SP-Lindner: Es braucht dringend Lösungen für die Notarzt-Versorgung im Bezirk Liezen!

Nach ersten Warnungen von SPÖ-Abgeordnetem zeigt sich in den letzten Wochen akute Krise der Notarzt-Versorgung – Lindner fordert Sofortmaßnahmen und mehr Ressourcen gegen Ärzt*innen-Mangel

Liezen – Schon nach dem Pfingstwochenende warnte der Liezener SPÖ-Regionalvorsitzender, NAbg. Mario Lindner medial vor Engpässen in der Notarztversorgung des Bezirks. So gab es an diesem intensiven Reisewochenende nicht nur in Schladming, Bad Aussee und im Großraum der Stadt Liezen keinen Visitenarzt, sondern auch der Notarzt-Standpunkt Rottenmann war teilweise unbesetzt. Zwei Wochen später zeigt sich für Lindner nun eine akute Verschlechterung der Versorgungsinfrastruktur, von der vor allem der Osten des Bezirks betroffen ist. „Wir erleben auch nach Pfingsten, dass die Notarzt-Versorgung in Teilen unseres Bezirks einfach nicht gegeben ist. Das führt zu kritischen Situationen, die einfach nicht ignoriert oder kleingeredet werden dürfen“, warnt Lindner, der selbst als stv. Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes tätig ist, „Die seit Juni laufenden Umstrukturierungen im Notarzt-System funktionieren alles andere als reibungslos und als Liezener Abgeordneter ist für mich klar, dass die Politik schnell jeden Hebel in Bewegung setzen muss, damit in allen Teilen unseres Bezirks rasch geholfen werden kann, wenn es zu einem Notfall kommt.“

Konkret war beispielsweise der Notarzt-Stützpunkt Rottenmann am Samstag nach Pfingsten für 24 Stunden, am Fronleichnamswochenende von Freitag 15 Uhr bis Montag 7 Uhr, sowie von gestern (20. Juni) um 14 Uhr bis heute morgens um 07:00 Uhr unbesetzt. Am Samstag, den 11. Juni, kam es daher zu einer schwierigen Situation, in der gleich zwei Notarzt-Einsätze gleichzeitig absolviert werden mussten. „Am Fronleichnamssamstag haben wir leider sogar einen Herzstillstand erlebt, während der Notarzt-Stützpunkt Rottenmann unbesetzt war und beide Notarzt-Hubschrauber der Obersteiermark mit anderen Einsätzen unterwegs waren“, zeigt Lindner auf, „Hier geht es um die Versorgungssicherheit unseres ganzen Bezirks. Niemand kann und darf davor die Augen verschließen. Wir brauchen keine klugen Ratschläge aus Graz – vor Ort erleben wir hautnah, wo die Probleme liegen. Und für diese braucht es rasche Lösungen!“

Daher fordert Lindner als Sofortmaßnahme von der KAGES, dass Ärzt*innen aus den Krankenhäusern in der Region rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche für den Notarzt-Dienst eingesetzt werden können, statt wie bisher nur kurzfristig an Werktagen zwischen 7 und 15 Uhr. „Neben solchen kurzfristigen Maßnahmen muss aber auch klar sein: Das Grundproblem liegt im Ärzt*innen-Mangel in der Steiermark und ganz Österreich. Es braucht umgehend mehr Ressourcen, um Ärzt*innen gerade in ländliche Regionen zu bringen. Als Politik haben wir die Aufgabe, gerade in bevölkerungsschwachen Regionen eine flächendeckende Gesundheitsversorgung zu garantieren – wir dürfen insbesondere den Osten unseres Bezirkes nicht im Stich lassen!“, so der SPÖ-Abgeordnete abschließend.

Foto:SPÖ Liezen

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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