ASFINAG: Einsatzübung im S 35 Tunnel Mixnitz – schwerer Verkehrsunfall mit folgendem Pkw-Brand 

Utl.: Rund 100 Einsatzkräfte probten den Ernstfall; Übung erfolgreich verlaufen

Ein schwerer Verkehrsunfall in dem Lkw sowie Pkw verwickelt sind führt zu einem Pkw-Brand im Tunnel. Hinter der Unfallstelle bildet sich rasch ein Stau. Der Verkehr Tunnel Mixnitz auf der S 35 Brucker Schnellstraße steht still. Eine sehr heikle Situation, die niemand erleben will. Umso wichtiger ist es, dass derartige Ernstfälle von Einsatzkräften beübt werden und sie damit vorbereitet sind. Rund 100 von ihnen nahmen daher gestern an einer Übung mit diesem Szenario teil. „Einsatzübungen sind enorm wichtig“, sagt Günter Rattei, Leiter des ASFINAG-Tunnelmanagements. „Von der reibungslosen Abwicklung und der guten Kommunikation unter den Beteiligten hängen Menschleben ab.“  Neben der Absicherung von Unfallstellen durch Polizei und ASFINAG hat vor allem die Feuerwehr bei derartigen Einsätzen eine entscheidende Rolle. Denn noch bevor die ärztliche Betreuung der Unfallopfer erfolgen kann, gilt es, eingeklemmte Personen aus den Fahrzeugen zu befreien. Tunnelmanager Rattei: „Die Ziele der gestrigen Übung im Tunnel Mixnitz waren Suchen, Retten, Bergen und die Verkehrswege so rasch wie möglich wieder befahrbar machen“. Auch der Check, ob die Alarmierungskette und die Kommunikation untereinander funktionieren, war ein wesentlicher Bestandteil. Das Fazit: Alle Schwerpunkte konnten erfolgreich beübt werden. Das bestätigt auch Günter Rattei von der ASFINAG: „Alle Einsatzkräfte agierten umsichtig und hochprofessionell. Damit stellen wir gemeinsam sicher, dass die Verkehrsteilnehmer:innen auch für so einen Extremfall in Österreichs Autobahn- und Schnellstraßen-Tunnel gut unterwegs sind.“

Gemeinsam für mehr Sicherheit – unter diesem Motto stehen alle Einsatzübungen. Besonders wichtig dabei ist die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Organisationen. Dreh- und Angelpunkt innerhalb der ASFINAG sind bei großen Ereignissen die regionalen Verkehrsmanagement-Zentralen sowie die nationale Zentrale in Wien-Inzersdorf mit den „Chefs vom Dienst“. Weiters bei Einsätzen mit dabei sind die Tunnel-Betriebs-Technik und die jeweils zuständige Autobahnmeisterei. An dieser Einsatzübung im Tunnel Mixnitz haben weiters teilgenommen: die Feuerwehren Mixnitz, Pernegg, Bruck, Picheldorf und Turnau, die Rettungsdienststelle Bruck/Mur sowie die Autobahnpolizei Bruck.

Übungen per Gesetz vorgeschrieben

Im Abstand von höchstens vier Jahren müssen in Tunnel, die länger als 500 Meter sind, Großübungen mit allen Einsatzorganisationen stattfinden. Geplant sind heuer 20, von der ASFINAG organisierte und geleitete Einsatzübungen. Das Ziel dabei: Alle Einsatzkräfte sollen im Ernstfall genau über die Zufahrtsmöglichkeiten und die Ausrüstung jener Tunnel Bescheid wissen, die in ihrem Einsatzgebiet liegen.

Fotos Copyright ASFINAG

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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