Admiral Bundesliga: Bittere Heimniederlage des SK Sturm Graz gegen den LASK

Der SK Puntigamer Sturm Graz unterliegt daheim dem LASK knapp mit 0:1. Den einzigen Treffer des Tages erzielte Nakamura in der 66. Spielminute. 

Spielbericht: Sturm Graz

STARKER ERSTER DURCHGANG

Das Duell Schwarz-Weiß gegen Schwarz-Weiß stand unter besonderen Vorzeichen, trafen doch die beiden letzten ungeschlagenen Teams der ADMIRAL Bundesliga aufeinander. Den 12.502 Zuschauer:innen bot sich zu Spielbeginn in der Merkur Arena zu Graz ein beeindruckendes Bild. Die Nordkurve feierte mit einer atemberaubenden Choreographie (mit einem Jahr Verspätung) das 25-jährige Bestehen der Fangruppierung Grazer Sturmflut. Diese Stimmung saugte das Team von Cheftrainer Christian Ilzer auf und agierte von Beginn weg aggressiv und giftig. Bereits nach fünf Minuten prüfte Tomi Horvat Alexander Schlager im Tor der Linzer aus der Distanz, sein Schuss wurde vom Schlussmann gut pariert. Die Steirer kamen in weitere Folge durch entschlossene Pressing-Situationen zu einigen guten Feldpositionen, der entscheidende Pass wollte jedoch nicht an den Mann kommen. In der 32. Minute änderte sich das, Manprit Sarkaria spielte einen beinahe perfekt getimten Lochpass auf den startenden Rasmus Højlund, der an Schlager vorbeiging und zum vermeintlichen 1:0 traf. Leider nur beinahe, der VAR entschied nach gut zweiminütigem Studium auf Abseits. Der dänische Angreifer befand sich beim Zuspiel um eine halbe Schuhlänge in der verbotenen Zone. In der 44. Minute fand ein Sturmangriff den an der Strafraumkante mitgelaufenen Horvat. Sein erster Abschluss wurde von einem Linzer Verteidiger geblockt, seinen zweiten Schuss parierte Schlager stark. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, die Grazer Schwarz-Weißen belohnten sich nicht für den Aufwand des ersten Durchgangs. 

ÄHNLICHE ZWEITE HALBZEIT

Die zweiten 45 Minuten starteten intensiv, ohne, dass sich eines der beiden Teams gefährliche Tormöglichkeiten erspielen konnte. Das änderte sich in der 55. Minute, als Jusuf Gazibegovic glücklich zu einer guten Torraumszene kam, sein Abschluss wurde jedoch von einem Linzer geblockt. Nur zwei Minuten später fand eine Sarkaria Hereingabe den einlaufenden Prass, sein Abschluss verfehlte das Tor nur knapp. Sehr erfreulich war die Einwechslung des in den letzten Wochen aufgrund einer Muskelverletztzung nicht einsatzfähigen Jakob Jantschers. Nur zwei Minuten nach dessen Einwechslung kam es zur spielentscheidenden Szene der Partie. Mehrere kleine Unkonzentriertheiten in der Grazer Hintermannschaft nutzte Keito Nakamura aus, um sich im Dribbling vom linken Strafraumeck aus Platz zu verschaffen. Er zog an der Strafraumgrenze ab, seinen satten Schuss konnte Jörg Siebenhandl nicht mehr entscheidend ablenken und somit schlug der Ball im rechten Kreuzeck ein. Sturm versuchte schnell zu antworten, ein Schuss von Stefan Hierländer rauschte nur knapp am Tor vorbei. In der 83. Minute war es abermals Horvat, der den Ball aus guter Position nicht im Tor unterbringen konnte. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit war es schließlich Youngster Moritz Wels, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Der 17-Jährige verzog freistehend am Sechzehner, sein Abschluss flog knapp am rechten Kreuzeck vorbei. Insgesamt waren die letzten 15 Minuten vom Spielverschleppen der Linzer geprägt, zwischendurch kam es zu Rudelbildungen, insgesamt vier Mal musste Schiedsrichter Altmann in dieser Phase den gelben Karton zücken. Die letzte Aktion in diesem Spiel war ein Kopfball von Gregory Wüthrich, der Alexander Schlager jedoch vor keine große Herausforderung stellte. Somit blieb nach 95 Minuten der Aufwand unbelohnt, da eine Reihe guter Möglichkeiten von den Grazern nicht genutzt wurden. Am kommenden Wochenende gibt es in Wien-Hütteldorf gegen Rapid die nächste Möglichkeit auf drei Punkte. 

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer Christian Ilzer: 
„Die Niederlage ist sehr, sehr ärgerlich, völlig unnötig. Wir hätten uns mindestens einen Punkt verdient gehabt. Was die Chancen anbelangt, waren wir das bessere Team. Es ist sinnbildlich, wie wir das Tor bekommen haben. Davor haben wir kaum etwas zugelassen, nur eine Halbchance von Goiginger. Die Entstehungsgeschichte des Gegentreffers hat gezeigt, dass uns im Detail die letzte Power, die letzte Überzeugung gefehlt hat. Nakamura darf auf der Seite walten und gestalten, wird nur begleitet und kommt frei zum Schuss. Das gleiche Problem haben wir nach vorne hin gehabt, es war lange taktisch geprägt. Im letzten Drittel hat die nötige Präzision gefehlt und deshalb verliert man gegen eine Mannschaft, die im Flow ist und sehr effizient war. Wir sind enttäuscht und das ist absolut ärgerlich.“

Gregory Wüthrich: „Es war eine sehr enge Partie und lange ausgeglichen. Der LASK war am Ende des Tages das effektivere Team und das Gegentor, das wir bekommen haben, darf so nicht passieren. Es hat einfach an Effizienz gefehlt, man muss seine Chancen, die man bekommt, einfach nützen. Sie haben bis zum 1:0 keine einzige Torchance gehabt, das ist extrem bitter.“

CASHPOINT SCR AltachCASHPOINT SCR Altach1:2SC Austria LustenauSC Austria Lustenau
FC Red Bull SalzburgFC Red Bull Salzburg2:0SK Austria KlagenfurtSK Austria Klagenfurt
SK Puntigamer Sturm GrazSK Puntigamer Sturm Graz0:1LASKLASK
RZ Pellets WACRZ Pellets WAC-:-FK Austria WienFK Austria Wien
SK Rapid WienSK Rapid Wien-:-TSV Egger Glas HartbergTSV Egger Glas Hartberg
SV Guntamatic RiedSV Guntamatic Ried-:-WSG TirolWSG Tirol

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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