Tourismusverband Gesäuse hält 1. ordentliche Vollversammlung nach Neukonstituierung ab 

Admont (14.06.2022). Der Tourismusverband Gesäuse hielt am Montag, den 13. Juni 2022 im Gasthof Hensle in Sankt Gallen seine erste ordentliche Vollversammlung nach der Neukonstituierung ab. 30 Vertreter aus Wirtschaft und Politik waren gekommen, um den Rechnungsabschluss der nunmehr 1.800 Mitglieder zählenden Erlebnisregion im Osten des Liezener Bezirks zu beschließen und sich über die Pläne für die Zukunft zu informieren.  

Kleines Budget. Großes Lob. 

Nachdem die Rechnungsprüfer den Verantwortlichen ein großes Lob auf die vorbildliche Finanzgebarung im Zuge der Zusammenlegung der alten Verbände ausgesprochen hatten, wurde der konsolidierte Rechnungsabschluss einstimmig beschlossen und die Kommission entlastet. Mit dem Steuerberater Fritz Kaltenbrunner als Vorsitzenden, ist man diesbezüglich bestens aufgestellt. Dieser präsentierte die neuen Rahmenbedingungen und stellte daraufhin sein Team aus Kommissionsmitgliedern und Mitarbeiter:innen vor. Er zeigte auf, wo man im neuen Verband aktuell steht und wo die Richtung hingehen muss. 

Es kommt auf jede und jeden an. 

Einnahmenentgänge durch Corona und die Änderung rechtlicher Eckpfeiler sowie personelle und demografische Faktoren stellen die neuen Verantwortlichen vor einige Herausforderungen. Für das Gesäuse heißt das: Es kommt auf jede und jeden an. Insgesamt fünf vollzeitäquivalente Teammitglieder rund um die neue Geschäftsführerin Jaqueline Egger zählt die neue Erlebnisregion und zeichnet nun für 10 Tourismusgemeinden und 210 Beherbergungsbetriebe mit knapp 4.000 Betten verantwortlich, welche vergleichsweise schlecht ausgelastet sind. Lange bleiben tut der Gesäuse-Gast derzeit nämlich nicht. Im Schnitt 2,3 Tage. Die Gründe dafür sind leicht zu finden: Die neun Schutzhütten sind die nächtigungsstärksten Betriebe der Region und die Anreise aus Ballungszentren wie Wien und Graz ist auch für Tagesausflüge sehr attraktiv. 

Kreativität, Kooperation und Engagement 

Große Budgets stehen uns bei rund 200.000 Nächtigungen im Jahr freilich nicht zur Verfügung. Kleinen Budgets stellen wir daher eine extra große Portion Kreativität, Kooperation und Engagement entgegen.“, so Geschäftsführerin Egger. Dass man das im Gesäuse kann, hat die Region in den letzten Jahren bereits gezeigt. Die erfolgreiche Markenarbeit strich sogar Dr. Stefan Kaltenbeck, der vertretend für das Tourismusreferat des Landes Steiermark der Vollversammlung beiwohnte, besonders hervor. Vor Corona kraxelten die Nächtigungszahlen dank klarer Positionierung und geschicktem (digitalen) Marketing innerhalb von fünf Jahren um 25% in die Höhe. „Darauf darf man,“ so Egger, „schon stolz sein, vor allem weil die Marke auf inhaltlicher Kompetenz aufgebaut ist und nach innen genauso gut funktioniert wie nach außen. Die Betriebe – auch aus dem erweiterten Gesäuse – erkennen ihre sympathische Marke als Vorteil und Mehrwert an und darauf bauen wir auf.“  

Stärken stärken. 

Fritz Kaltenbrunner betont: „Wir wollen unsere Stärken stärken.“ Erfolgreiche mehrtägige Angebote wie die online durchbuchbare Weitwanderung am Luchs Trail, die durch drei Nationalparks führt, werden durch komplementäre Produkte ergänzt. So gibt es heuer einen Relaunch am Bike-Sektor. Die traditionsreiche, 144 km lange Buchsteinrunde von Sankt Gallen über Palfau nach Johnsbach wird um drei Abstecher (Torsattel, Johnsbacher Almenrunde und Grabneralm) bereichert, online buchbar gemacht und mittels Social Media Kampagne beworben. Ziel ist, das erfolgreiche Konzept der Hüttenrunde nun auch auf den Bikesektor umzulegen. Nur eines von zahlreichen Vorhaben des jungen Verbandes, der die knackigen Herausforderungen der aktuellen Zeit im Tourismus mit viel Enthusiasmus anpackt. 

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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