Entschleunigung für mehr Aufenthaltsqualität in Irdning

Die Grünen Steiermark machen mit der Kampagne „Boden gut machen“ weiterhin auf das wichtige Thema Bodenschutz aufmerksam. Denn die im Frühling von ÖVP und SPÖ im Landtag beschlossene Novelle ist alles andere als ausreichend, um die Lebensgrundlage Boden zu schützen und dem Flächenfraß und dem Zubetonieren einen Riegel vorzuschieben.

Bereits seit einigen Wochen tourt Klubobfrau Sandra Krautwaschl sowie weitere Landtagsabgeordnete durch die Steiermark, um am Beispiel mehrerer Gemeinden aufzuzeigen, mit welchen konkreten Maßnahmen in den Gemeinden Boden gut gemacht und die Lebensqualität für die Menschen vor Ort gesteigert werden kann. An Hand von Visualisierungen wird sichtbar gemacht, wie Plätze an zentralen Orten in den Gemeinden mit einfachen Maßnahmen nicht nur verschönert, sondern auch lebenswerter gestaltet werden könnten.

„Die Steiermark ist absolute Spitzenreiterin in Österreich, was das Zubetonieren betrifft. So kann es unmöglich weitergehen: Wir müssen den Flächenfraß sofort auf ein vernünftiges Maß eindämmen, sonst verlieren wir buchstäblich den Boden unter den Füßen. Es ist Zeit, endlich Boden gut zu machen und unsere Lebensgrundlage zu sichern.“, so der LandtagsabgeordneteGeorg Schwarzl, der heute in Irdning gemeinsam mit den beiden Gemeinderätinnen Gundula Uray und Marion Eberhardt die Vorschläge präsentiert hat. Er betont, dass ein „weniger“ beim Bauen und Flächenversiegeln ein „mehr“ an Lebensqualität bedeutet: „Es ist die Chance für mehr Grünraum, für mehr Aufenthaltsqualität und ein besseres Leben in unserem unmittelbaren Umfeld.“

Der Hauptplatz in Irdning ist derzeit geprägt vom Durchzugsverkehr: Derzeit rauscht dieser bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h direkt durchs Ortszentrum. Optische Maßnahmen könnten helfen, die Geschwindigkeit zu reduzieren, zu überlegen wäre etwa eine farbliche Gestaltung der Fahrbahn. Außerdem sieht der Vorschlag der Grünen unter anderem weitere schattenspendende Bäume, Bepflanzungen und Sitzgelegenheiten vor.

Die beiden Gemeinderätinnen Gundula Uray und Marion Eberhardt betonen, dass Irdning ein Begegnungsplatz mit einer Verkehrsberuhigung gut tun würde: „Es gibt in Irdning genug Parkplätze, nicht jeder muss direkt am Hauptplatz parken. Wir würden das Ortszentrum gerne einladender gestalten, Bänke zum Sitzen und weitere Bäume sollen zum Verweilen einladen.“

Irdning Ist- Zustand © Marusa Puhek
Irdning Visualisierung © Marusa Puhek
© Philipp Podesser von links: Gundula Uray, Marion Eberhardt, Georg Schwarzl

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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