Graz:Angelobung von 221 Rekruten des Österreichischen Bundesheeres

LH Hermann Schützenhöfer bei Angelobung neuer Rekruten in Bad Radkersburg: Scheidender Landeshauptmann unterstreicht die Bedeutung der umfassenden Landesverteidigung.

Graz/Bad Radkersburg (27. Juni 2022).- Freitag Abend (24.06.2022) wurden in Bad Radkersburg im Bezirk Südoststeiermark im Beisein von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer 221 neue Rekruten des Einrückungstermines Juni 2022 für ihren Dienst beim Österreichischen Bundesheer angelobt. Die Angelobungsfeier mit großer Flaggenparade und großem österreichischen Zapfenstreich wurde von der Militärmusik Steiermark umrahmt. Insgesamt nahmen rund 1.000 Personen als Mitwirkende oder Gäste an der feierlichen Veranstaltung teil.

„Für mich ist diese Veranstaltung ein ganz besonderer Termin. Ich durfte in den vergangenen Jahrzehnten in offizieller Funktion bei vielen Rekruten-Angelobungen dabei sein, deshalb ist es mir wichtig, noch einmal als Landeshauptmann mit unseren jungen Soldaten gemeinsam hier zu stehen und diese Angelobungsfeier zu begehen“, so der scheidende Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. „Als ich selber vor vielen Jahrzehnten Präsenzdiener war, war es für mich – wie für hunderttausende Andere – wichtig, mit dem Antreten des Wehrdienstes in die Realität des Lebens entlassen zu werden: Solidarität zu lernen, mit Menschen aus allen Gruppen der Gesellschaft zusammen zu wirken und gemeinsam einen persönlichen Beitrag für unser Land zu leisten. Als politischer Verantwortungsträger habe ich mich immer ganz klar zu einer umfassenden Landesverteidigung und zu einem leistungsfähigen Bundesheer bekannt. Die Entwicklungen der vergangenen Monate mit einem nicht für möglich gehaltenen Angriffskrieg eines Landes auf einen europäischen Nachbarstaat haben die Bedeutung der Landesverteidigung wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Heute ist wieder allen klar: In einer zunehmend unsichereren Welt brauchen wir ein starkes Bundesheer“, betonte Schützenhöfer mit Blick auf den Krieg in der Ukraine.

Bad Radkersburg, den Ort der Angelobung, sieht der Landeshauptmann auch als ein Symbol für die wechselvolle Geschichte an der heutigen steirisch-slowenischen Grenze: „Als in der Schlussphase des Zweiten Weltkrieges der Frontverlauf diese Gegend erreichte, sprengten die deutschen Truppen die Murbrücke zwischen Bad Radkersburg und Gornja Radgona. Seit 1951 bestand wieder eine Verbindung, die heutige ,Brücke der Freundschaft‘ wurde 1969 von Bundespräsident Franz Jonas und dem jugoslawischen Staatspräsidenten Josip Broz Tito eröffnet und war trotz des Eisernen Vorhangs in der Zeit des Kalten Krieges ein Zeichen für die Offenheit der Steiermark und unseren Willen, Grenzen zu überwinden. In Erinnerung bleibende historische Ereignisse, die mit Bad Radkersburg und dem Österreichischen Bundesheer verknüpft sind, fanden auch nach der Überwindung des Kalten Krieges statt: Speziell 1991 beim Sicherungseinsatz auf Grund der Kämpfe an der Grenze im Zuge des 10-Tage-Krieges, der Slowenien letztlich die Unabhängigkeit brachte. Im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 war hier dann das Bundesheer gemeinsam mit Polizei, Verwaltung und Hilfsorganisationen besonders gefordert, um eine humanitäre Ausnahmesituation zu bewältigen“, so Hermann Schützenhöfer.

An der Rekrutenangelobung nahmen seitens des Bundesheeres unter anderem Brigadekommandant Oberst Franz Langthaler und Oberstleutnant Georg Pilz, der Kommandant des Jägerbataillons 17, teil. Von ziviler Seite haben Elke Schunter-Angerer, die Bezirkshauptfrau des Bezirks Südoststeiermark, und Karl Lautner, der Bürgermeister von Bad Radkersburg, teilgenommen. Die 221 angelobten Rekruten stammen vom Jägerbataillon 17 aus Strass (88 Soldaten), vom Überwachungsgeschwader aus Zeltweg (87 Soldaten) sowie von der Flugbetriebskompanie aus Aigen im Ennstal (46 Soldaten).

© Österreichisches Bundesheer/Grebien
© Österreichisches Bundesheer/Grebien

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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