Sprungbrett in den Job: Erfreuliche Entwicklung im Bezirk Liezen

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen eine positive Entwicklung. Mit einer Arbeitslosenquote von rund 3,0 Prozent kann zurzeit eine Vollbeschäftigung im Bezirk Liezen beobachtet werden. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Bezirk Liezen im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent gesunken – das Arbeitsmarktservice führt das auf die „Aktion Sprungbrett“ zurück: Das AMS gewährt seit Juli 2021 Lohnzuschüsse, wenn Betriebe langzeitarbeitslose Menschen einstellen.

Die „Aktion Sprungbrett“ wurde mit dem Ziel eingeführt, bis Ende 2022 die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen in Österreich um 50.000 zu reduzieren. „Unser Wert liegt bei 123 langzeitarbeitslosen Menschen, die bis Jahresende in Arbeit zu bringen sind – und es ist uns bereits jetzt 130 Mal gelungen, solche Personen in ein Unternehmen zu vermitteln“, so Helge Röder, Leiter des AMS Liezen.

Vielfach benachteiligte Gruppe

Das AMS zahlt für die Integration bis zu 50 Prozent der Lohnkosten – für die ersten Monate des Dienstverhältnisses. Die Menschen, die durch die „Aktion Sprungbrett“ bis jetzt wieder eine Arbeit gefunden haben, sind laut AMS über 50 Jahre alt, haben keine Ausbildung, sind gesundheitlich eingeschränkt und waren durchschnittlich zwei Jahre arbeitslos. „Erfreulich ist, dass die Wirtschaft das Potenzial dieser Personengruppe erkannt hat und bis jetzt bereits viele Personen die Chance von den Betrieben auf ein Dienstverhältnis bekommen bzw. auch genutzt haben“, so Röder.

Ende mit Dezember, aber weitere Fördermittel

Auch wenn das angepeilte Ziel bereits erreicht wurde, die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen deutlich reduziert werden konnte und das Programm Ende Dezember ausläuft, wird es im nächsten Jahr beim AMS weitere Fördermittel geben, denn die aktuelle Teuerungswelle treffe langzeitarbeitslose Menschen besonders stark. „Nun erreiche man eine Gruppe der Langzeitarbeitslosen, die vielfach benachteiligt seien“, so Röder: „Da spielt die Dauer der Arbeitslosigkeit nicht mehr allein eine Rolle, vielfach sind massive gesundheitliche Einschränkungen vordergründig. Das heißt tatsächlich, dass es jetzt mit Ende der Aktion und den getrübten Konjunkturaussichten immer schwieriger wird, Menschen mit mehrfachen Benachteiligungen auf einen Arbeitsplatz zu vermitteln.“

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Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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