VCÖ zu Schulstart in der Steiermark: Schulweg nutzen, damit Kinder sicheres Verhalten im Straßenverkehr lernen 

VCÖ: Pedibus und Bike-Line als gesunde Alternative zum Elterntaxi

VCÖ (Wien, 12. September 2022) – In der Steiermark beginnt heute für rund 125.000 Kinder und Jugendliche das neue Schuljahr, davon haben fast 12.000 Taferlklassler ihren ersten Schultag. In der Steiermark kommen die meisten Kinder zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrad zur Schule. Kinder können am Schulweg, der sicherer ist als Freizeitwege, Kompetenz im sicheren Verhalten im Straßenverkehr erlangen, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Zudem ist der Schulweg für Kinder eine Chance, auf eine regelmäßige Portion gesunde Bewegung zu kommen. Gemeinden und Städte sind gefordert, durch Verkehrsberuhigung und ausreichend Platz zum Gehen und Radfahren den gesunden Schulweg der Kinder zu unterstützen, betont der VCÖ. 

Mit dem Schulbeginn rückt der Schulweg wieder in den Fokus. Elterntaxis verursachen vor Schulen Verkehrsprobleme. Neben dem Verkehrschaos, werden die Kinder auch durch gesundheitsschädliche Abgase belastet. „Eltern wollen dem eigenen Kind Gutes tun. Doch Elterntaxis schaden sowohl den anderen Kindern, als auch dem eigenen Kind“, macht VCÖ-Expertin Lina Mosshammer aufmerksam. Denn Schulwege sind durch Schülerlotsen, erhöhte Aufmerksamkeit der Autofahrenden und zahlreiche Maßnahmen sicherer als Freizeitwege. Kinder können in einem gesicherten Umfeld Kompetenz im richtigen Verhalten im Straßenverkehr lernen, was ihnen auf Freizeitwegen sehr zugute kommt. 

Der VCÖ weist zudem auf einen weiteren wichtigen Aspekt hin: Bewegungsmangel ist ein zunehmendes Problem. Der Schulweg ist eine Chance, dass Kinder und Jugendliche auf eine regelmäßige Portion gesunde Bewegung kommen. Dadurch kommt auch der Kreislauf in Schwung, was den Kindern hilft, ab der ersten Stunde aufmerksam dem Unterricht folgen zu können. 

Elternvereine und Schulen können die Eltern unterstützen, indem sie beispielsweise Pedibusse initiieren, betont der VCÖ. Dabei treffen sich Kinder zu einer bestimmten Uhrzeit bei einer „Pedibus-Station“ und gehen dann in Begleitung eines Erwachsenen gemeinsam zur Schule. Ähnlich funktioniert die Bike-Line, bei der die Schülerinnen und Schüler in Begleitung mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

Wichtig ist auch, dass die Gemeinden und Städte durch eine kindgerechte Verkehrsplanung ein Umfeld schaffen, damit Kinder und Jugendliche ihre Alltagswege gut zu Fuß oder Fahrrad zurücklegen können. „Die Anzahl der Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, zeigt auch, wie hoch die Qualität der Verkehrsplanung im Ort ist“, stellt VCÖ-Expertin Mosshammer fest. Je nach Lage der Schule kann mit einer Schulstraße, einer Wohnstraße oder einer Begegnungszonen ein sicheres Schulumfeld geschaffen werden. Darüber hinaus ist in den Wohngebieten eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung mit einem durchgängigen Netz an ausreichend breiten Gehwegen und übersichtlichen Übergängen wichtig. Tempo 30 sollte im Ortsgebiet die Regelgeschwindigkeit sein, Tempo 50 die Ausnahme, betont der VCÖ. 

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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