Kitzbühel – 15. Red Bulls Salute-Turnier: EC Salzburg im Finale des Red Bulls Salute hauchdünn geschlagen

Mountfield HK gewinnt nach einem intensiven Duell mit 2:0

Kitzbühel, 14. August 2022 | Der Sieger des 15. Red Bulls Salute-Turniers heißt Mountfield HK. Die Tschechen setzten sich in einem hochspannenden Finalspiel gegen den EC Red Bull Salzburg mit 2:0 durch, wobei der zweite Treffer ins leere Tor ging. Im ausverkauften Sportpark Kitzbühel lieferten beide Mannschaften mit starken Leistungen ein würdiges und hart umkämpftes Endspiel, in dem sich beide den Sieg verdient hätten. 

Ohne großes Abtasten gingen beide Teams in die Partie und schlugen sofort ein hohes Tempo an. Abwechselnd wurden schon bald erste Chancen erspielt, die zumeist aus Gedränge vor dem Tor entstanden. In der 10. Minute setzte Thomas Raffl zu einem kurzen Solo an, konnte aber nur mit der Rückhand abschließen. Salzburgs Kapitän hatte in der 18. Minute plötzlich frei im Slot stehend die nächste große Chance, kam aber am guten tschechischen Schlussmann Jan Ruzicka nicht vorbei. In der höchst intensiven Schlussphase des ersten Abschnitts waren die Red Bulls (ohne die angeschlagenen Dominique Heinrich und Troy Bourke und den privat verhinderten Tyler Lewington) schwer am Drücker, aber es reichte noch nicht zum ersten Tor. Die Intensität wurde nach der Pause beibehalten, es ging auf und ab, dazu immer wieder unerbittliche Zweikämpfe. In der 29. Minute gelang dann den Tschechen der erste Treffer, Nikita Scerbak kämpfte sich auf der linken Seite durch und überwand Salzburgs starken Torhüter David Kickert. Das verschärfte nur die Angriffsbemühungen der Red Bulls, die in der Folge komplett die Initiative übernahmen und mehrmals nur knapp am Ausgleich vorbeischlitterten. Erst ab der 34. Minute öffneten die Tschechen das Spiel wieder, die Zweikämpfe wurden härter und arteten auch teilweise in feste Handgreiflichkeiten aus. Nach der höchst emotionalen Schlussphase und einem richtig guten, aber erfolglosen Salzburger Powerplay nahmen die Tschechen die 1:0-Führung nach zwei Dritteln mit in die Kabine.
Und kamen mit dem Momentum auf ihrer Seite auch wieder raus, David Kickert hatte in den ersten Minuten des Schlussdrittels alle Hände voll zu tun. Die Red Bulls kamen dann wieder zu Offensivaktionen, waren aber weiterhin mehr in der eigenen Zone beschäftigt. Mountfield spielte konstant im Angriffsmodus und hielt clever die Scheibe. In der 53. Minute aber hatten die Red Bulls nach einem Konter bei zwei Rebounds plötzlich dicke Chancen auf den Ausgleich, Mountfield verhinderte mit Glück das Tor. In der 55. Minute spielten die Red Bulls noch einmal in Überzahl und kreierten einige gefährliche Momente. Vor dem Tor herrschte viel Hektik, aber rein wollte die Scheibe nicht. Den Schlusspunkt setzten dann die Tschechen mit dem Empty-Net-Tor kurz vor der Schlusssirene und fixierten damit auch den Turniersieg. Die Red Bulls beenden das Turnier auf dem zweiten Platz, haben aber insgesamt einen sehr starken Eindruck im Turnier hinterlassen. 

Salzburgs Head Coach Matt McIlvane
„Es war wirklich eng. Für zwei Drittel waren wir die bessere Mannschaft. Aber ihr Torhüter war heute überragend und im Schlussdrittel waren sie dann klar am Drücker. Aber wenn man sieht, welche Qualität unser Gegner heute hatte – Mountfield ist ein europäisches Top-Team – war ich trotzdem beeindruckt über unseren Kampfgeist. Wir haben ein gutes Spiel gemacht.“

Red Bull München: Aufholjagd wird nicht belohnt: Red Bulls mit knapper Niederlage gegen Zug

EVZ – RBM 5:4 | Schütz: „Wir haben wie gestern das erste Drittel verschlafen“
Sonntag, 14. August 2022. Red Bull München hat auch das zweite Spiel beim Red Bulls Salute 2022 in Kitzbühel verloren. Im kleinen Finale unterlag das Team von Don Jackson trotz starker Aufholjagd dem schweizerischen Meister EV Zug mit 4:5 (0:4|3:1|1:0). Ben Smith, Chris DeSousa, Yasin Ehliz und Jonathon Blum erzielten die Münchner Tore.
 Spielverlauf Zug mit einem Start nach Maß: Tobias Geisser staubte im Powerplay zur frühen Führung ab (4.). Die Eidgenossen auch danach mit viel Tempo und weiteren Treffern: Lino Martschini (9.) und Carl Klingberg (12.) veredelten jeweils einen schnell ausgespielten Konter. Die Red Bulls hatten Möglichkeiten auf das Anschlusstor, spätestens bei EVZ-Goalie Leonardo Genoni war aber Endstation. Kurz vor der ersten Drittelpause noch einmal die Schweizer: Jan Kovar erzielte das 4:0 (19.). 
 Gregory Hofmann eröffnete mit dem fünften Treffer für Zug (29.) einen turbulenten Mittelabschnitt. Die Red Bulls – inzwischen mit Christopher Kolarz im Tor – schalteten einen Gang hoch und belohnten sich dafür: Smith (31.), Neuzugang DeSousa (32.) und Ehliz (36.) verkürzten den Rückstand in nur wenigen Minuten auf zwei Tore.
 Viel Tempo auch im Schlussdrittel. Zug zunächst torgefährlicher, doch Kolarz hielt sein Team im Spiel. Auf der Gegenseite rettete Genoni mehrere Male. München versuchte alles, das 4:5 von Blum in letzter Sekunde kam aber zu spät. 
 Justin Schütz:„Wir haben wie gestern das erste Drittel verschlafen. Danach waren wir das überlegene Team und haben stark aufgeholt. Es ist aber extrem schwierig, ein Spiel nach 0:5-Rückstand noch zu gewinnen.“ EndergebnisEV Zug gegen Red Bull München 5:4 (4:0|1:3|0:1)
 Tore1:0 | 03:05 | Tobias Geisser
2:0 | 08:05 | Lino Martschini
3:0 | 11:04 | Carl Klingberg
4:0 | 18:56 | Jan Kovar
5:0 | 28:24 | Gregory Hofmann
5:1 | 30:56 | Ben Smith
5:2 | 31:40 | Chris DeSousa
5:3 | 35:08 | Yasin Ehliz
5:4 | 59:59 | Jonathon Blum Zuschauer:700

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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