SP-Lindner: Krise in der Notarzt-Versorgung weitet sich im Juli aus! Kein Notarzt in Mehreren Bezirken!

Utl.: SPÖ-Abgeordneter fordert rasches Handeln gegen Versorgungsengpässe in der ganzen Steiermark – Warnungen aus dem Juni haben sich leider bestätigt

Liezen – Seit Juni sorgen Ausfälle von wichtiger Notarzt-Versorgung in der Steiermark für intensive Diskussionen. SPÖ-Regionalvorsitzender NAbg. Mario Lindner warnte nach tragischen Beispielen aus seinem Heimatbezirk Liezen schon mehrmals davor, dass sich die Versorgungs-Engpässe im Sommer verschlimmern könnten. Aktuelle Zahlen unterstreichen diese Befürchtung nun leider. Waren im Juni noch an 17 Tagen Notarzt-Dienste in der Steiermark unbesetzt, waren es im Juli schon 43 Dienste an 23 Tagen – besonders an den Wochenenden fehlen notwendige Notärzt*innen. Betroffen ist nicht nur der Bezirk Liezen, sondern zahlreiche Regionen in der ganzen Steiermark:

  • Im Bezirk Liezen ist der Stützpunkt Rottenmann besonders betroffen: Er war im Juni an 4 Tagen gänzlich und an 3 Tagen nachts unbesetzt. Im Juli war in Rottenmann schon an 4 Tagen gar keine und an 9 Tagen ab 15 Uhr kein Notarzt mehr im Einsatz.
  • Auch im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag gibt es Engpässe: Der Stützpunkt Mariazell war im Juli an 6 Tagen gänzlich und an einem Tag im Nachtdienst nicht besetzt. Auch der Stützpunkt Mürzzuschlag war an 2 Tagen unbesetzt.
  • Am Stützpunkt Leoben fehlte im Juli an 4 Tagen durchgehend, sowie an einem Tag im Nachtdienst ein Notarzt.
  • In Feldbach war im Juli ein Nachtdienst nicht besetzt.
  • Am Stützpunkt Hartberg fehlte im Juli an 4 Tagen durchgehend und an 5 Tagen in der Nacht ein Notarzt.
  • In Weiz waren ein Tag durchgehend und 5 Tage im Nachtdienst unbesetzt.

Für Lindner, der selbst als ehrenamtlich stv. Bezirksstellenleiter des Rotes Kreuzes in Liezen tätig ist, steht fest: „Wir sind mit einer handfesten Versorgungskrise konfrontiert! Wir brauchen ein koordiniertes Vorgehen aller politischen Kräfte, um wieder Versorgungssicherheit im Notfall in allen Regionen zu gewährleisten – da nehme ich bewusst nicht nur die Landes-, sondern auch die Bundespolitik in die Pflicht, die endlich mehr Ressourcen zur Verfügung stellen muss. Die Umstrukturierung des steirischen Notarztwesens seit Juni würde gerade ländliche Regionen massiv treffen. Gleichzeitig würden Projekte, wie das einsatzbereite Notarzt-Fahrzeug NEF Alpin in Eisenerz weiterhin nicht genutzt. „Wir brauchen daher nicht nur kurzfristige Maßnahmen, um die aktuelle Krise zu meistern, sondern langfristige Investitionen in den Rettungsdienst und die Ausbildung von mehr Notärzt*innen!“ Lindner kündigt dazu in den nächsten Wochen auch weitere parlamentarische Schritte an.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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