Land unterstützt Gemeinden dabei, sich gegen Naturkatastrophen zu wappnen

Förderung für Naturgefahren-Check

Graz (12. September 2022).- Häufiger und schwerwiegender waren steirische Gemeinden in den vergangenen Jahren von Naturkatastrophen betroffen – eine Auswirkung des Klimawandels. Mit dem Naturgefahren-Check hilft das Land den Gemeinden dabei, präventive Maßnahmen zu treffen, um die Folgen von Starkregen, Trockenheit und mehr eindämmen zu können.

Starkregen, Hochwasser, Murenabgänge, Lawinen, aber auch Wasserknappheit auf Grund anhaltender Hitze und Dürre. Es gibt eine Vielzahl von Naturkatastrophen, die über steirische Gemeinden hereinbrechen können. Jederzeit, oft unvermutet und in Zeiten des Klimawandels immer heftiger. Um die steirischen Gemeinden dabei zu unterstützen, sich auf solche und andere Naturkatastrophen vorzubereiten und präventive Maßnahmen zu setzen, um die Auswirkungen von derartigen Ereignissen eingrenzen zu können, fördert das Land Steiermark den sogenannten Naturgefahren-Check. „Der Klimawandel ist angekommen, und es ist Zeit zu handeln. Das bedeutet, nicht nur den Klimaschutz zu intensivieren, sondern auch Wege zu entwickeln, um mit den Folgen des Klimawandels richtig umzugehen”, erklärt Umweltlandesrätin Ursula Lackner diesen Schritt. „Der Naturgefahren-Check für Gemeinden ist ein Baustein dieser Strategie, mit dem die Gemeinden Gefahren und Auswirkungen eindämmen können – auch wenn es freilich keinen hundertprozentigen Schutz geben kann.”

30 Gemeinden können pro Jahr diesen Check buchen – dank der Förderungen des Landes Steiermark zu einem Selbstkostenpreis von rund 720 Euro. Dabei prüfen Expertinnen und Experten des Landes sowie externe Fachleute im ersten Schritt die Topografie einer Gemeinde. In der Folge bearbeiten ausgebildete Auditorinnen und Auditoren der Klimaschutzkoordination des Landes Steiermark sowie der Energieagentur Steiermark und des Elementarschaden-Präventionszentrums im Rahmen eines Workshops gemeinsam mit Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern sowie den Blaulichtorganisationen alle für die Gemeinde relevanten Naturgefahren. Der sich ergebende Befund wird in Folge auch in Zusammenhang mit künftigen Veränderungen, die sich laut aktuellen Klimaprognosen im Rahmen des Klimawandels ergeben, gesetzt. Das Ergebnis sind konkrete Handlungsempfehlungen, aber auch Hilfestellungen für die Sensibilisierung in der Gemeinde und in den regionalen Medien. Denn was hilft das beste Konzept, wenn die Bevölkerung davon nichts weiß.

Mit 39 steirische Gemeinden wurde dieser Naturgefahrencheck bereits durchgeführt und bis Ende des Jahres sind weitere 21 Checks in Vorbereitung. Insgesamt werden so bereits Ende des Jahres 60 steirische Gemeinden  (Liste) dieses Angebot durchlaufen haben und die Steiermark ist damit österreichweit Vorbild.

„Das Thema Klimawandel ist in den Gemeinden angekommen und die Nachfrage nach den Naturgefahrenchecks nimmt stetig zu”, berichtet Andrea Gössinger-Wieser, Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark. „Was wir derzeit feststellen ist, dass zwar der Klimawandel von großer Relevanz für die Gemeinde ist, es jedoch oft an der Vernetzung zwischen den relevanten Akteuren fehlt. Gemeinden müssen sich bewusst machen, dass jederzeit Wetterextreme passieren können, die über das Gewohnte weit hinausgehen.”

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


error: (c) arf.at