VCÖ: Grazer Start-Up Cyclebee wird beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich ausgezeichnet

Schöner Erfolg für die Steiermark: Das Grazer Start-Up Cyclebee gewinnt mit seiner gleichnamigen Radreise-App beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Österreich“ eine Kategorie. 384 Projekte wurden heuer insgesamt eingereicht, 13 Gewinnerinnen und Gewinner werden heute am autofreien Tag am Abend von VCÖ, Klimaschutzministerium und ÖBB ausgezeichnet. Der Gesamtsieg beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich geht an den Vorarlberger Beschlägehersteller Julius Blum, der umfassende Maßnahmen setzt, damit mehr Beschäftigte autofrei mit Öffis, Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommen.

Der VCÖ-Mobilitätspreis 2022 stand unter dem Motto „Verkehrswende umsetzen“. „Der hohe Erdölverbrauch im Verkehr befeuert die Klimakrise und die Teuerung. Werden Mobilität und Gütertransport klimaverträglicher, wird Energie gespart und es verringern sich damit der CO2-Ausstoß sowie die Kosten sowohl für die Haushalte als auch für die Gesellschaft insgesamt“, stellt VCÖ-Geschäftsführerin Ulla Rasmussen fest. Der VCÖ-Mobilitätspreis wird in Kooperation mit dem Klimaschutzministerium und den ÖBB durchgeführt. Die Anzahl der Einreichungen war heuer mit 384 Projekten und Konzepten sehr hoch. In 13 Kategorien hat jeweils eine Fachjury die Projekte bewertet.

Die Kategorie „Digitalisierung“ beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich geht an das Grazer Start-Up cyclebee für die gleichnamige Radreise-App. Diese hilft beim Planen, Unterkunft, Pausen und Besichtigungen können berücksichtigt werden und sie kann beispielsweise als Familie oder Freundesgruppe gemeinsam genutzt werden. „Je leichter es ist, Radreisen zu planen, umso mehr Menschen werden Ausflüge und Urlaubsreisen klimaverträglich mit dem Fahrrad machen“, gratuliert VCÖ-Geschäftsführerin Ulla Rasmussen. Siemens Mobility Austria unterstützt die Kategorie Digitalisierung beim VCÖ-Mobilitätspreis. Karl Strasser, Leiter Schienenfahrzeuge bei Siemens Mobility Austria: „Digitalisierungslösungen sind der Schlüssel für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Mobilität. Herzlichen Glückwunsch an die Siegerprojekte, diese Lösungen sind weitere Bausteine für einen gesünderen Planeten.“

Und noch ein Projekt mit Steiermark-Bezug wird ausgezeichnet: Die Kidical Mass, die heuer auch in Graz stattfand, gewinnt die Kategorie „Kindgerechtes Verkehrssystem“. Die Kidical Mass wurde im Jahr 2018 zum ersten Mal in Wien und heuer österreichweit bereits in 14 Städten durchgeführt. Mehr als 2.500 Kinder und Erwachsene haben daran teilgenommen. „Wenn aus vielen kleinen begeisterten Radfahrerinnen und Radfahrer eines Tages viele erwachsene begeisterte Radfahrende werden, ist das eine gute Voraussetzung für die Verkehrswende“, sagt woom-Gründer Christian Bezdeka, dessen Unternehmen die Kategorie „Kindgerechtes Verkehrssystem“ unterstützt.

Gesamtsieger beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich ist die Julius Blum GmbH für die Umsetzung eines umfassenden Mobilitätskonzepts. Damit soll an den acht Standorten mit insgesamt fast 7.000 Beschäftigten der Anteil der Arbeitswege, die zu Fuß, mit Fahrrad, mit Bahn oder Bus zurückgelegt werden, von 38 auf 60 Prozent erhöht werden. Bereits  420 Beschäftigte haben nun das Klimaticket Vorarlberg als Öffi-Jobticket statt eines Pkw-Abstellplatzes. Sogar 2.000 Beschäftigte haben ein Jobrad, bei dem es einen Firmenzuschuss gibt, wenn das ganze Jahr kein Pkw-Parkplatz beansprucht wird. Wer umweltverträglich zur Arbeit kommt, wird mit Ecopoints belohnt, die für Gutscheine eingelöst werden können. Bereits 4.000 Beschäftigte erhalten Ecopoints.

„Im Kampf gegen die Klimakrise muss es uns gelingen die Mobilitätswende hin zu klimafreundlicher und nachhaltiger Mobilität zu schaffen. Wir setzen beim Öffentlichen Verkehr auf die Verbesserung der Infrastruktur mit attraktivem Verkehrsangebot und leistbaren Tickets wie den Klimatickets und unterstützen die aktive Mobilität mit noch nie dagewesenen Investitionsoffensiven“, gratuliert BMK-Generalsekretär Herbert Kasser den Gewinnerinnen und Gewinnern. Silvia Kaupa-Götzl, Vorständin Österreichische Postbus AG schließt sich den Gratulationen an: „Der VCÖ Mobilitätspreis ist seit Jahren ein Fixpunkt, wenn es darum geht, die besten Ideen und Initiativen für eine nachhaltige Mobilität sichtbar zu machen. Das ist umso wichtiger, als wir gerade bei der Mobilität in Österreich noch einiges vor uns haben, damit wir unsere Klimaziele 2030 erreichen.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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