BUNDESKANZLERAMT UNTERSTÜTZT ERRICHTUNG DES HOLOCAUST-MUSEUMS IN AMSTERDAM MIT 400.000 EURO

Das Bundeskanzleramt unterstützt in den nächsten Jahren mit insgesamt 400.000 Euro die Errichtung des Nationalen Holocaust Museums in Amsterdam. Es ist das erste und einzige Museum, das die gesamte Geschichte der Judenverfolgung in den Niederlanden aufarbeitet. Durch Dauer- und Wechselausstellungen, Veranstaltungen und Bildungsprogrammen werden Besucherinnen und Besucher mit der Geschichte konfrontiert und inspiriert, zu einer integrativen Gesellschaft beizutragen. Mitte 2023 wird das Nationale Holocaust-Museum in zwei historischen und symbolträchtigen Gebäuden eröffnet: in derHollandsche Schouwburg, wo zehntausende Jüdinnen und Juden vor ihrer Deportation inhaftiert waren, und in der ehemaligen Hervormde Kweekschool, aus der Hunderte jüdische Kinder gerettet wurden. Die Förderung ist im Einklang mit der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus, die im Jänner 2021 präsentiert wurde.

Bundeskanzler Nehammer betont: „Die schrecklichen Gräueltaten des Nationalsozialismus sind Mahnmal und Warnung für kommende Generationen. Wir haben aufgrund unserer Geschichte eine besondere Verantwortung, ihr werden wir auch im Rahmen einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit gerecht. Es ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe, eine moderne Gedenkkultur weiterzuentwickeln. Es ist der Republik Österreich wichtig, im Rahmen der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus diese einzigartige Initiative mit insgesamt 400.000 Euro zu unterstützen.“

Bundesministerin Karoline Edtstadler: „Die Errichtung des Nationalen Holocaust Museums ist ein Meilenstein in der Erinnerungskultur in Europa. Während des zweiten Weltkriegs zeichneten sich in den Niederlanden insbesondere auch österreichische NS-Funktionäre für die Deportation niederländischer Juden verantwortlich. Die Unterstützung Österreichs ist daher auch ein Zeichen dieser besonderen historischen Verantwortung in den Niederlanden. Antisemitismus ist ein globales Phänomen, das eine enge internationale Zusammenarbeit erfordert. Die Vernetzung mit internationalen Akteurinnen und Akteuren, aber auch die zahlreichen Bildungsprogramme des Museums sind ganz wesentlich für die Förderung jüdischen Lebens und eine effiziente Bekämpfung von Antisemitismus.“

©BKA/Schrötter

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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