Ungarischer Ministerpräsident Viktor Orban kommt nach Wien

Am kommenden Donnerstag, den 28. Juli 2022 wird Bundeskanzler Karl Nehammer den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zu einem offiziellen Besuch in Wien empfangen.

Schwerpunktthemen des Treffens sind unter anderem der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und seine Folgen sowie die verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit beider Länder im Kampf gegen die illegale Migration: Österreich hat bisher rund 80.000 Vertriebene aus der Ukraine aufgenommen. Bis Ende Juni wurden außerdem bereits mehr als 30.000 weitere Asylanträge verzeichnet. Beide Regierungschefs treten für die Stärkung der EU-Außengrenzen ein. Darüber hinaus werden die Energieversorgungssicherheit der beiden Länder in den kommenden Wintermonaten, gemeinsame Anstrengungen für eine EU-Perspektive für den Westbalkan sowie der EU-Recovery Fund wichtige Gesprächsthemen sein.

Bundeskanzler Nehammer im Vorfeld des Treffens: „Österreich und Ungarn sind auf allen Ebenen eng miteinander verbunden. Nicht nur als Nachbarländer, sondern seit dem EU-Beitritt Ungarns auch als Partner in der Europäischen Union. Wir teilen gemeinsame Anliegen und Interessen und auch wirtschaftlich verbindet unsere beiden Länder Vieles: Österreich ist nicht nur der zweitgrößte Handelspartner Ungarns, sondern darüber hinaus einer der größten Investoren vor Ort.“

„Die guten bilateralen Beziehungen sind Basis für die bisherige grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Austausch in verschiedenen Formaten: Wir setzen uns nicht nur gemeinsam für eine EU-Perspektive für den Westbalkan ein, sondern werden insbesondere angesichts der aktuellen Lage die Zusammenarbeit auch in Energieversorgungsfragen verstärken.“

„Österreich und Ungarn arbeiten eng zusammen, um irreguläre Migration zu bekämpfen und vor allem den Schleppern das Handwerk zu legen. Diese bilateralen Kooperationen sind notwendig, weil das europäische Asylsystem nicht mehr funktioniert. Es braucht endlich einen starken Schutz der EU-Außengrenzen und effektive Rückführungen, um den Zustrom nach Europa zu reduzieren und für mehr Sicherheit zu sorgen.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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