RB Salzburg: Knappe Testspielniederlage gegen den niederländischen Meister

FC Red Bull Salzburg – Ajax Amsterdam 2:3 (1:2). Tore: Capaldo (33.), Sesko (71.) bzw. Tadic (28./FE), Kudus (40.), Taylor (52.)

Im letzten Testmatch vor dem Bundesliga-Auftakt am kommenden Freitag unterliegt der FC Red Bull Salzburg dem niederländischen Meister und UEFA Champions League-Starter Ajax Amsterdam mit 2:3 (1:2). Die Treffer der Roten Bullen erzielen Nicolas Capaldo und Benjamin Sesko.

ZUM SPIEL
Vor dem Spiel hatte Trainer Matthias Jaissle hohe Aggressivität und Einsatzbereitschaft als zwei wesentliche Parameter für das Match ausgegeben, auch weil jeder Spieler – vor allem in Hinblick auf den Bundesliga-Start am Freitag – maximal 45 Minuten zum Einsatz kommen sollte. Bei großer Hitze ließen die Roten Bullen dann dem niederländischen Top-Team in der Anfangsphase auch recht wenig Luft zum Atmen und agierten mit intensivem Pressing. Daraus entstand die erste Salzburger Möglichkeit – Capaldo verzog in der 7. Minute knapp vom Sechzehner. Insgesamt hatten Ulmer & Co. deutlich mehr Ballbesitz, Ajax wurde aber bei schnellen Gegenstößen immer wieder gefährlich. Einer derartigen Aktion folgte eine Attacke von Luka Sucic im Strafraum, die zu einem Elfmeter führte. Dusan Tadic verwertete zum 1:0 für seine Farben (28.). Aber schon fünf Minuten später folgte der Ausgleich. Eine schöne Ballstafette über Sucic und Adamu verwertete Capaldo zum 1:1-Ausgleich (33.). Dennoch gingen die Roten Bullen mit einem 1:2-Rückstand in die Halbzeitpause: Kudus machts per Kopf (40.).Max Wöber wäre wenige Minuten nach Wiederanpfiff beinahe der erneute Ausgleich geglückt, setzte einen Kjaergaard-Querpass jedoch über das Tor seines Ex-Klubs. Weitere gute Möglichkeiten durch Benjamin Sesko und Roko Simic blieben ebenfalls ohne zählbaren Erfolg. Besser machten es hingegen die Niederländer, die durch einen Flachschuss von Kenneth Taylor in der 52. Minute auf 3:1 stellten. Dann aber doch der nächste Salzburger Treffer. Der permanent „lästige“ Sesko setzte sich im Dribbling durch und verkürzte auf 2:3 (71.). Das Tempo blieb in der Schlussoffensive ebenso hoch wie die Zweikampfintensität inklusive des einen oder anderen Wortgefechts. Ein weiterer Treffer von Sesko kurz vor dem Schlusspfiff wurde wegen Abseits aberkannt, weshalb der österreichische dem niederländischen Meister letztlich knapp unterlag.

AUFSTELLUNG
Mantl; Dedic (46. Van der Brempt), Baidoo (46. Solet), Pavlovic (46. Bernardo), Ulmer (46. Wöber); Sucic (46. Diambou/74. Kameri), Seiwald (46. Diarra/74. Gourna-Douath), Koita (46. Fernando), Capaldo (46. Kjaergaard); Okafor (46. Sesko), Adamu (46. Simic) SCHIEDSRICHTER
Sebastian Gishamer 
WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE• Insgesamt war dies heute das sechste Testspiel der Roten Bullen, wobei es dabei drei Siege und drei Niederlagen gab.
• Die jüngste Neuzugang Lucas Gourna-Douath hat heute seine ersten „Match-Minuten“ für die Roten Bullen absolviert.
• Verletzungsbedingt nicht im Einsatz waren heute Justin Omoregie (Oberschenkel), Kamil Piatkowski(Oberschenkel) sowie Samson Tijani (Schien- und Wadenbeinbruch).
• Der niederländische Meister reiste aus dem Trainingslager in Bramberg am Wildkogel, wo auch die Roten Bullen einen Teil ihrer Vorbereitung absolviert haben, zum Test an.

STATEMENTS
Matthias Jaissle: „„Mit der Leistung im heutigen Spiel bin ich über viele Strecken wirklich zufrieden, auch wenn es mich ärgert, dass wir letztlich als Verlierer vom Platz gegangen sind. Es waren einige unnötige Aktionen dabei, die zu Gegentreffern geführt haben. Das ärgert mich auch ein Stück weit. Alles in allem war es aber ein gelungener Auftritt, weil wir gegen eine wirklich starke Mannschaft sehr engagiert gespielt haben.“ Max Wöber: „Es war eine gute Leistung von uns, auch wenn wir wissen, dass drei Gegentreffer selbst gegen so einen Top-Gegner zu viel sind. Das haben wir ja auch schon in den letzten Jahren in der Champions League gespürt. Jetzt müssen wir vor dem Bundesliga-Start am Freitag noch an ein paar Stellschrauben drehen, dann sind wir bereit.“
©Getty Images

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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