Fahrschülerin (41) tödlich verunglückt. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Voitsberg. – Freitagabend, 15. Juli 2022, verunglückte eine 41-jährige Fahrschülerin mit einem Motorrad tödlich. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Sie starb noch an der Unfallstelle.

Gegen 17.45 Uhr war die 41-Jährige aus dem Bezirk Voitsberg mit dem Motorrad einer Fahrschule auf einem Übungsparkplatz unterwegs. Unter Aufsicht eines Fahrerlehrers absolvierte sie dort die ersten Fahrstunden im Rahmen ihrer Ausbildung für den Führerschein der Klasse A (Motorrad). Bereits gegen Ende der Einheit beabsichtigte die Frau noch eine Runde auf dem Übungsparkplatz zu drehen, um das Anfahren und das Stehenbleiben zu üben. Dabei dürfte sie plötzlich die Kontrolle über das Motorrad verloren haben und prallte frontal gegen einen Baum auf einer Grüninsel des Übungsgeländes.

Trotz getragener Schutzkleidung und einem Sturzhelm erlitt die 41-Jährige schwerste Verletzungen. Erste-Hilfe-Maßnahmen der am Gelände anwesenden Zeugen und des Roten Kreuzes konnten der Weststeirerin nicht mehr helfen. Sie erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Ein Notarzt konnte nur mehr den Tod der Neo-Bikerin feststellen. Am Übungsparkplatz anwesende Fahrschüler, der Fahrlehrer sowie die vom Unfall verständigten Angehörigen werden vom Kriseninterventionsteam betreut. Auch 18 Einsatzkräfte der Feuerwehr Krems standen im Einsatz.

Motorrad sichergestellt – weitere Ermittlungen laufen

Voitsberger Polizisten stellten das etwa 75 PS starke Motorrad über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz zum Zwecke der Beweissicherung sicher. Es wird über Auftrag der Justiz von einem Sachverständigen untersucht.

Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. 

Evakuierung nach Brand

Leibnitz. – Freitagmittag, 15. Juli 2022, geriet die Großküche eines Beherbergungsbetriebes in Brand. Rund 40 Personen mussten in Sicherheit gebracht werden. Zwei Angestellte dürften eine Rauchgasvergiftung erlitten haben.

Gegen 11.00 Uhr geriet die Großküche in Brand. Grund dafür dürften unbeaufsichtigte Speisen am Herd gewesen sein, welche sich entzündet hatten. Aufgrund des Brandes wurden etwa 40 Hotelgäste vorsorglich in Sicherheit gebracht. Sie blieben unverletzt. Zwei Angestellte im Alter von 20 und 41 Jahren dürften eines Rauchgasvergiftung erlitten haben. Die beiden Männer aus Leibnitz und dem Bezirk Südoststeiermark wurden vom Roten Kreuz ins LKH Südsteiermark nach Wagna eingeliefert.

Die örtliche Feuerwehr stand mit insgesamt vier Fahrzeugen und 24 Einsatzkräften im Löscheinsatz. Das Rote Kreuz war mit zwei Fahrzeugen und fünf Sanitätern vor Ort. Auch ein Bezirksbrandermittler sowie Polizisten aus Strass standen im Einsatz. Die Höhe des entstandenen Sachschadens steht noch nicht fest.

Auffahrunfall mit mehreren Beteiligten führte zu Stau

A2 Süd Autobahn/St. Johann in der Haide, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. – Ein Auffahrunfall mit insgesamt vier beteiligten Fahrzeugen im Baustellenbereich führte Freitagvormittag, 15. Juli 2022, zu einem etwa zehn Kilometer langen Stau. Eine Beifahrerin (68) wurde leicht verletzt.

