurde dabei auch von Vertretern der Bezirkshauptmannschaft und des Bezirkspolizeikommandos Liezen koordiniert.

Fahrzeugbergung erfolgt

Der totalbeschädigte Reisebus (Zulassung Hartberg-Fürstenfeld), wird am Vormittag von der Unfallörtlichkeit geborgen. Die finalen Ermittlungen der Polizeiinspektion Bad Mitterndorf dauern noch an. Ein mit dem Buschauffeur durchgeführter Alkotest verlief negativ.

Weitere Fotos Rotes Kreuz Bad Aussee

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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