Erneuter Betrug: Falscher „Europol“ – Polizist. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Bezirk Leoben. – Eine 32-Jährige wurde am Donnerstagnachmittag, 16. Juni 2022, Opfer der bekannten Betrugsmasche „falscher Polizist“. Die Frau überwies mehrere tausend Euro auf das Konto der Täter.

Der unbekannte Täter trat mit der Frau telefonisch in Kontakt: „Er sei Europol-Polizist. Ihre Identität wurde gestohlen. Um diese Daten wieder zu löschen, müssen sie einen Geldbetrag auf ein Bankkonto (Irland) überweisen“. Das Telefonat wurde in englischer Sprache geführt. Die Frau vertraute dem Täter und kam seiner Aufforderung nach. Der Schaden beträgt mehrere tausend Euro.

Erneuter Apell der Polizei

In den letzten Tagen häufen sich die Anzeigen über derartige und ähnliche Vorgangsweisen („falsche Polizisten“). Die Polizei weist wieder einmal auf diese und mögliche neue Betrugsmaschen hin und betont, dass derartige Anrufe niemals von der Polizei vorgenommen werden. Auch werden Personen von der Polizei niemals aufgefordert, Geldbeträge auf Konten zu überweisen oder Wertsachen an Beamte herauszugeben. Hier ist äußerste Vorsicht geboten.

Tipps der Kriminalprävention

  • Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldaushilfen oder auch nur Auskünfte über Bargeld und Wertbestände gefordert werden, sofort ab!
  • Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden!
  • Kontaktieren Sie einen „vermeintlichen“ Verwandten, indem Sie ihn unter jener Telefonnummer zurückrufen, die Sie sonst auch verwenden!
  • Lassen Sie in Ihr Haus oder ihre Wohnung niemanden, den Sie nicht kennen!
  • Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme mit solchen Personen die Gegensprechanlage oder verwenden sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel!
  • Versuchen Sie, sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen!
  • Notieren Sie sich – sofern möglich – Autokennzeichen und Marke, Type sowie Farbe eines vermutlichen Täterfahrzeuges!
  • Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle (Notruf 133)!
  • Sprechen Sie auch mit Ihren Verwandten und Bekannten, die möglicherweise von diesen Betrugsmaschen noch keine Kenntnis haben!

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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