Schwere Unwetter im Bezirk Zell am See

Presseaussendung der Polizei Salzburg

Aufgrund schwerer Unwetter kam es am 28. Juli 2022, gegen 20.15 Uhr, vorwiegend im Oberpinzgau, zu zahlreichen Einsätzen der dort etablierten Freiwilligen Feuerwehren. Die hohen Niederschlagsmengen innerhalb eines kurzen Zeitraumes führten dazu, dass mehrere kleine Bäche über die Ufer traten, wodurch einige Wohnhäuser und Straßenabschnitte, durch Schlamm, Gestein und Gehölz, vermurt wurden. Von dem Unwetter am stärksten betroffen waren die Gemeinden Mittersill, Hollersbach und Neukirchen am Großvenediger.
In den Gemeinden Zell am See, Bramberg, Wald und Krimml, war es zu weiteren Einsätzen für die zuständigen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr gekommen, da aufgrund des Unwetters mehrere Bäche über die Ufer traten und infolge des Hochwassers einige Keller angrenzender Wohnobjekte überflutet wurden. Ebenso kam es zu kleineren Murenabgängen und Sturmschäden.  
Infolge des angeführten Elementarereignisses, kam es bislang zu keinen Personenschäden.

Nach lokalem Gewitter und Überflutungen im Oberpinzgau laufen die Aufräumarbeiten

Neukirchen, Hollersbach, Wald, Krimml und Mittersill betroffen

Salzburger Landeskorrespondenz, 29. Juli 2022

(LK)  Eine lokale schwere Gewitterzelle hat in der Nacht auf Freitag im Oberpinzgau zu Überflutungen und Murenabgängen geführt. „Aus derzeitiger Sicht wurde niemand verletzt, aber wir müssen uns die Schadstellen jetzt bei Tageslicht genau anschauen. Die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung sind bereits unterwegs“, so Einsatzleiter und Katastrophenschutzreferent Manfred Höger von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See. Alle Fotos zum Download

Durch den starken Gewitterregen in der Nacht waren hauptsächlich die Gemeinden Krimml, Wald, Hollersbach, Bramberg und Mittersill betroffen. Mehrere Straßen wurden vermurt und konnten durch Sofortmaßnahmen noch in der Nacht frei gelegt werden. In Hollersbach hat der „Grubingbach“ viel Schaden angerichtet, dort sind derzeit vier Häuser noch von der Außenwelt abgeschnitten, insgesamt waren 15 Häuser betroffen. Die Bewohner waren aufgefordert worden, sich in den oberen Stockwerken aufzuhalten. „Wir haben Kontakt zu den Leuten und sie sind wohlauf“, so Katastrophenschutzreferent Manfred Höger. Insgesamt gab es rund 50 Schadstellen, dutzende Feuerwehrleute und Einsatzkräfte standen im Einsatz.

Sofortmaßnahmen und Drohnenbefliegung

„Nach den Sofortmaßnahmen in der Nacht, die wir gemeinsam mit den Einsatzkräften und Helfern noch in der Nacht ergreifen konnten, werden wir uns nun bei Tageslicht ein Bild vom ganzen Ausmaß der Schäden machen. Wildbachsperren werden besichtigt und falls nötig ausgebaggert, um für eventuelle weitere Regenfälle die Schutzfunktion wieder herstellen zu können. Der Ortsteil beim ,Grubingbach‘ in Hollersbach wird außerdem mit einer Polizeidrohne beflogen, um aus der Luft einen Überblick zu haben“, so Höger.

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Land Salzburg
Unwetter im Oberpinzgau 29.07.2022 Katastrophenschutzreferent Manfred Höger (l.) und Bezirksfeuerwehrkommandant Klaus Portenkirchner (r.) machten sich gleich Freitagfrüh bei Tageslicht ein Bild der Lage nach den schweren Unwettern im Oberpinzgau. Im Bild mit Stefan Lech, Kommandant der Feuerwehr Hollersbach, und Bürgermeister Günter Steiner.
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WLV/Gebhard Neumayr
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Unwetter im Oberpinzgau Unwetterschäden 29.07.2022
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Unwetter im Oberpinzgau Unwetterschäden 29.07.2022

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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