Natur(-schutz) kennt keine Grenzen

Jedes Jahr im September wird in ganz Europa das Grüne Band gefeiert! Zahlreiche Veranstaltungen und Initiativen machen auf das europäische Naturschutzprojekt aufmerksam. Um die besondere Natur am ehemaligen Eisernen Vorhang sichtbar zu machen, wird heuer die erste einer Serie von „Grenzmarken“ am Grünen Band enthüllt!

Schattendorf im Burgenland ist die erste Gemeinde am Grünen Band, in der das gemeinsame Naturerbe mit der Errichtung einer neuen Grenzmarke gefeiert wird. Im Rahmen einer Wanderung an der österreichisch-ungarischen Grenze am 24. September erkundet man nicht nur die Tierwelt, die Vielfalt an Kräutern und Wildfrüchten, sondern enthüllt auch einen grenzmarkierenden Obelisken. Dabei dient die jahrhundertealte Tradition der Grenzsteine als Vorbild – sie kennzeichnen Staatsgrenzen, ohne eine Barriere für Mensch und Tier darzustellen. Die neu errichtete Grenzmarke macht das Grüne Band als besonderes Naturrefugium und Kulturraum sichtbar und informiert über die Entwicklung von damals bis heute. Auf Deutsch und Ungarisch erfahren Interessierte mehr über den historischen Hintergrund, das gemeinsame Naturerbe in der Region, die grenzüberschreitenden Naturschutzmaßnahmen sowie über das Grüne Band Europa. Gemeinsam mit 151 Gemeinden am Grünen Band will der Naturschutzbund so ein Bewusstsein für die weitgehend unberührte Natur am ehemaligen Eisernen Vorhang schaffen.

Vielseitiges Engagement für das Grüne Band

Das European Green Belt gilt als längster Biotopverbund der Welt und ist Lebenszone für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten. Der Naturschutzbund setzt sich auf vielfältige Weise für den Schutz und Erhalt der Naturrefugien am Grünen Band ein. So werden jedes Jahr die Green-Belt-Camps organisiert, bei denen Jugendliche in Österreich im Einsatz für die Natur sind. Während das diesjährige Naturschutzbund-Camp an der österreichisch-tschechischen Grenze an der Maltsch (OÖ) schon erfolgreich absolviert wurde, sind noch bis 25. September engagierte Freiwillige bei der Biotoppflege im Weinviertel aktiv.

Weitere Informationen rund um das Grüne Band gibt’s unter www.gruenesband.at

Bei einer Wanderung lässt sich das Grüne Band hautnah erleben. © Christine Pühringer
Die Zwergohreule lebt in dem Naturrefugium am ehemaligen Eisernen Vorhang. © Kurt Grafl

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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