Steiermark & Südtirol: Gemeinsames Gedenken an Erzherzog Johann

Die Landeshauptleute Schützenhöfer und Kompatscher haben in Schenna des Wirkens von Erzherzog Johann in der Steiermark und in Tirol gedacht und sich zu einem Arbeitsgespräch getroffen.

Graz, am 10. Juni 2022.- Die historische und aktuelle Verbundenheit der Länder Steiermark und Südtirol, aber auch die Südtirol-Autonomie standen am heutigen Freitagvormittag (10.6.2022) im Mittelpunkt eines Arbeitsgesprächs zwischen den Landeshauptleuten Hermann Schützenhöfer und Arno Kompatscher in Schenna bei Meran. Anlass für das Treffen war – gemeinsam mit der Bürgermeisterin von Schenna, Annelies Pichler – eine Gedenkfeier für Erzherzog Johann, dessen Geburtstag sich heuer zum 240. Mal jährt und der im Mausoleum von Schenna seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Dort legten die Landeshauptleute mit der Bürgermeisterin gemeinsam einen Kranz nieder, vor dem Mausoleum folgte anschließend ein landesüblicher Tiroler Empfang mit Schützen und musikalischer Begleitung.

Landesüblicher Tiroler Empfang der Schützenkompanie Erzherzog Johann für (gegenüber stehend v.l.) LH Schützenhöfer, Bürgermeisterin Pichler und LH Kompatscher 
© LPA/Tiberio Sorvillo

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer dankte Kompatscher im Rahmen des Gesprächs „für den konstruktiven Austausch über die bilateralen Beziehungen zwischen der Steiermark und Südtirol, vor allem über die Streitbeilegungserklärung zwischen Österreich und Italien vor mittlerweile 30 Jahren, welche die Diskussion über die Südtirol-Autonomie beendet hat. Das war und ist mir immer ein besonderes Herzensanliegen, denn unsere beiden Länder verbindet eine lange Tradition und eine gemeinsame Geschichte.″ Auch das Andenken an Erzherzog Johann eine die beiden Länder, sagte Schützenhöfer: „Erzherzog Johann hat die Steiermark mit seinem Reformgeist wie kein anderer bis heute geprägt.″

Zwischen Südtirol und der Steiermark bestehen zahlreiche Gemeinsamkeiten und viele haben ihren Ursprung in den Reformen, die Erzherzog Johann in Südtirol und der Steiermark insbesondere in der Land- und Forstwirtschaft angestoßen hat. Darauf nahm Landeshauptmann Arno Kompatscher ebenso Bezug wie er unterstrich, dass es beide Länder gut verstünden, Tradition und Moderne zu verbinden und daraus Selbstbewusstsein zu schöpfen. „‚Heimat ist Tiefe, nicht Enge′, so ein geflügeltes Wort aus der Steiermark, das den gemeinsamen Anspruch gut beschreibt und eng mit der politischen Linie von Hermann Schützenhöfer verbunden ist“, betonte Landeshauptmann Kompatscher nach der Aussprache. Kompatscher dankte dem steirischen Landeshauptmann für die stets gute Zusammenarbeit.

Im Mausoleum von Erzherzog Johann gedachten die Landeshauptleute Schützenhöfer (l.) und Kompatscher des Vordenkers, Pioniers und Reformers, der in der Steiermark und Tirol bis heute nachhaltige Spuren hinterlassen hat. 
© LPA/Tiberio Sorvillo

Im Jahr 2022 jährt sich der 240. Geburtstag des Habsburges Erzherzog Johann, dessen Wirken sowohl mit Südtirol als auch mit der Steiermark eng verbunden ist. Für viele Steirer wurde der am 20. Jänner 1782 in Florenz geborene Johann Baptist Josef Fabian Sebastian von Österreich zur Identifikationsfigur, dem Land Tirol galt seine „unveränderliche und unerschütterliche Liebe″. Erzherzog Johanns Sohn, Franz Graf von Meran, stellte das Mausoleum in Schenna zehn Jahre nach dem Tod des Erzherzogs fertig und ließ ihn dort beisetzen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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