Kurz vor 10.00 Uhr ereignete sich der Auffahrunfall im einspurig geführten Baustellenbereich der A2 in Fahrtrichtung Villach. Aufgrund einer Verkehrsüberlastung mussten zwei Pkw-Lenker aus Niederösterreich (37) und Tschechien (45) anhalten. Ein nachkommender Pkw-Lenker (79) aus dem Bezirk Baden/NÖ konnte nicht mehr rechtzeitig halten, woraufhin er gegen das Heck eines 46-jährigen Niederösterreichers stieß. Es kam zu Folgekollisionen der vier beteiligten Fahrzeuge. Dabei wurde die in Graz lebende 68-jährige Beifahrerin des 79-Jährigen leicht verletzt. Sie wurde vom Roten Kreuz ins LKH Hartberg eingeliefert.

Für die Bergung der teils nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge mussten beide Fahrstreifen der A2 in Fahrtrichtung Graz gesperrt werden. Ein Kran hob die beschädigten Pkw aus dem Baustellenbereich. Für die Bergungsarbeiten standen auch Einsatzkräfte der Feuerwehr Hartberg im Einsatz. Eine Aufhebung der Sperre war erst kurz vor 11.00 Uhr möglich. Der etwa zehn Kilometer lange Stau löste sich innerhalb von etwa 30 Minuten auf.

In Grazer Innenstadt mit Waffe hantiert: Schneller Fahndungserfolg

Graz, Bezirk Innere Stadt. – Nachdem ein vorerst Unbekannter Freitagvormittag, 15. Juli 2022, mit einer täuschend echt aussehenden Schusswaffe auf offener Straße hantiert hatte, kam es kurzzeitig zu einem Großeinsatz der Polizei. Mit Unterstützung der erst kürzlich etablierten Schnellen Reaktionskräfte (SRK) stellten Polizisten den Mann rasch.

Kurz vor 10.00 Uhr kam es zum Polizei-Notruf, der den Einsatz in Gang setzte. Dabei teilte eine Zeugin mit, dass ein unbekannter Mann offensichtlich im stark frequentierten öffentlichen Raum mit einer Schusswaffe hantiert. Im Bereich Schmiedgasse/Albrechtgasse sei es schließlich auch zu einer lautstarken Schussabgabe gekommen. Gleich mehrere verfügbaren Streifen der Grazer Polizei sowie diverse Unterstützungskräfte standen daraufhin im Einsatz. Auch Polizeidiensthunde-Streifen, das Einsatzkommando Cobra sowie die Bereitschaftseinheit (BE) und die Schnellen Interventionsgruppe (SIG) wurden alarmiert. Vor allem die beiden zuletzt genannten Einheiten wurden erst im Vorjahr für Einsätze mit erhöhtem Gefährdungsgrad und eine erhöhte Polizeipräsenz im öffentlichen Raum landesweit etabliert – mit Erfolg.

Schneller Fahndungserfolg

Bereits wenige Minuten später stellten Polizisten im Eingangsbereich eines Amtsgebäudes in der Kaiserfeldgasse eine augenscheinlich auf die Beschreibung passende Person fest. Der 25-jährige Grazer trug ein Frettchen bei sich, so wie es von Zeugen angegeben worden war. Im neben ihm abgestellten Rucksack stellten die Beamten schließlich die offenbar verwendete Waffe sicher. Es handelte sich dabei um eine täuschend echt aussehende CO2-Waffe. Sowohl das Tier als auch die Waffe hatte der 25-Jährige lediglich kurzzeitig für einen im Amt befindlichen Freund beaufsichtigt. Kurz darauf stellten Polizisten auch den Waffeninhaber selbst, als der polizeilich bekannten 31-jährigen Slowake aus Graz gerade das Ämtergebäude verließ. Bei einer Durchsuchung des Mannes konnten keinerlei gefährliche Gegenstände sichergestellt werden.

