Red Bull Salzburg: Sturm Graz als erster Stolperstein dieser Saison// Neuer Vertrag für einen Youngster

Bereits am 2. Spieltag müssen wir unseren ersten Dämpfer hinnehmen, so früh wie seit 2016 nicht mehr. Zu Gast beim SK Sturm Graz finden unsere Roten Bullen erst in der Schlussphase mit einem Kjaergaard-Treffer ihren Rhythmus. Zu spät für diese Partie, weshalb wir unsere Heimreise mit einer 1:2-Niederlage im Gepäck antreten müssen, die für unsere kommenden Aufgaben einige Lehren mit sich bringt.

Spielbericht Red Bull Salzburg; Foto:©Red Bull/Getty Images

So gut unsere letzten Auftritte in der Red Bull Arena waren, so schwer taten wir uns in unserem ersten Auswärtsspiel der ADMIRAL Bundesliga-Saison 2022/23 beim SK Sturm Graz.

Schon die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, die uns vor allem mit hohen Bällen in den Strafraum zusetzten – eine abgerissene Flanke brachte gar unseren Querbalken zum Wackeln. Für Entlastungsangriffe fehlte uns leider die nötige Präzision im Spielaufbau, was uns postwendend auch defensive Probleme bereitete.

Der Worst Case trat schließlich in Spielminute 24 ein, als Bernardo mit einem nicht sauber platzierten Rückpass Philipp Köhn in Bedrängnis brachte, so dass der heranstürmende Rasmus Hojlund die Kugel zum 1:0 für Graz ins Tor grätschen konnte.

Aufwach-Effekt hinterließ der Gegentreffer leider erstmal keinen bei uns. Tatsächlich waren es die Gastgeber, die im weiteren Verlauf der ersten Hälfte das Chancenplus auf ihrer Seite hatten. Mehreren gefährlichen Grazer Versuchen standen leider nur wenige Situationen gegenüber, in welchen wir unsere Offensiv-Spezialisten in Szene setzen konnten.

Nach 45 gespielten Minuten war klar: Es bestand dringend Optimierungsbedarf!

Die taktischen Kniffe von Matthias Jaissle – unter anderem zwei Wechsel zum Wiederanpfiff – schienen in den Anfangsminuten durchaus Wirkung zu zeigen, den Traumstart erwischte allerdings Sturm mit einem Kontertor aus dem Nichts, und wieder war Hojlund der „Übeltäter“. Der Däne stürmte von der Mittellinie weg unserer gesamten Abwehr davon und zimmerte das Spielgerät mit voller Wucht in die Maschen.

Es war ein Gegentreffer, der leider auch zum Bremsklotz für unseren Aufschwung wurde. Erst nach einiger Zeit setzten wir uns wieder dauerhaft in der Grazer Hälfte fest, konkret wurde es aber weiterhin selten. Ein knappes Abseits, ein ungenauer Pass oder ein leichtsinniges Foulspiel, an diesem Tag war bei uns einfach der Wurm drin.

Erst kurz vor Schluss ein Hoffnungsschimmer: Andreas Ulmer beförderte einen hohen Ball per Kopf in die Mitte, wo Maurits Kjaergaard kompromisslos abschloss und damit für unseren Anschlusstreffer sorgte (87). Ein letztes Aufbäumen inklusive zweier Großchancen kam leider zu spät, um noch den Ausgleich zu erzwingen.

Schließlich waren die 90 Minuten sowie die Nachspielzeit abgelaufen, womit feststand, dass wir erstmals in dieser Saison den Platz als Verlierer verlassen mussten.

Statements

Wir haben nicht die Tugenden angenommen, die uns der Gegner vor Augen geführt hat, also in erster Linie eine ordentliche Zweikampfführung. Da war uns Sturm überlegen, vor allem in der ersten Halbzeit.

 

In der zweiten Halbzeit wurde es dann deutlich besser und wir haben uns dann auch wieder eine Vielzahl an Torchancen rausgespielt. Aber wenn die Grundtugenden nicht auf den Platz kommen, dann hast du gegen so eine Topmannschaft in der Regel auch keine Chance. Da müssen wir einfach schnellstmöglich daraus lernen, weil das Spielerische erst an zweiter Stelle kommt.

Matthias Jaissle

Wir wissen, dass wir immer 100 Prozent geben müssen, in jedem Spiel! In Graz ist es immer schwer, das war uns vorher schon klar. Leider haben wir unsere Spielideen – besonders in der ersten Hälfte – nicht gut umgesetzt.

Nicolas Seiwald

Wechsel

Ulmer für Bernardo (46.), Kjaergaard für Okafor (46.), Koita für Van der Brempt (76.), Adamu für Fernando (85.)

Gelbe Karten

Nici Seiwald (46./Foul), Wöber (79./Kritik), Solet (79./Kritik), Sucic (90.+2/Kritik)

Tabelle

Neuer Vertrag für einen Youngster

Der 18-jährige Federico Crescenti verlängert bis 2026
Der 18-jährige Schweizer Federico Crescenti verlängert beim FC Red Bull Salzburg und unterschreibt einen Vertrag, der bis 31. Mai 2026 läuft.Der Angreifer kam im Sommer 2020 aus seiner Heimat, vom Nachwuchs des FC St. Gallen, nach Salzburg. Seither stand der U19-Teamspieler für die U18 der Red Bull Akademie (29 Spiele, 19 Tore), die Salzburger Youth League-Mannschaft (vier Spiele) und den FC Liefering (sechs Spiele) – wo er in der laufenden Saison eingesetzt wird – auf dem Feld.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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