Forstamt Gstatt: 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭-𝐔𝐧𝐰𝐞𝐭𝐭𝐞𝐫𝐤𝐚𝐭𝐚𝐬𝐭𝐫𝐨𝐩𝐡𝐞 im Sölktal jährt sich zum 12. Mal

Sommer 2010, wochenlang herrscht drückende Hitze . Am 17. Juli schließlich geschieht, was niemand für möglich gehalten hätte: Ein apokalyptisches Unwetter sucht die Sölktäler heim und hinterlässt eine schaurige Spur der Verwüstung.

Binnen kurzer Zeit entlädt sich mittels sintflutartigem Regenschwall eine Superzelle, die sich über dem Kleinsölktal gebildet hat, und schier nicht enden wollende Wassermassen bahnen sich einen verheerenden Weg talwärts. Gefühlt jeder zweite Berghang rutscht in Form einer Mure ab, ganze Wälder fallen wie Zündhölzer.

Die Engstelle, die die Wassermassen samt Geschiebe und Treibholz passieren müssen, ist die Kohlung-Brücke, kurz nach dem Kessler-Kreuz. Diese wehrt sich tapfer, hält jedoch irgendwann dem immensen Druck nicht mehr stand, zerbirst und gibt der Flutwelle den Weg talwärts frei.

Der Rest ist Geschichte, die uns allen, die wir von dieser Katastrophe betroffen waren, noch tief in den Knochen steckt.Die Freiwillige Feuerwehr Stein/Enns, die als Ersthelfer schier Unmenschliches vollbringen musste, sowie dem Pionierbatallion 1 (Villacher Pioniere), das wochenlange Wiederaufbauarbeit geleistet hat, sei an dieser Stelle zum Jahrestag der Katastrophe ein nochmaliger Dank für den herausfordernden Katastropheneinsatz ausgesprochen. Der Umstand, dass wir von den Folgen der Katastrophe heute nicht mehr viel wahrnehmen und die Schönheit der Söktäler wieder ebenso uneingeschränkt wie unbekümmert genießen können, ist nicht zuletzt dem raschen Handeln der damaligen Bürgermeister,Karl Brandner und Albert Holzinger, sowie des damaligen Bezirkshauptmanns, Mag. Dr. Josef Dick, geschuldet.Wir alle hoffen, dass sich ein derartiges Ereignis nicht mehr wiederholt und unsere Spezies die richtigen Lehren wie Konsequenzen aus Ereignissen wie diesen zieht.𝐅ü𝐫 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞 𝐍𝐚𝐭𝐮𝐫, 𝐟ü𝐫 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞 𝐊𝐢𝐧𝐝𝐞𝐫…

Quelle: Bereichsfeuerwehrverband Liezen

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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