Vorläufiges Waffenverbot

Bei seiner Vernehmung in der Polizeiinspektion Graz-Schmiedgasse leugnete der 31-Jährige schließlich eine Schussabgabe. Auch böse Absichten oder Drohungen hätte der Mann nicht beabsichtigt. Polizisten stellte die Waffe sicher und sprachen ein vorläufiges Waffenverbot aus. Die Pistole wird in der Folge von Kriminaltechnikern im Landeskriminalamt (LKA) Steiermark untersucht. Der 31-Jährige wird wegen des Verdachts der Übertretung nach dem Waffengesetz angezeigt.

Mit Pkw von Fahrbahn abgekommen

Eggersdorf, Bezirk Graz-Umgebung. – Eine 27-Jährige geriet Samstagfrüh, 16. Juli 2022, mit ihrem Pkw von der B65 ab. Das Fahrzeug prallte gegen eine Hausmauer. Die Frau erlitt ein Schleudertrauma.

Kurz nach 6 Uhr früh war die Frau mit ihrem Pkw auf der Gleisdorfer Bundesstraße von Graz kommend in Richtung Kaindorf unterwegs. Vermutlich durch Sekundenschlaf kam sie dabei im Ortsgebiet Brodersdorf links von der Fahrbahn ab. Der Pkw stieß zunächst gegen ein Verkehrsschild und in Folge gegen eine Hausmauer eines Mehrparteienhauses. Die Rettung Gleisdorf transportierte die Frau mit Verdacht auf Schleudertrauma in das LKH Weiz. Das totalbeschädigte Fahrzeug wurde von der Feuerwehr Haselbach geborgen.

ÜBER LANDESGRENZEN HINWEG

Landespolizeidirektor ehrte Polizisten aus Slowenien und der Steiermark

Gamlitz, Bezirk Leibnitz. – Für die hervorragende grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf polizeilicher Ebene ehrte der steirische Landespolizeidirektor Gerald Ortner am heutigen Freitag, 15. Juli 2022, Beamte aus Slowenien und der Steiermark.

Kriminalität macht an den Landesgrenzen nicht Halt. Umso wichtiger ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Exekutive. „Traditionell gibt es auf polizeilicher Ebene zwischen Österreich bzw. der Steiermark und Slowenien eine hervorragende Zusammenarbeit. Diese ist nicht nur den Verantwortlichen auf höchster Ebene, sondern vor allem den Polizistinnen und Polizisten auf operativer Ebene zu verdanken. Sie sind es, die grenzüberschreitende Kooperation Tag für Tag leben. Das ist keineswegs selbstverständlich. Dafür gilt es Danke zu sagen“, so Landespolizeidirektor Gerald Ortner im Rahmen des heutigen Festaktes im Weinlandhof in Gamlitz. Unter den Gratulanten waren auch Führungskräfte der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung (FGA). Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von einem Ensemble der Polizeimusik Steiermark.

Anlässlich ihrer Leistungen für die öffentliche Sicherheit erhielten vier Polizisten aus Slowenien das Anerkennungszeichen des Bundesministeriums für Inneres. Sie stehen stellvertretend für die vielen engagierten Beamten in Slowenien – von den Polizeidirektoren, über die Verbindungsbeamten und Attachés bis hin zu den Polizistinnen und Polizisten der Fremdenpolizei.

Doppelte Freude in Spielfeld

Gleich zwei Auszeichnungen erhielt Chefinspektor Roland Frühwirth der Polizeiinspektion Spielfeld-FGP (Fremdenpolizei). Neben dem Exekutivdienstzeichen für 30 Jahre treue Dienste für die Republik erhielt der stellvertretende Kommandant in Spielfeld auch das silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Dieses wurde dem erfahrenen Fremdenpolizisten und Dokumentenexperten unter anderem vor allem für seinen jahrelangen und engagierten Einsatz als kompetenter Ansprechpartner für die slowenischen Verbindungsbüros zuteil.

©LPD Steiermark/Martinelli´

Bild 01: Landespolizeidirektor Ortner und die geehrten Polizisten aus Slowenien

Bild 02: Landespolizeidirektor Ortner und der zweifach geehrte Chefinspektor Roland Frühwirth

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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