Hohentauern: ALPINUNFALL AM GROßEN BÖSENSTEIN (2.448m)

SCHWERVERLETZTER VON BERGRETTERN GERETTET – RETTUNGSAKTION BEI WIDRIGSTEN WETTERBEDINGUNGEN DAUERTE 8 STUNDEN, (Hohentauern, Bezirk Murtal)

Ein Bergwanderer verunfallte am frühen Nachmittag beim Abstieg vom Großen Bösenstein auf rund 2.200m Seehöhe. Der Alpinist stürzte rund 20 Meter im sehr steilen, unwegsamen alpinen Gelände ab und verletzte sich dabei schwer. Er setzte daraufhin noch selbst einen Notruf ab und verständigte die Einsatzkräfte. Von der Landeswarnzentrale Steiermark wurde sofort die Bergrettung Hohentauern alarmiert, die unter anderem mit einem Bergrettungsarzt und Notfallsanitätern bei widrigsten Wetterbedingungen zum Verunfallten aufstiegen. 

Nach einer notfallmedizinischen Erstversorgung durch die Einsatzkräfte der Bergrettung im unwegsamen und alpinen Gelände wurde versucht mit dem ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 14 zum Notfallort zuzufliegen. Zwei Versuche mussten wegen den widrigen Wetterbedingungen jedoch abgebrochen werden. Daraufhin wurde zur Unterstützung beim terrestrischen Rettungseinsatz die Bergrettung Trieben alarmiert. 28 Bergretter:innen, darunter drei Notfallsanitäter, ein Bergrettungsarzt sowie ein Alpinpolizist begaben sich mit dem schwerverletzten Alpinisten in einer Spezialtrage, teilweise mit Seilen gesichert bis zu einem geeigneten Übergabepunkt im Bereich der Edelrautehütte (1725m). Ebenso wurde seine Begleiterin von den Bergretter:innen sicher ins Tal begleitet. Dort wurde der Schwerverletzte nach einer 8-stündigen sehr fordernden Rettungsaktion, einem Notarztteam des Roten Kreuzes übergeben und ins Krankenhaus transportiert.

Österreichischer Bergrettungsdienst
Land Steiermark

Alpinunfall

Hohentauern, Bezirk Murtal. – Sonntagnachmittag, 7. August 2022, kam ein 31-jähriger Bergsteiger zu Sturz und verletzte sich dabei unbestimmten Grades.

Gegen 11:00 Uhr unternahm der 31-jährige Grazer gemeinsam mit einer niederländischen 28-Jährigen eine Bergtour auf den „Großen Bösenstein“ in den Rottenmanner Tauern. 

Als sie sich während des Abstieges gegen 14:20 Uhr unterhalb des „Kleinen Bösenstein“ auf einer Seehöhe von etwa 2.300 Metern befanden, dürfte sich der 31-Jährige auf einen Felsblock gestellt haben, um ein Foto anzufertigen. Dieser dürfte sich in weiterer Folge gelöst haben. Der 31-Jährige stürzte mit dem Felsblock etwa 20 Meter über steiles und felsiges Gelände in die Tiefe. Er erlitt dabei Verletzungen unbestimmten Grades. 

Die 28-Jährige sowie zwei weitere Bergsteiger setzten den Notruf ab und führten die Erstversorgung durch. Aufgrund der nebligen Wetterverhältnisse konnte der Rettungshubschrauber keine Rettung vornehmen. Der Verletzte wurde über mehrere Stunden hinweg von Mitgliedern der Bergrettung sowie einem Bergrettungsarzt mittels Trage ins Tal gebracht und dort gegen 21:15 Uhr Kräften des Roten Kreuzes übergeben, die ihn wiederum ins LKH Rottenmann gebracht haben. 

Seitens der Bergrettung Hohentauern und Trieben standen insgesamt 28 Kräfte im Einsatz. Ebenfalls im Einsatz standen ein Alpinpolizist sowie ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hohentauern.

LPD Steiermark

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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