Land Salzburg – Ukraine: Derzeit wenige Ankünfte von Vertriebenen

Kapazitäten wurden angepasst und können jederzeit wieder erweitert werden

Salzburger Landeskorrespondenz, 12. Juli 2022

(LK)  Der Krieg in der Ukraine konzentriert sich derzeit im Osten und Südosten des Landes. Unter anderem deshalb kommen nur noch wenige Vertriebene in Salzburg an. „Ein Drittel bis die Hälfte der Personen reist weiter und im Schnitt wollen nur noch drei bis fünf Personen pro Tag in Salzburg bleiben. Dementsprechend werden die Kapazitäten an den Bedarf angepasst“, fasst Vertriebenenkoordinator Reinhold Mayr zusammen. Alle Fotos zum Download

Derzeit leben rund 3.200 aus der Ukraine Vertriebene in Salzburg. „Eine nicht unbeträchtliche Anzahl ist wieder in jene Heimatgebiete zurückgekehrt, die vom Kriegsgeschehen nicht oder nur wenig betroffen sind“, so Reinhold Mayr, der Vertriebenenkoordinator des Land. Das Transit-Management wird deshalb an die aktuelle Lage angepasst.

Mayer: „Flexibel auf alles vorbereitet.“

Das Bundesland Salzburg und alle beteiligten Partner wie Hilfs- und Einsatzorganisationen sowie Behörden wollen in Bezug auf die Versorgung der Vertriebenen aus der Ukraine flexibel bleiben. „Wir können nicht exakt vorhersagen, wie sich die Lage in der Ukraine weiter entwickelt und können es auch nicht beeinflussen, daher müssen wir flexibel bleiben, was die Versorgung und Integration betrifft, also die Kapazitäten insgesamt“, so Mayer.

Erstankunftszentrum und Notunterkünfte

Das Erstankunftszentrum am Messezentrum wurde wegen des derzeit geringen Bedarfs verkleinert. Die für Transitzwecke und Notunterkünfte verfügbaren Bettenplätze, die für knapp 900 Personen ausgelegt waren, wurden um rund 400 reduziert. „Diese Kapazitäten für allfällige Notfälle müssen deshalb vorgehalten werden, weil die Vorwarnzeit bei einer neuerlichen Vertriebenenwelle nur 24 Stunden beträgt. Zudem werden die zur Verfügung stehenden Transitquartiere rund um die Hälfte reduziert“, erklärt Reinhold Mayr und betont: „Für alle die in Salzburg bleiben möchten, organisieren wir weiterhin die bestmögliche Integration.“

Bereits 500 Beschäftigungsbewilligungen

Die Grundversorgungsanträge für Vertriebene konnten nahezu zur Gänze bearbeitet werden. Derzeit befinden sich in Salzburg rund 2.650 Vertriebene in der Grundversorgung. Für die rund 1.100 Personen aus der Ukraine im arbeitsfähigen Alter wurden vom Arbeitsmarktservice Salzburg bereits knapp 500 Beschäftigungsbewilligungen erteilt. Weitere rund 120 befinden sich in Vormerkung.

Integration funktioniert

Die Integration jener Menschen, die in Salzburg bleiben wollen, funktioniert auf allen Ebenen sehr gut. „Da wir mit allen Partnern und freiwilligen Helfern sehr gut zusammenarbeiten, konnten schon sehr viele in den Arbeitsmarkt integriert werden, die Kinder wurden reibungslos in den Schulen aufgenommen. Außerdem teilt die Polizei mit, dass bislang keine kriminalpolizeilich relevanten Vorfälle mit Vertriebenen im Land Salzburg aufscheinen“, betont der Vertriebenenkoordinator. 

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Land Salzburg/Sophie Huber-Lachner

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Dr. Rainer Hilbrand
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