Land Steiermark setzt Energiesparpaket um

23 Maßnahmen in vier Handlungsfeldern hat die Landesregierung in ihrer heutigen Sitzung (22.09.2022) beschlossen, um im öffentlichen Bereich Energie noch effizienter zu nutzen. Damit können in den rund 360 Gebäuden des Landes jährlich bis zu 12,4 Gigawattstunden Energie eingespart werden.

Steiermark-Bonus, Erhöhung des Heizkostenzuschusses, Energiesparoffensive etc. – schon in den vergangenen Wochen hat das Land Steiermark Maßnahmen gesetzt, die die Steirerinnen und Steirer dabei unterstützen, die enorm gestiegenen Energiepreise zu stemmen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist aber das Energiesparen – im privaten, besonders aber auch im öffentlichen Bereich. Das Land setzt daher bei sich selbst den Energiesparstift an: Die Landesregierung hat heute ein Maßnahmenbündel beschlossen, mit dem in den rund 360 Gebäuden der Landesverwaltung inklusive der Regierungsbüros bis zu 15 Prozent beziehungsweise 12,4 GWh Strom und Wärme eingespart werden können. Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 775 durchschnittlichen Familienhaushalten.

Viele der Maßnahmen zielen darauf ab, Abläufe und Nutzung von Energie effizienter zu gestalten, Dienstzeitregelungen entsprechend anzupassen beziehungsweise das Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Thematik noch mehr zu schärfen. Weitere Vorschläge betreffen Maßnahmen, von deren Umsetzung die größten zusätzlichen Einsparungspotentiale erwartet werden. Wichtig bei der Ausarbeitung des Pakets, das 23 Maßnahmen in vier Handlungsfeldern umfasst, war es auch, dass die Vorkehrungen rasch, ohne große Investitionen und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landes leicht angewendet umgesetzt werden können.

Einige Bespiele:

Beleuchtung:

  • Außenbeleuchtungen sollen auf das Notwendigste reduziert werden. Dies gilt grundsätzlich auch für Leuchtreklamen, Schaufenster sowie für Weihnachts- und Brauchtumsbeleuchtungen.
  • Im Bereich der Innenbeleuchtung in den Amtsgebäuden ist – wo möglich und noch nicht vorhanden – rasch auf LED-Leuchten und Bewegungsmelder umzurüsten.

Heizung:

  • Die Raumtemperatur soll während der Heizperiode zwischen 19 und 20 Grad betragen. Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen des Landes sind davon jedoch ausdrücklich nicht erfasst.
  • Verbauten, Regale, schwere Vorhänge etc., die die Wirkung der Heizkörper einschränken, werden entfernt.
  • Die Verwendung von Heizschwammerln, Heizpilzen und Heizstrahlern bleibt laut Hausordnung weiterhin verboten.

Goodbye Standby

  • Elektrogeräte wie Drucker, Kopierer, Bildschirme etc. sind vom Netz zu trennen, wenn sie nicht benötigt werden – vor allem in der Nacht und an Wochenenden –, um den Standby-Verbrauch zu vermeiden. Alte, energieintensive Geräte sollen gegen neuere, stromsparende ausgetauscht werden.

Videokonferenzen

  • Um Dienstreisen einzusparen, sollen nach Möglichkeit zukünftig Besprechungen vermehrt im Onlineformat durchgeführt werden. Die dafür notwendige technische Ausstattung soll weiter ausgebaut werden.

Information

  • Das Energiesparpaket wird auch im Schulungsangebot der Landesverwaltungsakademie verankert
  • Die Landespersonalvertretung bindet ihre APP im Rahmen des Energiesparpaketes mit ein und kommuniziert über diese Plattform regelmäßig Energiesparthemen.
  • Nutzung von Informationsflächen in den Landesgebäuden für Energiesparthemen

Erstellt wurde das Paket im Auftrag des Klimakabinetts von einer Arbeitsgruppe unter der Federführung der Abteilung 15 (Energie, Wohnbau, Technik) in Zusammenarbeit mit weiteren Abteilungen und der Landespersonalvertretung.

Statements:

Christopher Drexler, Landeshauptmann: „Energiesparen ist ein Gebot der Stunde – gerade auch für die Gebietskörperschaften. Schon mit einfachen Maßnahmen und mehr Bewusstsein kann der Energieverbrauch deutlich reduziert werden. Wir verstärken daher in der Landesverwaltung die bisherigen Anstrengungen zur Energieeffizienz und wollen noch weitere Energiesparpotentiale heben.”

Anton Lang, Landeshauptmann-Stellvertreter: „Mit dem vorliegenden Paket, das Maßnahmen in vielen verschiedenen Bereichen enthält, wird es uns gelingen den Energieverbrauch in der Landesverwaltung deutlich zu senken. Damit nehmen wir als Steiermärkische Landesregierung unsere Vorbildfunktion wahr und leisten selbstverständlich unseren Beitrag in dieser schwierigen Zeit.”

Ursula Lackner, Landesrätin für Klimaschutz und Energie: „Wir alle müssen vieles von dem, was wir gewöhnt sind, worüber wir uns noch zu wenig Gedanken gemacht haben, neu bewerten und in Frage stellen. Und die Antwort wird oft lauten: Es geht auch anders. Da nehmen wir uns als Landesregierung und Landesverwaltung nicht aus. Auch hier setzen wir Schritte, um Energie noch effizienter zu nützen. Nicht nur aus Kostengründen und um Steuergeld zu sparen, sondern auch, weil wir Vorbild sind.”

Johann Seitinger, Nachhaltigkeitslandesrat: „Die nachhaltigste Energie ist jene, die wir nicht verbrauchen. Gerade jetzt ist Energiesparen von größter Bedeutung, weil es nicht nur der Geldbörse nützt, sondern vor allem auch dem Klima. Als Land Steiermark wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen.”

LR Johann Seitinger, LR Ursula Lackner, LH Christopher Drexler, LH-Stv. Anton Lang (v.l.). © LandSteiermark/Binder

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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